(Michael van Laack) „Facebook sperrt Trump-Wahlkampfanzeigen mit NS-ähnlichem Symbol„, titelte gestern (19.06.20) die semi-seriöse „Welt“. Auch die Tageschau zeigte sich begeistert, dass endlich mal ein Global Player dem „rassistischen“ US-Präsidenten und den Machern der perfiden Postings seines Wahlkampf-Teams die Grenzen aufgezeigt habe. Aus deutscher Sicht also haben Zuckerberg und seine mit Verve „unsere Demokratie“ fördernden Mitstreiter alles richtig gemacht! Wenn auch ziemlich spät, denn das Posting hatte in der Addition mehrerer Profile bereits über 1,5 Millionen Klicks erreicht, bevor es aus dem Verkehr gezogen wurde.

Was war geschehen? Zu den Plünderungen und Brandschatzungen afro-amerikanischer Horden und deren Aufwiegelung zur Gewalt durch junge weiße ANTIFA-Männer sowie Gouverneure und Senatoren aus Obamas und Clintons linksgrüner neo-faschistischer Partei (die sich zur Irreführung der tumben Massen „Demokraten“ nennt) hatte Trumps Team in einem Facebook-Tweet Stellung bezogen. U.a. auf den FB-Seiten des Präsidenten, seines Stellvertreters Pence, des Heimatschutz-Ministeriums und diverser Ministerien war das Posting erschienen:

Eine Provokation? Zweifellos!

Die Nation wurde aufgefordert, ein Zeichen zu setzen gegen die unsägliche Gewalt auf den Straßen, ausgelöst durch den Tod des Kriminellen George Floyd bei einem Polizei-Einsatz. Die Botschaft lautete: Teilt und kommentiert dieses Posting! Setzt ggf. darüber hinaus ein eigenes Statement gegen die ANTIFA, die im übertragenen Sinn die Mehrheit der Bevölkerung als politische Gefangene einer linksradikalen Ideologie in Geiselhaft nehmen wolle, um die eigenen subversiven Ziele durchzusetzen.

Symbol für politische Gefangene

Man muss nicht drumherum reden! Das gewählte Symbol ähnelt jenem, dass die Nationalsozialisten zur Kennzeichnung politischer Gefangener verwendet haben. Doch der tiefere Sinn dieser Bildbotschaft war und bleibt ein anderer: ANTIFA USA ist eine linksfaschistische Organisation, die sich der Rassenproblematik in den USA bedient, um mittels ihrer willigen Vollstrecker – der „demokratischen Partei“ – zuerst den Präsidenten und dann die Verfassung zu stürzen. Durch das Teilen dieses Postings sollte ein Zeichen der Solidarität mit Trump gesetzt werden. Wer sich beteiligte, erklärte sich nicht nur innerstaatlich loyal mit dem Präsidenten und unterstützte seine Absicht, die ANTIFA USA zu einer Terror-Organisation hochzustufen.

Nein, jeder Klick und jedes Teilen aollte auch als Zeichen über den großen Teich gesendet werden. Vor allem dorthin, wo man systematisch Halb- und Unwahres über die Administration des Präsidenten verbreitet. Auch nach Deutschland, wo man sich gern schwertut, Zeichen zu erkennen. Siehe z.B. die Rückzugsankündigung der US-Truppen.

Der Mensch denkt, der Bot lenkt?

Bei Facebook kam dieses Posting nicht gut an. Ein übler Verstoß gegen die Gemeinschaftsstandards sei das. Die Bots – eigentlich darauf programmiert, alles aus dem Verkehr zu ziehen, was auch nur ansatzweise nach rechts riecht in Bild und Schrift – reagierten nicht. Dafür gibt es allerdings eine einfache Erklärung: Die Seiten der US-Regierung genießen wie andere Regierungs- und Organisationsseiten Human-Betreuung. Soll heißen, jedes Posting wird händisch geprüft. Daraus dürfen wir schließen: Die Prüfer fanden nichts Anstössiges an diesen Postings.

Dann aber fiel wohl jemandem aus Zuckerbergs Führungskreis auf – vielleicht hatte es diesem auch ein „sachkundiger Bürger“ gesteckt – das ein Symbol verwendet wurde, welches zur Zeit der Non-Vogelschiss-Periode u.a. Kommunisten tragen mussten:

Das ging ja nun mal gar nicht! Ein rotes auf dem Kopf stehendes Dreieck? Jedes Kind weiß doch, was das bedeutet! Das gibt es doch sonst nirgendwo, oder? OK, ein Emoj bei Twitter sieht auch so aus, aber das hat ja nichts mit Facebook und somit nichts mit nichts zu tun.

