(Michael van Laack) Wie nicht anders zu erwarten, berichteten die „Triple R-Medien“ (Raute, Relotius, Rosenberg) sehr einseitig über die Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes. Zähneknirschend verwiesen einige auch vom Anstieg linksextremistischer Straftaten, gingen aber nicht in die Tiefe. Wichtig war der rasante Anstieg der „Personen mit rechtsextremistischem Hintergrund“.  Wurzelnd in der Manipulation Haldenwangs, fast alle Mitglieder der Ost-AfD diesen hinzuzurechnen.

Zum Entsetzen der Kanzlerin, aller anderen anständigen Mitglieder in Regierung und Bundestag sowie der Haltungsjournalismus-Mischpoke in der Berliner Blase wollte Innenminister Seehofer diesen Taschenspielertrick verhindern. Zudem sah er es als unklug an, den „Flügel“ und die „Junge Alternative “ im Verfassungsschutzbericht wertend zu nennen, bevor die Ergebnisse der Beobachtung feststehen.

Merkel aber dachte sich wohl: „Ich habe den Maaßen doch nicht liquidieren lassen, damit der Verfassungsschutz objektiv bleibt.“ Seehofer gab – wie es sich für einen devoten Kanzleramts-Sklaven gehört – nach. Der „Kampf gegen Rechts“ wird in Zukunft noch härter geführt, als wir es uns überhaupt vorstellen können!

Haldenwang stellt Entscheidungsschlacht in Aussicht

In seinem gestrigen Interview mit dem ZDF plauderte der Verfassungsschutz-Präsident von „ANTIFA Zeckenbiss“ Gnaden frank und frei über die Strategie. Nachdem nun „erwiesen“ sei, dass alle Mitglieder des Flügels Rechtsextremisten sind (sonst hätte der stets neutrale BfV-Präsident sie ja nicht so in die Statistik hineinrechnen lassen), freut er sich schon darauf, weitere Maßnahmen zum Schutz der Regierungsideologie ergreifen zu können:

„Die Protagonisten haben die Partei nicht verlassen, sondern sie haben in einer eigenen Erklärung formuliert, dass sie die Ziele des Flügels längst erreicht haben, dass die Ideen des Flügels in der Mitte der Partei angekommen sind. Und insofern haben sie sich nach eigener Aussage leicht getan, den Flügel aufzulösen.

Das bedeutet aber für uns: Diese Personen sind weiter aktiv in der Mitte der AfD. Und nun gilt es sehr sorgfältig zu betrachten: Welchen Einfluss haben sie auf den Gesamtkurs der AfD? Und von diesen Entwicklungen werden sicherlich weitere Entscheidungen des Verfassungsschutzes dann abhängen.“

Haledenwangs Diktion ist verräterisch

Hilfreicher Hinweis: „Sorgfältiges Betrachten“ bedeutet in der Verfassungsschutzsprache seit der Ära Haldenwang: „Die aus der Beobachtung gewonnene Erkenntnis einem vordefinierten Ergebnis zuführen. Deshalb ist es sehr wahrscheinlich, dass drei oder vielleicht auch nur zwei Monate vor der Bundestagswahl die Beobachtung der Gesamtpartei angeordnet wird. Als Abschiedsgeschenk an die bedeutendste Verteidigerin des Rechtsstaats.

Stimmen zum Verfassungsschutzbericht gibt es wie Sand am Meer. MSM, Kirchen und Berliner Sumpf sind hocherfreut. Deren mit bunter Tinte und stumpfer Feder verfassten Elaborate möchte ich unseren Lesern ersparen. Kritische Stimmen gibt es fast nur von den Betroffenen selbst oder auf einigen ihnen nahestehenden Profilen auf FB und Twitter.

Ein paar Beispiel mögen genügen:

Im Zusammenhang mit der Causa werden auch neue Fäßer aufgemacht:

Berlin ist ein Rattennest

Wer darauf gewartet habe sollte, dass ARD, ZDF, FAZ oder Süddeutsche (um nur einige zu nennen, sich explizit oder gar ausführlich zu dem fragwürdigen Zustandekommen der neuen Rechtsextremismus-Zahlen geäußert oder gar gewagt hätte, kritische Fragen zu stellen… Fehlanzeige! In „unserer“ Demokratie macht nur Karriere, wer sich Merkels Entourage gegenüber als würdiger Speichelleck(dien)er erweist. Nicht nur im politischen Bereich. Nirgendwo ist die Dichte sich gegenseitig deckenden Abschaums so hoch wie in der Berliner Republik 2020: Koks, Kinderpornographie, Verdeckung von Clan-Straftaten, Steuer- und Investitionsbetrug. Ein klein wenig von alldem kocht hin und wieder kurz in dem ein oder anderen Lokalblättchen hoch, wird dann aber rasch samt dem betroffenen Redakteur abgeräumt.

Jeder kennt Leichen in den Kellern der anderen. Wer keine Leichen hat – weil er z.B. noch sehr frisch im politischen Betrieb ist und auch im Privatleben unverdorben war – und deshalb nicht ins System unter der Reichstagskuppel passt, wird entweder pausenlos diskreditiert und ausgegrenzt (wie die AfD). Oder man gibt dem jeweiligen Kreisverband den Tipp, diesen Kandidaten oder jene Kandidaten nicht mehr aufzustellen.

Krähen hacken sich nie gegenseitig die Augen aus!

Oder glaubt wirklich irgendjemand, das z.B. Leute wie Sawsan Chebli, Claudia Roth, Ralf Stegner oder AKK noch im Amt werden, wenn sie auf der einen Seite nicht viele Geschichten über manche zu erzählen haben? Für dieses „Entgegenkommen“ bedankt sich dann der oder die jeweils Betroffenen durch andere kleine Gefälligkeiten. Politik war immer schon ein schmutziges Geschäft. Mittlerweile aber sind es zunehmend auch menschlich befleckte Persönlichkeiten, die das Geschick des Landes steuern. – So wäre aus meiner Sicht Haldenwang niemals BfV-Präsi geworden, wenn es diverser Verstrickungen einiger Entscheider untereinander wegen eine Alternative gegeben hätte?

Zum Schluss ein Zitat von Bernhard von Clairvaux: Praesis ut prosis, non ut imperes. – Steh an der Spitze um zu dienen, nicht um zu herrschen. – Diese Zeiten sind in Deutschland auf lange Zeit vorbei. Aber bekanntlich ist nichts für ewig!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.