(Michael van Laack) Nicht zum ersten Mal kommen Forderungen aus den Reihen der Greta-Gläubigen, Boris Palmer möge doch endlich dahin gehen, wo nicht einmal mehr Bio-Pfeffer wächst. In den vergangenen Tagen wurden diese Stimmen allerdings so laut, dass der Baden-Württembergische Landesvorstand ihm die Pistole auf die Brust setzte: Entweder Du gehst, oder wir schließen Dich aus.

Da Palmer sich gern selbst inszeniert, nach Verlust der Parteimitgliedschaft und folgerichtig auch des Oberbürgermeisteramtes in Tübingen allerdings nicht mehr ganz so häufig im Rampenlicht stünde und entsprechend seltener zitiert würde, lehnte er das freundliche Angebot wie erwartet ab.

Überraschenderweise gab und gibt es – wie die PP-Redaktion aus Kreisen erfuhr – in den letzten Tagen Angebote Dritter an Palmer und interne strategische Überlegungen diverser Institutionen, nachdem der Beschluss des Landesvorstands öffentlich geworden war. Über einige diese Vorgänge möchten wir unsere interessierte Leserschaft ein wenig tiefer informieren.

Die SPD ist an Palmer interessiert

In einem langen Telefongespräch – was das bei dieser Quasseltante bedeutet, lässt sich nur erahnen – soll Saskia Esken Palmer folgendes Angebot gemacht haben: „Tja, wie soll ich anfangen, mein Bestester… Rechtlich ist das zwar gar nicht möglich, aber Angela hat gemeint, das biegt sie genauso hin wie seinerzeit die Sache mit Dublin und dem Grundgesetz, wenn wir die Koalition nicht im Herbst platzen lassen wegen des ganzen Corona-Theaters. Du musst wissen, Boris… Na ja… also der Norbert Walter und ich haben bei diesem Viren-Zirkus eigentlich nur mitgemacht, weil das für uns die einzige Möglichkeit war, den Olaf zu zwingen, die „Schwarze Null“ zu erledigen. In Wirklichkeit sehen wir das genau so wie Du: Ist doch eigentlich egal, ob die Senioren ein halbes Jahr länger atmen oder nicht. Wenn man es genau überlegt, sogar besser, wenn es früher zu Ende geht. Weniger Rentenzahlungen und so…

Wie auch immer: Also… Wir bieten Dir ein Bundestags-Mandat und den Job von Johannes Kahrs an. Der geht ja jetzt in die Jugendarbeit, wie man hört. Jedem das seine… – Wäre das was für Dich? Und zudem benötigen wir auch bald jemanden, der die Lücke füllt, die Thilo Sarrazin reißen wird. In einem Jahr ist der raus aus der Partei und wer soll dann noch für fette Schlagzeilen sorgen, in denen „SPD“ vorkommt? Na, was meinst Du dazu? Soll ich Dir ein Antragsformular für die Mitgliedschaft zukommen lassen? Unterschreiben, Zurückfaxen und am Muttertag stellen wir Dich dann schon als den neuen Star im SPD-Ensemble vor!

Boris Palmer soll mit „Ich denke darüber nach, Saskia Schatz!“ geantwortet und nach dem Auflegen gesagt haben.: „Bisher war ich mir sicher, dass nur bei uns auch das Spitzenpersonal über 50 noch voll auf Drogen ist“

Auch die sozialen Nationalpatrioten wollen den Tübinger OB abwerben

Aus der geheimsten aller geheimen Facebook-Gruppen („CHK macht Deutschland klar„), die nur drei Mitglieder hat, werden uns hin und wieder Diskussionsverläufe zugespielt:

C: Habt Ihr die EIL auch schon gelesen, Kameraden? Die buntfaschistischen Bastarde wollen den einzigen manchmal Klardenkenden aus ihrer Partei treten?“

H: Du hast wohl keinen guten Tag gehabt? Denn Du hörst Dich heute wieder krass volksfeindlich an, Tino. Klardenkende gibt es bei den Grünen nicht!

K: Also mir hat sein Spruch mit den Schwarzen, Asylbewerbern und der Häufigkeit bestimmter Merkmale gefallen. 100% ethnopluralistisch. Götz fand das damals auch toll!

C: Dass Du den Präsi vom Bauernhof-Chapter Schnellroda verehrst, ist ja OK. Aber mir ist der zu…

K: Intellektuell meinst Du vermutlich. Glaube ich Dir. Wir haben uns schon was dabei gedacht, nur einen Professor zum Parteisprecher zu wählen. Zwei, die alles verstehen, sind mindestens einer zu viel!

