(Michael van Laack) Panik dürfte die Verteidigungsunwilligkeits-Ministerin ergriffen haben, als ihr der Vorschlag unterbreitet wurde, die Wehrpflicht wieder einzuführen. Die Begründung der neuen Wehrbeauftragten Eva Högl (SPD) für ihren Vorstoß liest sich zugegebenermaßen abenteuerlich: Die Wiedereinführung der Wehrpflicht könne ein Baustein im „Kampf gegen Rechts“ sein. Schließlich wären die „Probleme“ bei der Bundeswehr erst nach der Abschaffung der Wehrpflicht aufgetaucht.

AKK erkannte jedoch sofort die Fallgrube, über der die Genossin den Vorschlag errichtet hatte. Dem Vorbild des einen oder anderen AfD-Politikers folgend dachte sie das Projekt deshalb vom Ende her und erkannte: Mit der Wiedereinführung der Wehrpflicht wären einige kaum lösbare Probleme verbunden.

Wehrpflicht für Frauen? Geht ja mal gar nicht!

Wenn man die Wehrpflicht erneut einführen würde, wäre es nicht mehr möglich, hinter diverse „Errungenschaften“ zurückzukehren. Denn AKK und ihre Vorgängerinnen hatten die Bundeswehr auch für Frauen „attraktiv“ gemacht. Nicht nur durch bundeswehreigene Kitas und die Möglichkeit des kostenlosen Erwerbs eine LKW-Führerscheins.

Käme die Wehrpflicht zurück, müsste man sie diesmal auch für junge Frauen einführen. Das aber ginge nun mal gar nicht. Auf die Geschlechter bezogen bedeuten Gleichstellung und Gleichberechtigung in Deutschland bekanntlich grundsätzlich nicht gleiche Pflichten.

Die Feministinnen-Lobby würde AKK in die Gender-Hölle schicken, käme sie auf die Idee, Frauen in die Pflicht zu nehmen. Auch von den Grünen und in deren Schlepptau von ARD, ZDF und den beiden großen Kirchen gäbe es ein bashendes Statement nach dem anderen. Gewiss würde plötzlich manchem Politiker, Journalisten oder Bischof wieder einfallen, dass junge Frauen doch vor allem Mütter sein sollten. Ein Argument, das bei der Frage des Studiums oder der beruflichen Karriere selbstverständlich keine Rolle zu spielen hat.

AfD-Mitgliedschaft müsste Untauglichkeitsgrund werden

Je stärker die Sehbehinderung, umso unwahrscheinlicher die Tauglichkeit. Mitglieder der AfD sind bekanntlich Menschen, die mit zwei rechten Augen durch die Weltgeschichte schielen. Zudem gäbe es eine Vielzahl von Rekruten, deren politische Schwerbehinderung zunächst unentdeckt bliebe. Solche ohne Mitgliedsausweis, die aber dennoch „rechts“ denken und wählen. Eine unkontrollierbare Flut braunen Wassers würde sich in die seit Jahren mit bunten Wattebäuschen geschmückten Rekrutenstuben ergießen.

Ersatzweise könnte man solche demokratiegefährdenden Elemente selbstverständlich zu sozialer Arbeit verpflichten (ähnlich dem früheren Zivildienst). Aber wohin mit dem Abschaum der deutschen Jugend? In Seniorenheime, wo sie den älteren Herrschaften zweifellos täglich ins Ohr flüstern würden: „Eure Eltern hatten recht. Hitler war gar nicht so schlimm!“? In Kitas, wo sie statt frühkindlicher Sexualerziehung spielerisch NS-Eugenik vermitteln würden? Vielleicht gar in die Betreuung von Migrantenkindern? Dann wäre wohl jeden Abend beim Nachzählen eines weniger da…

Deutschland muss verteidigungsunfähig bleiben

Würden Jahr um Jahr wieder zigtausende neue Rekruten ausgebildet, müsste man viele Fahrzeuge (LKW/Panzer) vorher reparieren oder gar neue erwerben. Auch bräuchten wir mehr Handfeuerwaffen; mehr Material also, das irgendwelche Nazis stehlen und bei sich zu Hause im Garten vergraben könnten.

