(Michael van Laack) Der Duisburger Norden ist eine der weit über 100 „No-go-Areas“ in Nordrhein-Westfalen. Im Lauf der vergangenen 15 Jahren sponnen die in Duisburg-Marxloh angesiedelten libanesischen und anderen arabischen Clans ihr Spinnennetz auch über den Stadtteilen Hamborn, Meiderich und Walsum. Immer wieder kommt es dort zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Teils unter den Clans, teils gegen die Polizei. So nun auch wieder vorgestern Abend, als fünf Polizisten bei einem an sich harmlosen Einsatz teils schwer verletzt wurden.

In der behördlichen und medialen Sprachreglung freilich hat das alles wieder nichts mit nichts zu tun. Die Täter waren „Rocker“ und das sind bekanntlich unrasierte blonde Hünen, die böse Dinge tun.

Am Boden liegende Polizistin zusammengetreten

Wie die Rheinische Post in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, wollten mehrere Polizisten das Ordnungsamt unterstützend eine Gruppe von „Männern“ kontrollieren, die vor einem Lokal saßen. Einer entzog sich der Kontrolle durch Flucht. Bei der Verfolgung griffen nun weitere Personen die Polizisten an, um die Festsetzung des Geflüchteten zu verhindern. Insgesamt 25 Personen sollen beim Angriff auf die Polizei beteiligt gewesen sein, 120 weitere standen klatschend und johlend daneben und freuten sich über diese kostenlose Demonstration zum Thema: „Wer hier das Sagen hat!“

Medien täuschen über wahren Hintergrund hinweg

Die Berichterstattung will folgende Botschaft vermitteln: „Da Demos gegen die Regierungspolitik allesamt rechts unterwandert sind und sich Legionen von Verschwörungstheoretikern auf den Märkten und Plätzen gegen die unfehlbare Regierung stellen, hat das alles jetzt selbstverständlich auch mit Rechts zu tun. Biodeutsche haben sich dem Ordnungsamt widersetzt und biodeutsche schwerkriminelle Rocker haben die Ordnungshüter zusammengeschlagen. Das Klatschpublikum bestand vermutlich aus den Mitgliedern des AfD-Kreisverbandes Duisburg.

Die mehr als nur wahrscheinliche Version

Vor einem türkischen Lokal in Hamborn saß eine Gruppe von sechs jungen Männern. Gegen einen von ihnen lag ein Haftbefehl vor. Ein “Hells Angels“-Mitglied. Das sprach sich blitzartig rum, so dass andere anwesende Mitglieder des fast ausschließlich aus Arabern bestehenden Chapter und einige ihnen aus diversen Gründen verpflichtete andere Personen (vermutlich auch Nomads) die Polizisten angriffen. Das Klatschpublikum bestand ausnahmslos aus Südländern. Fast der ganze Stadtteil ist entweder Clan oder hat „Respekt“ vor den Clans.

Hintergründe zum Duisburger Norden

Ein politisch gewollt geschaffenes Ghetto

„Biodeutsche“ wohnen in diesem Stadtteil fast nur noch, weil sie müssen (Sozialamtszuweisung). Dazu gibt es noch zahlreiche Senioren, die einfach nicht wegwollen von dem Ort, in dem sie vielleicht schon über ein halbes Jahrhundert wohnen.

Schon früh (Mitte der 80er) warnten manche vor einer Ghettoisierung von Marxloh. Denn dort waren ab den späten 60ern fast alle hauptsächlich türkischen Gastarbeiter angesiedelt worden, die für die großen Stahlkonzerne Thyssen und Krupp oder im Bergbau arbeiteten. Die Mahnungen verhallten, der Islam eroberte Jahr um Jahr mehr von diesem Stadtteil, die deutschen Geschäfte schlossen eins ums andere, ebenso die Gastronomie. 2004 begann der Bau der bis dahin größten Moschee Deutschlands, die 2008 eingeweiht wurde. Mit großem Tam Tam der regierenden Sozialdemokraten und Tränen der Dankbarkeit in den Augen der Kirchenvertreter. Das Wunder von Marxloh, Beispiel gelungener Integration (der Deutschen) war vollendet!

Arabische Clans dominieren „Hells Angels“

Ein Wunder muss man natürlich nicht polizeilich überwachen, weshalb über viele Jahre kein Interesse daran bestand, sich der Clan-Entwicklung entgegenzustellen. Alles war gut, Marxloh ein Vorzeigeobjekt, dass sogar Besuch von der Kanzlerin bekam: „Die Mutti kommt zu Multi-Kulti“ hieß es seinerzeit. Dass damals die kriminelle Infrastruktur muslimischer Gruppen schon sehr ausgeprägt war, fast alle deutschen Geschäftsleute vertrieben und die Immobilien zu 80 % in türkisch-libanesischer Hand, interessierte niemanden.

Vor etwas mehr als zehn Jahren eskalierte der Kampf um die kriminellen Märkte (Waffenhandel, Prostitution, Drogen usw.). Verloren haben ihn – zumindest im Norden Duisburgs – die ohnehin kaum mehr präsenten italienische Familien, vor allem aber die Hells Angels. Sie wurden nicht einfach gekauft, es fand ein „großer Rocker-Austausch“ statt, so dass der größte Teil des Chapter mittlerweile aus Libanesen, Türken und anderen Arabern besteht.

Nur ein anderer Begriff

Für die Verfasser von Polizeiberichten und Zeitungsartikeln ist es freilich eine angenehme Abwechslung, wenn sie nicht immer „Männer“ schreiben müssen, sondern mal „Rocker“ verwenden können, ohne dass die Gefahr besteht, der jeweilige Vorgang müsse in der Kriminalstatistik dort eingeordnet werden, wo er hingehört: „Ausländerkriminalität“. Deutscher Doppelpass hin oder her!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.