Von Emilio Esbardo - http://www.ilnuovoberlinese.com/attentato-di-berlino-una-tragedia-internazionale-il-nostro-resoconto/, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=54650111

Causa Yaghoobifarah: Gehören auch für Merkel Polizisten auf den Müll?

Tag um Tag verachte ich diese Kanzlerin mehr!

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(Michael van Laack) Absurdistan in Berlin! Mit großem Entsetzen hat Angela Merkel – die sich bei jeder Gelegenheit als letzte Verteidigerin der freien Welt geriert- auf Innenminister Seehofers Ankündigung reagiert, Anzeige erstatten zu wollen wegen diverser Inhalte des taz-Artikels „All Cops are berufsunfähig“ der bestintegrierten Autorin Hengameh Yaghoobifarah.

Deshalb bestellte sie den jederzeit zum Meinungsaustausch oder besser zum Austausch seiner Meinung bereiten ehemaligen Ministerpräidenten Bayerns gestern Abend ein, um einmal mehr ihre Richtlinienkompetenz zu missbrauchen und den Innenminister von einer Strafanzeige abzubringen. Augenscheinlich mit Erfolg!

Zwar unterstützte die Unionsfraktion Seehofers Ansinnen, aber wer ist schon die Unionsfraktion… Für Angela Merkel nur ein notwendiges Übel, um im Bundestag Koalitions-Demokratie spielen zu können.

Viel wichtiger ist ihr gewiss das Urteil des Presserates. Dieser zeigte sich entsetzt über Seehofers Absicht, antifaschistischen Journalisten das Recht zu nehmen, allen deutschen Polizisten schwerste Verletzungen zu wünschen, um sie anschließend geräuschlos auf der Mülldeponie entsorgen zu können. Der Kampf gegen den Rassismus fordere bekanntlich von jedem hohe Opferbereitschaft!

Pressefreiheit ist nicht Staatszersetzungsfreiheit

Angela Merkel fürchtet um den schon sicher geglaubten Sieg über die „AfD-Nazis“, diese „zutiefst nationalsozialistische Partei“, das „asoziale rechte Gesocks“, den „braunen Sumpf“. Die Ereignisse von Stuttgart waren für sie Super-GAU genug, weshalb sie all ihre noch verbliebene Autorität in die Waagschale geworfen hat, um von oben nach unten durch die Institutionen und Medien das Wording von der „Party- und Spaßszene“ zu drücken, der in Stuttgart einfach nur langweilig war ohne Drogen.

Kaum schien ihr das halbwegs gelungen, kam die Hiobsbotschaft, dass der Verfassungsschutzbericht 2019 einen Anstieg linksradikaler Straftaten ausweise. Dazu dann noch Seehofers Bedenken, pauschal alle Mitglieder des unter Beobachtung stehenden Flügels und der „Jungen Alternative“ als Rechtsradikale in die Statistik aufzunehmen.

Merkel spricht drei Machtworte

Machtwort 1 – wie oben schon erwähnt: Partygäste haben geplündert und Polizisten verletzt, das hat nichts mit politischen oder religiösen Gruppen und deren Sicht auf die deutsche Polizei zu tun. Wir brauchen stattdessen mehr Sozialarbeiter und mehr Perspektiven für die „jungen Männer“.

Machtwort 2 – Die Kanzlerin stellt sich schützend vor Haldenwang, der – nachdem er mit Erschrecken den Anstieg der Straftaten links sehen musste – die brillante Idee hatte, alle AfD-Mitglieder, die dem Flügel und der Jugendorganisation der Partei zuzurechnen sind, zur Zahl der Rechtsradikalen zu addieren, damit die Rechnung wieder stimmt.

Machtwort 3 – Merkel unterstützt Hengameh Yaghoobifarahs Sicht auf die Polizei. Deshalb darf es auf keinen Fall zu einer Anzeige kommen. Zumal die taz-Kolumnistinnen bestens in linksradikalen Milieus vernetzt ist. Wer weiß, was da alles nachkommen könnte, wenn man denen die Zähne zeigt!

Exekutive: Die größte Gefahr für Merkels Demokratie!

Die Polizei sollte aufgelöst werden und die Beamten als Hilfsarbeiter eingesetzt werden. Denn für Positionen in Verantwortung kämen sie nicht infrage.

Yaghoobifarah Vorschlag: „Spontan fällt mir nur eine geeignete Option ein: die Mülldeponie. Nicht als Müllmenschen mit Schlüsseln zu Häusern, sondern auf der Halde, wo sie wirklich nur von Abfall umgeben sind. Unter ihresgleichen fühlen sie sich bestimmt auch selber am wohlsten.“

Darüber hatten sich viele Menschen empört, vor allem der Innenminister, in dessen Ressort die Polizei fällt. Seiner Ankündigung zur Strafanzeige folgte nun nach dem Gespräch mit Merkel die vorläufige Absage. Einmal mehr hat der Innenminister gezeigt (nach dem Kurswechsel in der Frage der Grenzsicherung und der Causa Maaßen), dass er den Begriff Rückgrat im Fremdwörterbuch nachzuschlagen vergessen hat.

Merkel offenbart einmal mehr ihre Demokratieverachtung

Europäisches Recht interessiert die Kanzlerin spätestens seit der Flüchtlingswelle nur noch dann, wenn es in ihrem Interesse liegt, sich daran zu halten. Gezielt fährt sie Desinformationskampagnen (Hetzjagd in Chemnitz oder Partyrandalierer in Stuttgart).

Maaßen ließ sie „liquidieren“, weil er auf alle radikalen Strömungen schaute. Kemmerich ließ sie abwählen, weil sie einen linken MP an der Spitze des Bundeslandes nicht verlieren wollte. Und nun tanzt sie auf der Strafvereitelungs-Linie, weil sie im Kampf gegen Rechts jeden Linksradikalen braucht, vor allem in den Medien. Tag um Tag verachte ich diese Kanzlerin mehr!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.