(Michael van Laack) Wäre es nicht so dramatisch mit Blick auf die Zukunft unseres Landes, würde ein Kopfschütteln verbunden mit kurzem leisen Lachen ausreichen. Deutschlands Außenminister – die Person, die Deutschlands Interessen in aller Welt vertreten soll – stimmt in die „Black Lives Matter“-Gesänge der US-amerikanischen Linksfront ein.

Zehntausende Rechtsextremisten würden ihre Tagesfreizeit dafür einsetzen, Schwarze in unserem Land zu diskrminieren und Juden zu verfolgen. So erweckt er den Eindruck, in der Republik sei der Wahrnehmung seiner Rechte benommen und seines Lebens nicht mehr sicher, wer keine weiße Haut am Körper trage und unbeschnitten sei.

Rassisten und Rechte, wohin man in Deutschland schaut

Zunächst wollte ich diesen Artikel unter die Rubrik „Tweet des Tages“ stellen, aber da er ein Un-Tweet ist, habe ich mich anders entschieden. Zunehmend zeichnen Regierungsmitglieder ein dunkles Bild von Deutschland. Was haben wir in den vergangenen Jahren nicht alles an Kritik lesen müssen:

Da gibt es die bösen Verhinderer und Gegner illegaler Grenzübertritte und solche, die nicht nachvollziehen können, dass wir unsere Grenzen zwar gegen Corona, nicht aber gegen Flüchtlingswellen schützen können.

Auch Christen wettern gegen den Propheten

Da gibt es Christen in unserem Land, welche die Unverschämtheit besitzen, darauf hinzuweisen, dass der Islam eine Religion ist, die überall dort, wo sie herrscht, andere unterdrückt, inhaftiert und tötet. Die sogar 50% der eigenen Bevölkerung – die Frauen – als Bürger zweiter Klasse behandelt, knapp über den Haustieren.

Andere „Nazis“ besitzen sogar die Frechheit, Asylanten und Migranten zu kriminalisieren, nur weil sie prozentual mit Blick auf den Bevölkerungsanteil in weitaus höherem Maß schwere Straftaten begehen und westliche Frauen mit ihrem Kulturverständnis beglücken wollen.

Ku Klux Klan Germany ante portas?

Und nun identifiziert Heiko Maas in seinem heutigen Tweet eine neue Bedrohung für „unsere“ Demokratie: Jene finsteren Gestalten, die sich für Deutschland Verhältnisse wünschten, wie sie in den USA vor der durch Martin Luther King ausgelösten Wende herrschten. Vermutlich schwebt diesen Rassisten sogar gar die Südstaaten-Sklaverei des 19. Jahrhunderts vor.

Selbstverständlich verschweigt er auch im Interview mit der BILD-Zeitung (Hinter einer Bezahlschranke), dem dieses Zitat dem Sinn nach entnommen ist, dass viele Angriffe auf einzelne Juden von Muslimen ausgehen. Denn die meisten jungen Männer, denen Deutschland permanent sein freundliches Gesicht zu zeigen hat, haben in ihren Herkunftsländern in den Koran- und Hadith-Schulen nichts anderes gerlernt, als dass Israel und die Christenheit Lügner seien. Erzfeinde Allahs und seines Propheten, die es zu unterwerfen und herabzusetzen gilt, sobald sich eine Gelegenheit ergibt.

Wo in Deutschland jener Rassismus zum Ausdruck kommen soll, von dem viele Mitglieder der Bundesregierung wahrheitswidrig behaupten, er sei in dem Ku Klux Klan-affinen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika verkörpert… Davon habe ich in Reden und Publikationen deutscher Mandatsträger seit vielen Jahren nichts gelesen oder gehört. Auch in den Leitmedien nicht, die ansonsten ja alles, was gegen Weiße geht, herunterspielen und – was gegen „Farbige“ oder Muslime geht – hypen.

„Kampf gegen Rechts“ ist Maas‘ Lebensinhalt

Doch es ist selbstverständlich die Pflicht jedes ANTIFAschistischen Ministers der Regierung Merkel, auf jeden sich bietenden Zug aufzuspringen, mit dem der als „Kampf gegen Rechts“ getarnte Kampf gegen eine christliche oder echt humanistische konservativ-liberale Gesellschaft intensiver geführt werden kann.

Und so kann ich den Herrn Außenminister sogar fast schon verstehen. Wie viele andere glaubt er, eine sozialistische Gesellschaftsordnung ließe sich nur mit vielen kleinen Minderheiten durchsetzen. Man nehme die LGBTI-Community, die Muslime, die Afroamerikaner, die Feministinnen, die staatstreuen „weltoffenen“ Katholiken und Protestanten, die Veganer, die Linksradikalen und dazu die verbliebenen Stammwähler der Union und SPD… Schon hat man bei Umfragen des Staatsfunks die Mehrheit der Bürger auf seiner Seite.

Die Moral von der Geschicht‘

Lasst Euch den Untergang des weströmischen Reiches eine Lehre sein: Der Versuch, es allen recht zu machen und viele „Götter“ anzubeten, führt immer zum Zerfall. Auch Rungholt ist in der Nordsee ersoffen trotz all seiner in Sänften getragenen „Syrer und Mohren mit Goldblech und Flittern in Nasen und Ohren“!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.