Die Luftwaffe könnte fast keine Rekruten mehr übernehmen. Na ja, vielleicht in der Schreibstube. Aber für PCs oder gar Papier steht auch nur ein geringer Etat zur Verfügung. Folglich eine kaum lösbare Aufgabe. Schließlich kann man nicht den kompletten Jahrgang Rekruten auf die Gorch Fock schicken oder in die Sanitäts- bzw. Musik-Kompanien.

Und überhaupt: Wo soll das Geld herkommen für all diese Anschaffungen, nachdem das Corona-Event schon einen Nachtragshaushalt von über 200 Milliarden Neuverschuldung eingefahren hat?

Freiwilligen-Dienst: „Dein Jahr für Deutschland!“

Jugendliche, die sich für den Dienst entscheiden, sollen in ihrer jeweiligen Heimat eine sechsmonatige militärische Grundausbildung erhalten und anschließend für ein weiteres halbes Jahr heimatnah zu Reservediensten herangezogen werden. – Jugendliche heißt was für AKK? 16, 17 oder 18? In der Heimat sollen sie ausgebildet werden? Also im Schrebergarten zu Hause auf Bierdosen schießen oder mit dem Ausbilder einen BW-Jeep um den Block fahren? Na ja, warten wir mal die offizielle Vorstellung des Projekts ab…

Freiwilligkeit hat aus Sicht der Bundesregierung den großen Vorteil, in Bewerbungsgesprächen nach der Motivation forschen zu können. Sobald in Habitus und Formulierung irgendetwas „zu Deutsches“ in Erscheinung träte, sich jemand als überzeugter Katholik und somit Islamfeind outen oder die Mitgliedschaft in einer verachtenswerten Partei offenbar würde, dürfte BW liebend gern auf das Engagement verzichten.

Zudem wäre „Dein Jahr für Deutschland“ weniger kostenintensiv: Man macht hat ein paar nette Sachen mit den Kids und vermittelt ihnen den Glauben, dass sie nach diesem einen Jahr absolut genug für Deutschland getan hätten. Vermutlich wird es seitens der Ausbilder auch nicht an Empfehlungen mangeln, die im Dienst an der Waffe erworbenen sozialen Kompetenzen nach den zwölf Monaten in anderen demokratiefördernden Projekten (z.B. ANTIFA, BLM, FFF) zu vertiefen.

Generelles Pflichtjahr für alle „Jugendlichen“?

Die Idee des Arbeitsdienstes nimmt wieder Gestalt an. Merkels Zofe ist der Ansicht, alle jungen Menschen sollten zu einem Arbeitsjahr verpflichtet werden. Selbstverständlich in sozialen Einrichtungen oder an anderen systemrelevanten Orten. Vielleicht beim Autobahn-Bau? Wie auch immer: Es sei wichtig, dieses Jahr auch zur politischen Bildung der Heranwachsenden zu nutzen. Wir ahnen schon, was das bedeutet. Früher nannte man das unschön „Umerziehung“.

Gleiches schwebt ihr für die Berufssoldaten und -soldatinnen vor. Auch für diesen Personenkreis sei es an der Zeit, das nationalistische und rassistische Denken aus den Köpfen zu entfernen. Soll heißen:

Schlagt Euch „Schwarz Rot Gold“ aus dem Kopf! Es gibt nur zwei Flaggen, auf die ihr zu schwören habt: 1. Die Europaflagge, die euren Kindern und Enkeln blühende multiethnische Landschaften hinterlassen wird. 2. Die Regenbogen-Fahne, Ausdruck der Segnungen der Gender-ideologie und der unendlichen Toleranz gegenüber allen nicht existierenden Rassen aus jener der alten weißen Männer.

***

Sie lesen gern die Debattenbeiträge und Analysen fernab des Mainstreams, die Ihnen Michael van Laack auf PP bietet? 

Dann können Sie ihn für sein Engagement hier unterstützen:

Paypal

Vorheriger ArtikelEntführt, erschossen – und verleugnet
Nächster ArtikelBildersturm: Ein pervertierter „Anti-Rassismus“ will uns unsere Geschichte rauben
Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.