Was man wissen muss: Für Linke gelten als politisch Verfolgte bzw. Inhaftierte nur andere Linke. Nicht-Linke, die von Linken ins Gefängnis gesperrt werden, sind einfach nur Verbrecher, die ihre Strafe verdient haben. Linke, Schwarze und Muslime, die im Gefängnis sitzen, werden selbstverständlich fast aus „rassistischen“ oder „ideologischen“ Gründen dorthin verbracht. Entsprechend dem Weltbild aller ANTIFA-Demokraten haben sie nur deshalb einen Supermarkt in Brand gesteckt oder einen Menschen erschossen, weil ihre politische Überzeugung das so verlangt und die Welt auf anderem Weg nicht gerechter gemacht werden kann. Basta!

Dieser Auffassung hat sich augenscheinlich auch Facebook angeschlossen. Die Replik aus Trumps „War Room“ an Brandy Zadrozny und andere US-amerikanische Zeckenbisse dürfte deshalb auf blinde Augen und taube Ohren stossen.

Ja, OK – dass dieses Bild überall auf FB verbreitet wurde, ist vemutlich versehentlich in knapp drei Millionen Einzelfällen übersehen worden. Kann vorkommen!

Wenn „Selfmade“-Miiliardär Zuckerberg wirklich so sensibel ist und das auf der Spitze stehende rote Dreieck als übles Zeichen einstufen lässt mit den Worten: „Wir erlauben keine Symbole, die hasserfüllte Organisationen oder hasserfüllte Ideologien repräsentieren, wenn sie nicht mit Kontext oder einer Verurteilung verbunden sind“, darf man schon die ein oder andere Frage fragen.

Z.B., warum der französischen ANTIFA seit Jahren erlaubt wird, auf ihren Seiten Haß zu säen. So erst wieder vorgestern. als einmal mehr in einem Posting dazu aufgefordert wurde, Polizeifahrzeuge mit Beamten darin abzufackeln.

Vielleicht wissen die Bots auch nicht, welche Bedeutung „Keuf“ hat, weil Zuckerberg und Kollegen Französisch nur anders können. OK, akzeptieren wir einfach diese mögliche Ausrede, obwohl die Grafik auf zahlreichen ANTIFA-Seiten in verschiedenen Sprachen zu finden ist.

Englisch sollten Amerikaner dann aber doch verstehen. Und den Hass, den dieses Bild beinhaltet, sollten linkslastige Algorithmen – die schließlich auch uns minderwichtige liberalkonservative Blogger und FB-Multiplikatoren immer wieder gnadenlos mit Sperren für Kritik an Merkel, der ditib oder anderen barmherzigen Personen und Institutionen belegen – mühelos erkennen können! In diesem Fall wäre es zudem klug gewesen, neben dem Bot auch einen „Human Analyzer“ über das Posting lesen und den Wahrheitsgehalt prüfen zu lassen.

Denn die Geschichte unter dem Bild ist frei erfunden. Sie findet sich außerhalb von ANTIFA-Tweets in keiner der regionalen Zeitungen und in keinem Polizeibericht. Vorbild für das T-Shirt, dass der holde Knabe trägt, war übrigens dieses hier!

Dass die Geschichte über Huddelston und seinen Zwillingsbruder – denen Haß so fremd zu sein scheint wie Zuckerberg & Co. Neutralität wichtig – mittlerweile über mehr als ein Dutzend reichweitenstarker ANTIFA-Seiten geteilt werden konnte, erstaunt vermutlich nur Rassisten wie die Trump-Administration und Chebli-Versteher wie mich! Denn wir glauben selbstverständlich noch an das Gute in den Algorithmen-Programmierern und Löschzentren-Mitarbeitern.

Zum Schluß Hand aufs Herz! Eigentlich ist der Typ da oben doch ein Netter. Merkel, Maas und Steinmeier dürfte er so sympathisch sein, wie den Haltungs-Journalisten von ARD, ZDF, Springer & Co. Denn an Negativbeispielen wie ihm lässt sich die Unterstellung festmachen: So sind alle Republikaner. Bald stehen Wahlen vor der Tür. Deren Ausgang ist ungewiss. Da macht es Sinn, wenn Profile wie „Eugene Antifa“ Fake-News verbreiten, den Haß auf Trump zu kanalisieren und ggf. in gewalttätige Akte gegen seine Person münden lassen.

Zudem würde sich in den Staaten niemand finden lassen, der bei Bedarf ein unverzeihliches Ergebnis rückgängig machen könnte. So dürften bunte und antirassistische Pendants zu diesem Waffenfreund ganz nach dem Geschmack unserer Ministerpräsidenten meuchelnden Kanzlerin sein. Wohl auch deshalb ist ANTIFA USA für Facebook eher ein Freund denn ein Problemkind.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.