(Michael van Laack) Zweifellos ist es sinnvoll und notwendig, sich mit der Geschichte zu befassen und aus ihr zu lernen. Im Kreis Wesel allerdings scheinen die eher Lenin und Che Guevara als Willy Brandt und Helmut Schmidt zugewandten Parteien links der ohnehin schon nach Links gerückten Mitte kaum etwas gelernt zu haben aus der Diskreditierung der Sozialdemokraten und Kommunisten durch die NSDAP. Präziser: Gelernt haben sie lediglich, die Methoden der braunen Partei aus den Jahren vor 1933 zu kopieren. Mit Blick auf Ereignisse im ganzen Bundesgebiet bedauerlicherweise auch nicht selten erfolgreich.

Gelernt haben sie auch noch, sich als Demokraten zu bezeichnen, obwohl Hass auf alle sie bestimmt, die nicht so denken und leben, wie man es als Anständiger und Aufrichtiger zu tun hat. Zudem sind sie erfüllt von Hass auf alles Konservative und Liberale. Hass auf jene, die das Wort „Vaterland“ nicht verächtlich aussprechen, die den Islam nicht für das bessere Christentum und die DDR nicht für die demokratischere und deshalb zu Unrecht geschmähte Republik halten. Es gilt, die AfD auszulöschen. Ihre Mandatsträger, Mitglieder und Wähler sind verächtlich zu machen, aus der Gemeinschaft der „Buntgenossen“ auszustoßen.

Einstmals christlich-konservative „Rheinische Post“

Und so findet sich auch kein Wort der Kritik zum schändlichen Gebaren der SPD, Grünen, Linken und der Gewerkschaft ver.di am gestrigen Sonntag im zum Kreis Wesel gehörenden Rheinberg. Nicht sonderlich verwunderlich, denn der „Völkische Beobachter“ hat auch vor der sogenannten „Machtergreifung“ (Hitlers Ernennung zum Reichskanzler durch Reichspräsident von Hindenburg) niemals Kritik an der NSDAP geübt, sondern wohlwollend ihre demokratiefeindlichen Akte lobend bis maximal neutral beschrieben.

Im Kreis Wesel mussten wir in den vergangenen Monaten ja schon manches sehen, was jeden wirklichen Demokraten besorgt macht. Der Wirt des renommierten Restaurants „Kaiserhof“ in Wesel-Stadt wurde so lange bedrängt von Politik, Medien und durch diese beiden Gewalten autorisierte „besorgte Bürger“, bis er der AfD Hausverbot erteilte; eine Wirtin in Voerde wurde „veranlasst“, sich öffentlich per Video dafür zu entschuldigen, dass die AfD-Nazis in ihren Räumlichkeiten eine Veranstaltung abgehalten hatten. Zuletzt riefen dann auch noch die Grünen in Dinslaken die Bürger ihrer Stadt dazu auf, eine später aus Sicherheitsgründen durch die AfD selbst abgesagte Veranstaltung zu verhindern oder zumindest massiv zu stören.

„Haut ab! Wir Demokraten stehen zusammen!“

„Rheinberg und Orsoy sind bunt!“ Als der anwesende Reporter der Rheinischen Post dies auf einem Plakat las, wurde ihm gewiss gleich warm in der Brustmitte. Bis auf die eiskalte Ecke in seinem links schlagenden Herzen selbstverständlich, in der Hass und Verachtung für die AfD bis in alle Ewigkeit eingelagert bleiben soll wie es sich für jedes gesunde Demokraten-Herz gehört

Einige Demonstranten hätten sich mit Vertretern der AfD kurze Wortgefechte geliefert, berichtet der neutrale Schreiberling weiter. Damit meint er vermutlich freundliche Ortwechsel-Hinweise wie „Verpisst Euch, Ihr Drecks-Rassisten!“ oder die Diät-Empfehlung: „Den Nazis kein Brot“. Auch „Scheiße, nicht getroffen!“ nach einem erfolglosen Anspuck-Versuch ist eine sehr beliebte Phrase im Dialog mit AfDlern. Nicht nur auf den Gängen des Deutschen Bundestages. „Halts Maul, Du Nazischwein!“ wird bei Versuchen, ins Gespräch zu kommen, auch ganz gern genommen von den Generationen „Willkommens-Kinder“ und „Omas gegen Rechts“.

Kreisverband tagte zur Kommunalwahl im Herbst

Schlimm genug, dass der Wirt des ortsansässigen „Kamper Hof“ sich von der linksgrünen Demokratie-Einheitsfront im Vorfeld nicht hat einschüchtern lassen. Folglich musste man selbst ran, denn als lupenreine Demokraten konnten die genannten Parteien und Gewerkschaften einen so ungeheuerlichen und zutiefst verfassungsfeindlichen Vorgang selbstverständlich nicht widerstandslos durchwinken. Unbändiger Zorn durchflutete die ANTIFAschistischen Seelen.

Denn: Welche Parteien zu Wahlen antreten dürfen, glauben auch im Kreis Wesel die Guten (weil Linken) im Namen aller Bürger bestimmen zu dürfen. Die AfD sollte im neuen Deutschland eigentlich gar nicht das Recht haben, sich zu versammeln; geschweige denn, an Wahlen aktiv teilzunehmen. Und wo sie doch gewählt wird, muss man halt andere Steuerungs-Maßnahmen ergreifen, wie weiter unten beschreiben wird.

Nazis filmen aufrechte Demokraten

Entsetzen schwingt durch diese Zeilen des Berichts der Rheinischen Post. Ein unfassbarer Vorgang! Da wagten es diese Rassisten und Vertreter des „parlamentarischen Arms der rechten Szene“ in Deutschland tatsächlich, die Beleidigungen und aggressiven Gesten der aufrechten Demokraten zu filmen. Fast wie die Stasi, oder? Fraglos ein weiteres Zeichen für die Demokratiefeindlichkeit der AfD-Mitglieder, dass sie sich nicht klaglos behindern und beleidigen lassen. Erstaunlich, dass der Autor des Artikels nicht empfahl, die Fotografierenden mit Namen und Adressen umgehend auf ANTIFA-Listen setzen und CORRECTIV zu bitten, die Facebook- und Twitter-Accounts dieser Subjekte löschen zu lassen.

Schwärzt AfDler an, wo ihr nur könnt

Zeigen wir Haltung gegen Rechts. „Im Alltag, im Beruf, in der Familie, in den Vereinen“, sagt Angelika von Speicher vom Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“. Was sie damit meint ist klar: Verhindert und stört Veranstaltungen der AfD; schwärzt bei Euren vorgesetzten Arbeitskollegen an, die mal was Positives zu AfD-Positionen gesagt haben; duldet in Euren Vereinen niemanden, der dem Buntheitsgebot widerspricht; spaltet Eure Familien in Gut und Böse, postet notfalls im Internet nachteiliges über Eure Eltern oder andere Verwandte, wie einst die Hitlerjungen ihre Eltern anschwärzten, die SPD wählten.

Und – so resümierte die mutige Kämpferin für „unsere“ Demokratie: „Man kann unzufrieden sein mit so einigen Dingen in unserem Land, aber deswegen muss man keine rechtsextreme Partei wählen.“

Stimmt Frau von Speicher, aber linksextreme auch nicht, oder? Deshalb: Weder NPD noch DVU, weder SPD, Grüne oder Linkspartei – Wenn‘s ums Geld geht: Sparkasse. Wenn’s um Demokratie geht, AfD.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.