H: Jetzt reicht es, Andreas! Wir wollten doch über diesen Freiburger Parteiverräter sprechen.

C: Du wolltest über ihn sprechen, Björn!

H: Wieso ich?

K: Du hast angefangen zu stänkern, erinnerst Du Dich noch?

Strategen unter sich!

H: Ach, ich hab‘ schon so viele Themen angefangen. Aber dann ist immer wieder der Mantel der Geschichte an mir vorbeigeweht, ich habe nicht schnell genug zugegriffen und schon waren die Themen wieder weg.

C: Also, was ist jetzt mit dem Palmer? Der hat ja bald viel Tagesfreizeit, wenn er nicht mehr OB ist. Vielleicht bieten wir ihm einfach mal einen kleinen Job bei uns an.

K: Du willst ihn aber doch nicht ernsthaft fragen, ob er das Partei-Trikot wechseln will, oder? Wer aus den Altparteien in die AfD übertritt, liegt bald tot im Hotelzimmer in einer Badewanne…

H: Der soll ja auch nicht in die Partei eintreten. Der soll für UNS arbeiten. Für den Flügel!

C: Wie jetzt? UNS gibts doch gar nicht mehr. Das sagen doch alle!

H: Das sagen alle, weil wir ihnen gesagt haben, dass sie es sagen sollen. Meine Güte, Tino. Du bist ja noch minderbegabter, als wir uns erhofft hatten…

K: Um auf die Sache zurückzukommen… Wir könnten ihm Stiftungsvorsitz anbieten. Die Steinbach ist mir eh schon lange ein Dorn im Auge mit ihrem Geschwätz von wegen „mit beiden Beinen auf dem Fundament der demokratischen Grundordnung stehen“. Dss Blondchen hat wirklich nichts verstanden!

C: Du meinst in dieser Desiderius Dingsbums-Stiftung, die offiziell von uns unabhängig ist?

K: Du müsstest jetzt nur noch Dingsbums durch Erasmus ersetzen und schon ergäbe der Satz einen Sinn, Tino.

H: Jetzt hör auf zu sticheln, Andreas. Als Geschichtslehrer sage ich Dir, das bringt nur unschöne Endergebnisse. Göring und Himmler gegen Röhm… Du weißt ja, wie das geendet hat!

C: Wovon redet der Björn jetzt?

H: Nicht so wichtig, Tino! Das mit der Stiftung ist eine gute Idee, schließlich heißt der Palmer ja Boris Erasmus mit Vornamen. Da können wir schön anknüpfen.

C: OK, wer von uns Dreien ruft Palmer an?

K: Du, Tino. Du bist der einzige, bei dem er nicht sofort merkt, was wir erreichen wollen.

C: Was wollen wir denn erreichen?

H: Andreas hat recht… Niemand ist besser für diesen Job geeignet als Du!

Es gibt noch mehr Interessenten am grünen Fettnäpfchen-Treter

Die Vorsitzenden der DBK und EKD – Bätzing und Bedford Strohm – suchen händeringend nach einem Leiter für das noch zu gründende Projekt „Ökumenische Mittelmeer-Flotte“. Dafür wäre Palmer als fürsorglicher Bootsflüchtlings-Versteher gut geeignet. Zumal er nah am Wasser gebaut ist, also in Interviews auch schon mal gezielt Tränen fließen lassen kann

Berlins Regierender Bürgermeister bräuchte noch eine Werbe-Ikone für die Kampagne: „Berlin – Die sicherste Stadt Deutschlands.“ Von Palmer als Frontmann der Kampagne erwartet sich OB Müller mehr Glaubwürdigkeit. Denn wenn der Mann, – der einstmals über die ehemalige Reichshauptstadt sagte: „Wenn ich dort ankomme, denke ich immer: Vorsicht, Sie verlassen den funktionierenden Teil Deutschlands.“ – von Plakaten mit positiven Botschaften in die Menschen dieser Stadt hineinstrahlen würde, wüssten alle:  „Was wir tun, das ist gut getan. Sonst würde dieser glaubwürdige Mensch sich nicht dafür hergeben.“

Zusammenfassend: Du musst Dir keine Sorgen machen, lieber Boris Erasmus. Es gibt ein Leben nach den Grünen. Sogar für Dich!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.