(Michael van Laack) Beunruhigende Nachrichten erreichen uns in diesen Stunden aus den USA. Für Afro-Amerikaner und illegal in die Staaten eingereiste Mexikaner ist die Wahrscheinlichkeit, an Corona zu erkranken, dreimal höher als für die von Präsident Trump favorisierte Herrenrasse.

Dies besagt laut ARD eine Studie, die zu weiteren erschreckenden Erkenntnissen gelangt ist. Erkenntnisse, die ggf. auch die Bundesregierung dazu zwingen werden, einen Kombinationskampf gegen Rassismus und die Krankheit zu führen. Steht uns eine Schlacht gegen die Corona-Nazis bevor?

Nein, über Krankheit und Tod spottet man nicht. Und selbstverständlich hängen wir alle auch täglich andächtig an den Lippen jener Wissenschaftler und Politiker, die uns in Corona-Zeiten die Welt erklären. Deshalb möchte ich im Folgenden auch nur nüchtern die erschreckenden Ergebnisse referieren:

Im früheren Sklavenstaat Kentucky fühlt sich Corona wohl

In Kentucky ist noch viel zu tun. Tausende Statuen und Bildtafeln warten darauf, von BLM und ANTIFA USA niedergerissen zu werden, weil die dargestellten Persönlichkeiten irgendwann einmal den Hund eines Menschen gestreichelt haben, der jemanden kannte, der „Neger“ (so nannte man sie damals noch) diskriminierte. Aktuell aber gibt es Wichtigeres zu tun als die Auslöschung der US-amerikanischen Geschichte.

Die Wahrscheinlichkeit, als Schwarzer an Corona zu erkranken, ist dreimal höher als bei als Ku Klux Klan-Rassisten (nur noch in Fachkreisen „Weiße“ genannt). Kommt das Virus vielleicht doch nicht aus einem chinesischen Labor, sondern von der Trump-Stiftung? Ist der US-Präsident deshalb so siegessicher mit Blick auf die Wahl im Herbst, weil er weiß: „Bis dahin sind die meisten, die mich nicht wählen, ohnehin schon tot!“?

Fehlende Krankenversicherung erhöht Infektionsrisiko

Die Studie bringt Licht ins Dunkel schwarzen Leids. Während man bisher irrtümlich annahm, allein Diabetes, Asthma oder Übergewicht erhöhten das Risiko, sich zu infizieren, hat der Immunologe Anthony Fauci nun herausgefunden:

„Wenn man vor der Pandemie nicht versichert war oder die Versicherung verloren hat, weil man arbeitslos geworden ist, dann kann das Vorerkrankungen verschärfen. Das bedeutet, dass diese Menschen empfänglicher sind für eine Corona-Erkrankung.“ 

Also Stress als zusätzliches Infektionsrisiko? Denn auch behandelte Diabetes bleibt Diabetes und Asthma Asthma. Vielleicht! Auf jeden Fall ist Trump verantwortlich dafür. Denn während sein edler nicht-weißer Vorgänger Obama den Versicherungsschutz aller vorantrieb (seine Wohltaten erreichten real nur 2,3% der Betroffenen, aber wen interessiert das schon) hat Trump das Projekt teilweise eingefroren. Vermutlich tat er das nur in der Absicht, die Bildungsunterschicht für Pandemien anfälliger zu machen. Nicht die ganze Schicht selbstverständlich. Nur den schwarzen Teil!

Stadtparks in schwarzen Ghettos zusätzliches Risiko

In den USA beharrt die BLM-Community trotz Matin Luther King darauf, in riesigen Ghettos diverser Großstädte zu leben. Im Prinzip müssten sie nach der Logik der Studie mitverantwortlich für ihre Lage sein. Aber weit gefehlt! Mitverantwortlich für die Ausbreitung des Virus seien Parks in schlechter Wohnlage. Dort wäre zwar das Gras noch grüner als in weißen Stadtteilen, wo nachts junge Menschen abhängen, um Naturstudien durchzuführen. Ansonsten sei dort aber alles ziemlich ungepflegt und schäbig, also eine Wohfühlzone für Corona.

Da man bekanntlich von Schwarzen keine Eigeninitiative erwarten darf (das wäre eine rassistische Forderung), um die Lebensqualität zu verbessern, ist auch hier der alte weiße Mann in der Pflicht. Gleiches gälte für die Läden in afroamerikanischen Vierteln: Heruntergekommen, ungepflegt… wir würden sagen: Versifft. Und wer trägt dafür die Verantwortung? Richtig, jene US-Administration, die mit „T“ beginnt und mit „rump“ aufhört. Denn vor Deutschlands Staatsfeind Nr. 1 waren die USA ein Paradies der sozialen Gerechtigkeit, an die nicht einmal Schweden zu seinen Glanzzeiten heranreichte…

Bei dem in der ARD zitierten Virologen klingt das so:

„Es gibt soziale und strukturelle Vorbedingungen, wie fehlender Zugang zu medizinischer Versorgung, Stress in den Gemeinschaften. Aber auch schlechte Lage unserer Parks – wo befinden sich unsere Lebensmittelgeschäfte oder Fast-Food-Ketten, wie gut ist der Zugang zu Bildung – all diese Faktoren spielen eine Rolle.“

Schützt ein High-School-Abschluss vor Corona?

Jetzt wird mir auch klar, warum wir in Deutschland so gut durch die Virus-Krise gekommen sind. Wir haben die höchste Abi-Dichte in Europa und wer nicht studiert, wird bereits als bildungsfern beschrieben. Außerdem haben wir zwar ziemlich viele Araber, aber wenige Schwarzafrikaner im Blick auf die Gesamtbevölkerung. Noch dazu bekommt bei uns jeder sofort eine EC-Karte und Krankenversicherungs-Mitgliedschaft, sobald er Asyl rufend die Grenze überschreitet. Da sagt sich Corona dann: „Ich wandere lieber in die USA aus, dort gibt es noch echte Rassisten, die mir erleichtern, die unterdrückte Bevölkerung zu dezimieren.“

Einige Fragen liegen mir trotz dieser äußerst schlüssigen Argumentation dennoch auf der Zunge: Armutsviertel gibt es überall auf der Welt. Auch benachteiligte Bevölkerungsgruppen. Gibt es schon eine Studie darüber, ob das Virus auch diese bevorzugt dahinrafft? Sind in Deutschland im Verhältnis zur Gesamtzahl mehr ALG-II-Empfänger verstorben als Menschen, die irgendwo im unteren Mittelfeld 3.000 Euro Netto verdienen. Und wenn ja: Würde man dann auch in einer Studie Alarm schlagen?

Vermutlich nicht. Denn es trifft ja nicht die richtigen Gruppen. Deshalb sollte in Deutschland unbedingt untersucht werden, ob das rechtsextreme Gebaren der Bundeswehr, das rassistische Verhalten der Polizei und die auf dem rechten Auge blinde Bevölkerung durch den Druck, der auf Asylanten und Migranten ausgeübt wird, mitverantwortlich sind für deren Corona-Erkrankungen. Hier sollte die taz rasch ein neues Rassismus-Fass aufmachen. Aus diesem werden Frau Merkel und die vielen anderen Aufrechten und Anständigen gern einen großen Schluck nehmen. Ich freue mich schon auf zahlreiche neue rassismusbesoffene Elaborate aus der Altparteien-Koalition.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.