(Michael van Laack) Der nächste Ramadan kommt bestimmt. Und zwar am 12. April 2021. Bis dahin fließt noch viel Wasser durch den Rhein und wir werden noch manchen Unterwerfungsakt im Kleinen sehen. 2020 erlebten wir das übliche Szenario: Warme Worte in Form von Grußbotschaften vieler deutscher Bischöfe und zahlreicher Politiker, aber auch dankbare Zeilen katholischer und evangelischer Gemeinden an die benachbarten Moschee-Vereine.

Was uns dank Corona erspart blieb, waren die mittlerweile obligatorischen Meetings der Katholischen Frauengemeinschaft oder anderer ehemals christlicher Vereinigungen, die – mit begeistert bewilligter Erlaubnis der jeweiligen Ortspfarrers – in den Pfarrheimen während des Ramadans „gemeinsam“ mit den Muslimen einen Fastentag einlegten oder am Abend das Fasten brachen, begleitet von Vorträgen über die Barmherzigkeit der Koran-Religion.

Corona – Und plötzlich grüßt der Muezzin

Die durch den Virus angeordneten Restriktionen betrafen selbstverständlich auch die Religionsgemeinschaften. Die katholische Kirche hatte allerdings „dankenswerterweise“ schon in vorauseilendem Gehorsam die Gottesdienste komplett eingestellt.

In der muslimischen Community hingegen gab es ein wenig mehr Unruhe. Kein Freitagsgebet, keine Möglichkeit, sich in der Moschee unter der Woche zu treffen und die neuesten Informationen über das Wohlergehen des Diktators vom Bosporus auszutauschen, keine Spendensammlungen für Gotteskrieger. Alles nicht im Sinn der Gläubigen. Also musste ein Trostpflaster her, um die Lage nicht ganz außer Kontrolle geraten zu lassen. Daher wurde in zahlreichen deutschen Städten der Muezzin-Ruf zum Freitagsgebet – manchmal auch zu anderen Anlässen – während der Restriktions-Phase erlaubt.

Den kleinen Finger gereicht, die ganze Hand gefordert

Wie es bei kleinen Kindern läuft – man gibt ihnen ein Stück Schokolade und sie rufen „Mehr!“ – so auch bei den Muslimen. Nachdem das in Corona-Zeiten doch so gut funktionieren würde, sollte man den Ruf ganzjährig erlauben. Das verstaubte Argument, dass die Kirchen ja auch mit ihren Glocken zum Gebet rufen und die Zeit ansagen dürften, wurde wieder aktuell.

Zwar hatte sich beispielsweise der Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der Unionsfraktion im Bundestag, Hermann Gröhe, gegen eine weitergehende Erlaubnis ausgesprochen, denn es handle sich um „eine verbale, exklusive Gottesverkündung“ die Bestandteil des Gebets sei. Daher hinke der Vergleich. Recht hat er, denn unsere Diakone oder Pastoralassistenten stellen sich ja auch nicht während der Messe auf den Kirchturm und beten mit einem Megaphon bewaffnet das halbe Glaubensbekenntnis ab!

„Liberale“ und Linke fördern solche Begehren

In Nürnberg und München, Wuppertal, Köln, Dortmund und Hannover mehren sich Stimmen der Politiker, man solle Corona nutzen und dem Islam nun endlich zu erweiterten Rechten zu verhelfen.

Ganz besonders hervorgetan hat sich der Krefelder Bürgermeister Frank Meyer. Er will jetzt mit den örtlichen Mosche-Vereinen (primär der ditib selbstverständlich) darüber verhandeln, ob die Bürger seiner Stadt in Zukunft einmal wöchentlich mit Informationen darüber beschallt werden sollen, dass der falsche Gott des Islam über alle herrsche. Später könne man das ja dann auch noch ausbauen, wenn keine Beschwerden von Bürgern kämen. Die FDP zeigte sich begeistert. Sie sei ja immer schon für Augenhöhe zwischen Islam und Christentum gewesen.

Das gehört doch alles zu Deutschland, oder?

Da die Erlaubnis zum Muezzin-Ruf in den Händen der Kommunen liegt, deren Stadträte die Genehmigungshoheit haben, ist zu befürchten, dass Deutschland in der Muezzin-Frage bald noch einem größeren Flickenteppich gleichen wird, als die Bundesländer in der Corona-Frage. Zudem wird Druck entstehen. Man wird sagen: Was in Dortmund erlaubt ist, darf in Köln nicht verboten sein. Und schon wird das Diskriminierungsgeschrei groß. Man wird Kommunen, die den Ruf nicht erlauben, als islamfeindlich brandmarken, in den abendlichen Talk-Shows wird das Thema wochenlang gehypt, bis dann die Kanzlerin ein Machtwort spricht: „Der Muezzin-Ruf gehört zu Deutschland!“ dem Gerhard Schröder aus dem Off dann sein „Basta!“ nachruft.

Grenzenlose Naivität

Klingt wie ein Horrorszenario, ist aber recht naheliegend. Zumal die Naivität zahlreicher Kommunalpolitiker noch größer ist als die auf Bundesebene oder in den bischöflichen Palais.

So brachte z.B. die Bochumer CDU als verspätetes Geschenk zum Zuckerfest ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass der unter Beobachtung der Dienste stehende islamische Kulturverein Bochum (IKV) im kommenden Jahr eine neue Moschee errichten will, um die Freuden Allahs über alle Bewohner unseres Landes auszugießen:

Täglich findet man im Netz neue Belege für solch tumbe und/naive Äußerungen. Manche behaupten auch, all das sei Teil einer europaweiten Strategie, um dem Islam die Herrschaft zu ermöglichen. Das glaube ich nicht. Aus meiner Sicht ist all das Zeichen dafür, dass immer weniger Christen noch wirklich an das glauben, was der Sohn Gottes ihnen verkündet hat. Deshalb können sie sich nicht vorstellen, dass der Glaube anderer tief und fest ist, sie gar bereit sein könnten, für ihren Glauben zu sterben. Daher rührt diese Naivität. Hinzu kommt, dass die wachsende Zahl der Atheisten (Humanisten) mit Blick auf das Gefahrenpotential der verschiedenen Religionen für die Freiheit der Individuen nicht zu unterscheiden vermag. Für sie ist einfach alles, was mit „Gott“ zusammenhängt, Sch… Deshalb verstehen sie die Aufregung nicht.

Der Islam ist demokratieuntauglich

Hinzu kommt: Wie Hindenburg & Co. einst glaubten, sie könnten Hitler im Griff halten, wenn sie dem Affen Zucker gäben, so glauben heute viele Politiker, man müsse den Muslimen nur manches Geschenk machen, dann würde die Community ein friedlicher Bestandteil unseres Landes. Ein deutscher Islam, der nicht stärker auf die Gesellschaftsordnung einwirken würde, als die Zeugen Jehovas. Das ist der entscheidende Fehler! Und deshalb wird die Islamisierung voranschreiten. Nicht etwa, weil irgendwelche geheimen Clubs einen 30-Jahres-Plan entworfen hätten. Die Glaubenslosigkeit der Deutschen (und zahlreicher anderer Europäer) ist das Problem. Wir sind unsere eigenen Sargnägel.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.