Philosophia Perennis

Sawsan Chebli hat recht. In Deutschland wird massiv diskriminiert!

Von Autor unbekannt - Beinecke Rare Book & Manuscript Library, Yale University ([1])., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8128045

(Michael van Laack) Nein, ich habe mich nicht an dieser Frau festgebissen! Es ist nicht uns zuzuschreiben, dass sie immer wieder in den Mittelpunkt der Kritik gerät. Zum einen muss sie besseres Deutsch lernen, wenn sie Vorbild für die Millionen noch zu Integrierenden sein will. Zum anderen aber auch, weniger mehrfach Interpretierbares zu formulieren.

Jüngstes Beispiel ist der heutige Tweet. Schon beim ersten Blick auf das Bild lag mir die Frage auf der Zunge: Warum lassen Sie nicht ab und an Ihre Äußerungen lektorieren, Frau Staatssekretärin?

OK, man kann sich darüber streiten, ob man „Heute sind wieder“ oder „Heute wieder sind“ an den Anfang eines Satzes stellt, wobei erstere Variante sich sowohl angenehmer liest als auch den Bezug klarer erkennbar macht. Aber der Punkt nach „wieder“ kommt gar nicht gut. Und „entscheidend darüber“ auch nicht. Ich sage ja immer: „Entscheidend für“ das Gelingen der Integration ist die Beherrschung der Sprache des Aufnahme-Landes. Mag Frau Chebli anders sehen…

Mir wird ja auch ab und an vorgeworfen, ich würde mich angreifbar machen, wenn ich in meinen Texten auf PP Rechtschreibfehler unerkannt durchlaufen ließe. Allerdings sind das dann oft Texte zwischen 4.000 und 10.000 Zeichen!

Dennoch: Frau Chebli hat recht!

Herkunft, Hautfarbe und Religion sind entscheidend. Als orthodoxer Ukrainer oder US-Amerikaner ist man im Deutschland 2020 gleich verdächtig. Zu christlich oder eben ein Trump-Rassist.

Auch bei der Hautfarbe wird es problematisch, vor allem in Verbindung mit dem Geburtsdatum. Als alter weißer Mann bekommt man kaum mehr eine Tischreservierung im Restaurant. Eine Halle mieten? Sollte man erst gar nicht versuchen. Und wenn jemand dem Arbeitgeber den Hinweis gibt, man sei Unterstützer der Kampforganisation für die alten weißen Männer – die AfD – ist man auch ganz schnell den Job los.

Auch die Religion wird in Deutschland immer problematischer. Als Christ ist man pauschal dem Verdacht ausgesetzt, Islamfeind zu sein. Es sei denn man bekennt sich zum „Synodalen Weg“ der katholischen Kirche oder likt die Seiten der EKD bzw. des ZdK und kommentiert dort unzweifelhaft bunt.

Eine Allianz gegen den Hass?

Als konservativer Katholik hat man komplett die Arschkarte gezogen. Denn als solcher ist man Abtreibungsfeind, Frauenfeind, Islamfeind, Homofeind und somit Demokratiefeind. Ein Nazi eben!

Also, ich wäre sofort dabei, Frau Chebli! Freilich nur, wenn Sie und Ihre Mitstreiter(innen) den Hass auf Menschen aus bestimmten Herkunftsländern, weißer Hautfarbe oder christlicher Konfession aufgäben. Da ich davon ausgehen darf, dass Sie über diese Hürde nicht zu springen bereit sein werden, bleibt mir nichts anderes übrig, als Ihre Aussagen weiterhin als das zu bezeichnen, was sie sind: Dämlich und teilweise wahrheitswidrig!

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