(Michael van Laack) „Widerstand2020“ gegen die Corona-Restriktionen sieht anders aus, oder? Da müssen die Deutschland bereichernden Migranten, BLM-Aktivisten und jungen weißen ANTIFA-Kämpfer, die zusammen mit ca. 800 Menschen eine Hochhaussiedlung in Göttingen bewohnen und unter Quarantäne gestellt wurden, einiges missverstanden haben. Eisenstangen und Möbelteile flogen aus den Fenstern und verletzten mehrere Polizisten.

Ganz genau weiß niemand, wie viele Menschen im Komplex wohnen 800? 900? Knapp über 1.100? Das sind alles nur Schätzungen, ausgehend von der Zahl freiwilliger Besucher des Einwohnermeldeamtes. Schließlich ist seit Merkels großherziger Grenzöffnung auch gar nicht mehr so wichtig, wie viele Menschen in Deutschland leben und wo sie sich aufhalten.

Wichtig ist nur, den Mythos vom Migranten oder Asylanten aufrechtzuhalten, der Deutschland voranbringen will, weil die alten weißen Männer so sehr mit ihren Theorien vom großen Austausch beschäftigt sind, dass sie über ihr Simulieren und Sinnieren das Arbeiten vergessen haben.

Quarantäne-Maßnahmen zu hart?

In den Qualitätsmedien auf Seiten aller Islam- und Kriminellen-Versteher konnte man an der Berichterstattung nicht mehr vorbei. Zu groß war dieses Ereignis, als dass der ansonsten routinemäßig gedrückte Igno-Knopf sein „Mantel des Schweigens“-Werk hätte vollbringen können.

Na gut, dann eben anders, dachten sich manche Sender und politisch interessierte Privatpersonen. Wenn die nicht von Biodeutschen ausgehende Gewalt nun schon einmal abgefilmt ist, muss man eben die Verantwortung bei anderen suchen.

Migranten nix schuld, alte weiße Männer schuld!

So entstand bei manchen Kommentatoren plötzlich Verständnis dafür, dass die Bewohner nicht einverstanden waren mit der Quarantäne. Deutschlands Zukunft gestaltende sechsköpfige Familien wohnen auf 39 Quadratmetern. Und die Polizei sei auch viel zu restriktiv vorgegangen. Härter, als bei Mai-Kundgebungen der Merkeljugend in Hamburger oder Berliner Stadteilen üblich.

Während friedliche Demos liberalkonservativer oder sonstiger nicht-linker Veranstalter durchgängig als Angriffe Rechtsradikaler auf das nicht existierende „System Merkel“ beschrieben werden, haben die Leitmedien sich diesmal auf Dokumentation beschränkt. Selten konkrete Angaben über die Zahl der verletzten Polizisten. Keine Berichte über Festnahmen. Bei den armen Migranten habe sich sooo viel Wut aufgestaut wegen der Enge, hört man ab und an entschuldigend.

Unfassbar, oder? Schließlich hatte man ihnen vor Reiseantritt doch versprochen, jede Familie bekäme eine Villa inkl. des dazugehörigen Hausstands in Gestalt biodeutscher christlicher Diener.

Polizei und Vermieter tun mir irgendwie leid!

Gespannt darf man auf den Nachgang zum „Vorfall“ sein. Für wen wird die Mini-Revolution Konsequenzen haben?

Mein Tipp: Für den Eigentümer der Hochhaussiedlung, für die Einsatzleitung der Polizei und für Politiker, die nicht RRG angehören. Eventuell auch noch für den Reporter oder Journalisten der „Triple R-Medien“ (Raute, Relotius, Rosenberg), der sich als erster durchgerungen hatte, in Bild, Ton oder Schrift über den Vorgang zu berichten!

Die Moral von der Geschicht’…

Es wird wortreiche Entschuldigungen bei den zu Unrecht in ihrer Freiheit beschnittenen Hausbewohnern geben, man wird neue, geräumigere Objekte für die erzürnten Familienoberhäupter und ihren zahlreichen Anhang freiziehen. Dann wird die Fassade ein wenig saniert und innen ein paar Eimer Farbe verschüttet. Und schon kommen die Nächsten, denen von der Ausländerbehörde oder dem Sozialamt per Gesetz eine Wohnung zugewiesen werden muss.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.