(Michael van Laack) Aufs Land zieht es immer weniger Ärzte. Sie vermissen das „Flair“ der Großstadt, die vielen kulturellen Angebote und die kurzen Wege. Das lässt sich nachvollziehen, weshalb in der Vergangenheit auch mancher Politiker von Bündnis90/Die Grünen den „Landeiern“ den Vorschlag gemacht hat, in eine Stadt zu ziehen. Dann könnten sie das Jammern über Unterversorgung einstellen. – Ein viel wichtigeres Problem für die Grünen: Zu wenige Ärzte seien bereit, Abtreibungen vorzunehmen. Daher müsse man Druck ausüben. Kein Job für Abtreibungsverweigerer!

Zahlreiche Spitzenpolitiker der Grünen (nicht nur in Baden-Württemberg, woher der Vorschlag stammt) haben die Nase voll vom Rückzug zahlreicher Mediziner auf ihr Gewissen. Wer Als Arzt an einer Klinik nicht bereit ist, einer Abtreibung vorzunehmen, soll dort keinen Job erhalten. Wer schon dort arbeitet… na ja, man wird sich schon irgendeinen Kündigungsgrund ausdenken können.

Der hippokratische Eid muss weg!

Er werde den Anforderungen der Gesellschaft in einer modernen Welt nicht mehr gerecht!

δὲ οὐδὲ γυναικὶ πεσσὸν φθόριον δώσω. Ἁγνῶς δὲ καὶ ὁσίως διατηρήσω βίον τὸν ἐμὸν καὶ τέχνην τὴν ἐμήν. Ich werde niemandem, auch nicht auf seine Bitte hin, ein tödliches Gift verabreichen oder auch nur dazu raten. Auch werde ich nie einer Frau ein Abtreibungsmittel geben. Heilig und rein werde ich mein Leben und meine Kunst bewahren.

So etwas geht nach Ansicht zahlreicher Vertreter des ehemaligen(?) politischen Arms der Pädophilen gar nicht. Tiefste Frauenfeindlichkeit sei das und ein Angriff auf die Menschenwürde. Abtreibung und Sterbehilfe seien ein wichtiger Bestandteil für das Funktionieren unserer Gesellschaft. Abtreibungen ermöglichten das Fortführen oder den Beginn universitärer oder beruflicher Karrieren. Jederman habe ein Recht darauf, dass ihm auf Kosten der Solidargemeinschaft Gift verabreicht wird, wenn er große Schmerzen hat oder auch einfach nur des Lebens überdrüssig sei.

In der Mafia bekommen nur Tötungswillige einen Job!

Warum sollte das bei Ärzten an Kliniken anders sein? Das können viele Grüne nicht nachvollziehen. So z.B. Bärbl Mielich. Sie ist Sozialstaatssekretärin in Baden-Würtemberg. Asozial-Staatssekretärin würde besser passen, aber für diese Bezeichnung gibt es im Beamten-Tarif noch keine Besoldungsgruppe. Neulich gab sie der ersten deutschen Müllhaldenzeitung (taz) ein Interview.

Darin brachte sie ihre Verärgerung darüber zum Ausdruck, dass fast alle (Uni-)Klinikleitungen behaupteten, sie seien mit Spätabtreibungen behinderter Kinder (eugenische Indikation) vollauf ausgelastet und hätten keine Kapazitäten und kein Peronal  frei für Standardabtreibungen an Frauen, denen (z.B. beim Seelenzerstörungs-Verein „pro familia“) das Gewissen durch das „Recht auf soziale Indikation“ ersetzt wird. So viel eugenische Indikationen gäbe es schließlich gar nicht. Klingt nach: „Hitler hat die Gesellschaft von mehr Behinderten ‚befreit‘ und nicht so gejammert, wie die Klinikärzte unserer Zeit.“

Zudem dürfe es für Abtreibungswillige aus ihrer Sicht keine weiten Anfahrtswege zum Ort des Eingriffs geben. Zu zumutbaren Entfernung äußert sie sich allerdings nicht konkret. Ein paar Kilometer weiter als die Fahrt zum nächsten Drive-In von McDonalds sollte selbst für Grüne „zumutbar“ sein.

Wer nicht tötet, soll auch nicht essen!

