(Michael van Laack) Petitionen gibt es wie Sand am Meer. Jeder Depp kann heute Unterschriften sammeln. Für den Rechtsanspruch von Stadtratten auf kostenlose Ernährung oder die Rettung des lilagepirschten Goldfischs aus vollgelaufenen Autobahn-Schlaglöchern. – Es gibt Firmen, deren Betreiber ihr Geld damit verdienen, dass der meinungsvielfältige Bürger sich ständig neue Anliegen ausdenkt, für deren Erfüllung er Unterschriften sammeln kann. Die Offenbacher Petition zur Änderung des Straßennamens hat allerdings eine ganz neue Qualität.

Felix Sauer lautet der Name des Offenbachers, der sich vor einigen Tagen vermutlich dachte: Der Rapper „Haftbefehl“ hat vor ein paar Tagen nach langer Schaffenspause sein neues Album rausgebracht. Titel: „Das weiße Album“. Klingt übel rassistisch, auch die ersten Kritiken waren wenig erfreulich, nicht zuletzt wegen eines „frauenfeindlichen“ Videos, obwohl (oder vielleicht auch genau deshalb) dieses nur ein realistisches Bild auf den Drogenkonsum in der „Party-Szene“ und die Bereitschaft vieler „Mädels“ wirft, sich täglich von anderen Amateur-Zuhältern beglücken zu lassen. Wie auch immer: Nun gilt es, den asozialen Gangster-Rapper zu promoten, um die Zweifler zu besänftigen.

Aykut Anhan als Ersatz für den „Rassisten“ Bismarck?

Die Bismarck-Straße in Offenbach sollte nach ihm benannt werden denn: „Otto von Bismarck hat mit der von ihm in Berlin organisierten Kongokonferenz die Kolonisierung Afrikas organisiert und ist damit für das Leid und die Ermordung von Millionen von Menschen (mit)verantwortlich.“

Deshalb sei die Straße entweder nach dem Rapper oder einem unbedeutenden Ex-Fußballer zu benennen. Erwin Kostedde können wir allerdings getrost vernachlässigen. Er wurde nur vorgeschlagen, um die Botschaft des linken Mainstreams glaubwürdiger zu inszenieren.

Nach den Namen von Lebenden soll keine Straße benannt werden. Das weiß vermutlich auch der Fan (und Freund?) des Rappers, weshalb er in seiner Petition fordert, die Bismarck-Straße in „Haftbefehl“-Straße umzubenennen, um so einem großen Sohn der Stadt Offenbach Ehre zu erwiesen und  den „Posterboy der AfD“ aus dem Gedächtnis der Bürger seiner Stadt – möglichst aus dem aller Deutscher – zu tilgen.

Erhöht kriminelle Karriere Chance auf Straßennamen?

Dass „Universal Music“ gern muslimische Rapper unter Vertrag nimmt, die antisemitische oder frauenfeindliche Texte produzieren, ist hinlänglich bekannt. Dieser hier aber ist ein ganz besonderer Typ. Der Schutzpatron auch jenes multikulti-kriminellen Abschaums, der am vergangenen Wochenende in Stuttgart „Party“ feierte.

Was wird man ohne Schulabschluss? Grünen-Politiker oder Drogendealer! Aykut Anhan entschied sich für Letzteres. Nach diversen Jugendstrafen gab es einen richtigen Haftbefehl. Daraufhin floh der seinerzeit Kriminelle, der Bismarcks Namen auf einem Straßenschild ersetzen soll, erst einmal mit seinem Bruder in die Türkei und später in die Niederlande. Da soll man ja auch gut Drogen verticken können.

„Ticke Kokain an die Juden von der Börse“

Texte wie dieser haben selbstverständlich nichts mit Antisemitismus zu tun, denn sie flossen aus dem Mund des Anhängers der barmherzigsten Religion, die Deutschland je mit ihrer Anwesenheit beglückt hat. Auch seine PLO-Nähe ist Zeichen für eine antirassistische Grundhaltung. Denn schließlich erklärte der Sänger auch mal, dass er „eigentlich auch wirklich gar nicht so richtig was gegen die Juden“ hätte. Er fände halt nur voll Scheiße, dass es den Staat Israel gibt.

All das war bekannt, bevor der Langenscheidt-Verlag Ayut Anhan zu unverdientem Ruhm verhalf, indem er den häufig in seinen Texten verwendeten Begriff „Babo“ (Vater, Chef) 2013 zum Jugendwort des Jahres erklärte. Jugendliche, die sich dieses Wortes nicht regelmäßig bedienten, dürften der Verlaga-Jury schon damals suspekt gewesen sein. Vermutlich Rassisten!

Vorbildliche Songtitel

„Azzlack Motherfuck“, oder „Crackfurt“. So sind zwei Songs von „Haftbefehl“ benannt. Vielleicht finden sich ja in Offenbach noch zwei Straßen, die die Namen von Rassisten tragen. Die könnte man dann ja nach den Songs des antisemitischen und ehemals(?) kriminellen Rappers benennen. Hugo Eberhardt und Ferdinand von Schill sollen bei den Linksfaschisten in der Stadt kein sonderlich hohes Ansehen genießen. Vielleicht könnte man deren Straßennamen tilgen und entsprechend aufwerten. Crackfurt-Straße z.B. liest sich fast schon unauffällig.

Oder „CopKKKilla“ als Gegengewicht. Ich lese schon die Schlagzeile: „Offenbachs OB setzt ein Zeichen gegen Polizeigewalt: Auf dieser Straße haben meine Beamten in Zukunft nichts mehr verloren. Ich wünsche mir, dass unser Handeln Schule macht. Mit bundesweut kommunal geschaffenen No-Go-Areas können wir den Rechten die Argumente zu rechtsfreien Räumen nehmen.“ Also frisch ans Werk! Damit in Offenbach niemand mehr „Depressionen im Ghetto“ bekommt, muss Bismarck weg!

Irritierende Reaktionen

Dass die Linkspartei im Rat der Stadt diesen Vorschlag gutheißen würde, durfte man erwarten.  Dass von anderen Kommunalpolitikern keine Reaktion kam, die sich ansonsten gern 30 Minuten beim Gespräch mit der Lokalredaktion empören, weil das Husten eines AfD-Abgeordneten ihren Redefluss unterbrochen habe, überrascht schon.

Kaum jemand wagt mehr, solche Vorschläge als das zu bezeichnen, was sie sind: Dumm, arrogant, bar jeglichen Zugangs zur Geschichte. Nicht einmal der Oberbürgermeister der Stadt Offenbach. Statt zu sagen: „Der Herr Sauer macht einen vollkommen absurden Vorschlag!“, eiert er herum und will jetzt von einer Historiker-Kommission prüfen lassen, ob Bismarck wirklich so schlimm war, wie Sauer behauptet.

„Als in Bristol ein Denkmal gestürzt wurde, fand ich das eine super Sache.“ sagte Sauer neulich. Vielleicht sind die meisten Politiker der Stadt ja einfach auch nur feige und ehrlose Charaktere, die fürchten, sie selbst könnten bald vom Sockel gestoßen werden von der linksfaschistischen „Black Lives Matter“-Brut, wenn sie nicht artig Männchen machen. Einzig FDP und AfD in Offenbach haben sich kritisch geäußert. Aber deren Stimmen werden medial kaum beachtet. Kritische Journalistenstimmen? Fehlanzeige? Linksgrünversifftes Pack hält halt immer zusammen!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.