(Michael van Laack) Nachdem ich mir dieses Video zum ersten Mal angeschaut hatte, fragte ich mich zweierlei: Wie geistig und vor allem geistlich leer muss ein Pfarrer schon sein, bevor er sich und den Kirchenraum für ein solches Projekt hergibt? Und: Ist die heutige katholische Jugend in ihrer Mehrheit so billig, wie sie sich hier präsentiert?

Da ich auch masochistisch veranlagt bin (Switchen macht hin und wieder Sinn), habe ich mir dieses Filmchen allerdings noch ein zweites und sogar drittes Mal angeschaut. So hatte ich weitere achteinhalb Minuten Zeit, über den Sinn des Ganzen zu reflektieren. Machen wir es kurz: Ich fand keinen!

Öffentliches Posting (23.05.20) auf der FB-Seite der Katholischen Jugend Hostenbach: https://www.facebook.com/KJHostenbach/videos/253554399221767

Es sei denn, es hätte in der Absicht des Wadgassener Pfarrers Peter Leick gelegen, seinen eigenen Glauben der Lächerlichkeit preiszugeben, in dem er am Altar den pseudoliturgischen Hampelmann mimt zum Auftakt und am Schluß der an peinlichen Höhepunkten reichen 257 Sekunden. Von dieser Sorte Priester soll es ja mittlerweile einige geben.

Würdelos von A-Z

Pfarrer Leick spricht in dem Video davon, dass er nun die Segnung mit jener Würde vornehmen wolle, die der katholischen Jugend Hostenbach gebühre.

Das muss ein krass unwürdiger Haufen sein, dem Segen vermittels einer Klopapierolle gespendet wird, die auf einer Klobürste befestigt ist. Nun ja… Passt zumindest schon mal zu dem alkoholabhängigen Oberministranten, der sich im Beichtstuhl ein Promillchen gönnt…

Auch der Beauftragte für die Einhaltung der Corona-Restriktionen vor der Kirche macht keinen sonderlich vertrauenswürdigen Eindruck. Zweifellos würde er alle Leute doppelt zählen, die Einlass in die Kirche begehrten, so dass sich bei einem eventuell anberaumten Gottesdienst (keine Ahnung, ob es in der Pfarreien-Gemeinschaft Wadgassen überhaupt noch Usus ist, gültige Messen zu feiern) nur 15 statt 30 Leute von dieser unwürdigen Gestalt im Rauchmantel über der Soutane bespaßen lassen könnten.

Man sollte mal das Jugendamt vorbeischicken

Ohnehin scheinen nicht wenige Mitglieder dieser Jugendgruppe ein erhebliches Alkoholproblem zu haben. Denn auch der buckellose Quasimodo schafft die paar Stufen hoch in den Glockenturm nicht, bevor er sich mit einem Kumpel auf halbem Weg einen Kasten Hefeschorle gegeben hat.

Die vier als Ministrantinnen getarnten It-Girls für Bildungsferne, die zum großen Finale den Staffelstab übernehmen, sind immerhin nicht durstig, haben aber alle ein Grinsen im Gesicht, das die Vermutung nahelegt: In Hostenbach ist das Gras deutlich grüner!

Auch die Aussage des Pfarrers am Ende dieser hochprofessionellen Inszenierung hat mich ein wenig irritiert: „Die 30 Liter Bier bleiben bei uns!“ verkündet er siegessicher. Klar, schließlich haben die Jungs das Zeug während der Dreharbeiten schon weggesoffen. Was sehr clever war. Denn bei vollem Bewusstsein hätte sie sich kaum das Ergebnis ihres Schaffens anschauen können, ohne zwischenzeitlich vom Glauben abzufallen. Ach ne, Sorry! Das sind sie ja vermutlich schon früher!

Zeit, den Herren aufs Dach zu steigen!

Nein, man muss aus Flöhen keine Elefanten machen. Aber als Katholik darf man nicht hinnehmen, wenn ein Pfarrer daran mitwirkt, die Kirche Jesu Christi ins Lächerliche zu ziehen, weil er nach Anerkennung bei seinen saufenden und/oder sonstwie nicht ganz koscheren Postpubertierenden lechzt.

Zweifellos wird sich Pfarrer Leick über jede sachliche Kritik bzw. Rückmeldung freuen. Seine E-Mail-Adresse ist hier zu finden.

Auch Triers Bischof Ackermann soll sehr daran interessiert sein, dass seine Seelsorger starke Glaubenszeugen sind. Leider hat er vergessen, auf der Website des Bistums eine E-Mail-Adresse von sich eintragen zu lassen. Kann ja schon mal vorkommen… Gern wird man aber E-Post an ihn über diese öffentlich bekannte E-Mail weiterleiten: bistum-trier@bistum-trier.de – Nicht sehr einfallsreich, aber dafür leicht zu merken!

***

Sie lesen gern die Debattenbeiträge und Analysen fernab des Mainstreams, die Ihnen Michael van Laack auf PP bietet? 

Dann können Sie ihn für sein Engagement hier unterstützen:

Paypal

Vorheriger ArtikelKatholische Bischöfe: Dankbar, dass es den Islam gibt!
Nächster ArtikelKobold-Expertin Baerbock: „Wir sind die größte Volkswirtschaft der Welt“
Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.