Auch wenn die Grünen im Schnitt dem weniger tiefgläubigen Teil der Bevölkerung angehören, dürften ihnen die Verse 10 u. 11 aus dem 3. Kapitel des zweiten Briefs an die Gemeinde von Thessaloniki gegenwärtig sein:Denn schon als wir bei euch waren, geboten wir euch: Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen. Denn wir hören, dass einige unter euch unordentlich leben und nichts arbeiten, sondern unnütze Dinge treiben.“

Mit dem „unnütze Dinge treiben“ müsse jetzt Schluss sein an Kliniken. Oberste Priorität habe die Befreiung der Frauen von unnützem Zeug in ihrem Bauch, dass ihr die wertvollsten Jahre ihres jungen und unbeschwerten Lebens nähme, wenn es weiterwachsen dürfte. Deshalb solle man vor der Einstellung bei jedem Arzt die Bereitschaft zur Vornahme von Abtreibungen abfragen. Kein „Ja“, kein Job!  Die Grünen waren halt immer schon pragmatisch.

Abtreibungen müssen endlich Kassenleitung werden!

Nach Ansicht zahlreicher Mitglieder der Ököfaschisten um den bestgetarnten Maoisten Deutschlands – Robert Habeck – gehe es auch nicht länger an, dass die armen – in zahlreichen One-Night-Stands, Swinger-Clubs oder von ihren festen Partnern unschuldig in eine Schwangerschaft gelockten – Frauen die Kosten für die Abtreibung müsse Kassenleitung werden.

Denn: Wenn jmand auf Skiern einen Abhang herunter rase, wisse er ja auch, wie gefährlich das sei, fahre trotzdem und bekäme die Grundsanierung seines Knochengerüsts auch von den Kassen bezahlt. Schwngerschaften seien halt auch oft Unfälle, unabwendbare Vorkommnisse.

Abtreibungswillige Ärzte sterben aus wie die 68er

Viele, die heute nach Vorlage des „Beratungsscheins“ die ansonsten strafbare Handlung einer Abtreibung vornähmen, seien 60 und älter, empört sich die Grüne. Junge Mediziner würden hinter den erreichten Fortschritt zurückfallen und nähmen offensichtlich eine frauenfeindliche Haltung ein. Deshalb sei es – um einen Notstand abzuwehren, dringend geboten, die Ärzte zu zwingen.

Die Bundestagsabgeordnete und dortige Sprecherin für Gesundheitsförderung – Kirsten Kappert-Gonther (warum haben diese familienfeindlichen Schreckschrauben eigentlich immer so gruselige Doppelnamen?) – spricht klar aus: „“Wenn Uni-Kliniken bevorzugt Ärztinnen und Ärzte einstellen, die in der Lage sind, Schwangerschaftsabbrüche vorzunehmen, kann das ein Beitrag für eine bessere Versorgungslage sein“.

Schwangerschaft ist keine Krankheit!

Ja, es gibt sehr traurige Situationen: Die Kriminologische Indikation (Vergewaltigung) oder die medizinische Indikation (Mutter überlebt Schwangerschaft oder Geburt laut ärztlicher Einschätzung nicht).

Ein Kind zu empfangen ist keine Krankheit, der männliche Same ist kein Virus. Deshalb halte ich es für wichtig, Frauen zu überzeugen, sich für das Kind zu entscheiden. Es gibt so viele Hilfsangebote, wo Frauen in Gewissenskonflikten sonstiger Not Unterstützung erhalten, z.B. das Projekt 1000plus. Aber, wir leben in einem freien Land. Wer sich als aufgrund der Gesetzeslage nach §218/219 StGB (aus christlicher Sicht ein ungerechtes Gesetz) entscheidet, der darf keine Rechtsansprüche an den Staat haben. Und schon gar nicht darf der Staat Ärzte durch Ausschluss vom Arbeitsmarkt entsprechend ihrer Qualifikation dazu zwingen, menschliches Leben auszulöschen.

Erscreckend aus meiner Sicht – Egal, zu welchem Aspekt der Abtreibungsfrage: von der Würde des im Mutterleib zerschnittenen oder aufgelösten Würmchens spricht fast niemand. Ich, Ich, Ich! Letztendlich hat unser Volk gar nichts anderes verdient als auszusterben, so lange es solchen Führern folgt!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.