Man darf auch mal die Gedanken Dritter denken oder sie zumindest niederschreiben. Das ist vor allen Dingen dann hilfreich, wenn man des Erklärens und Analysierens überdrüssig wird, weil die Gefahr montoner Wiederholung (die nicht identisch ist mit notwendiger Redundanz) besteht.

Von manchen geliebt, von vielen gehasst.

Jean-Jacques Rousseau ist gewiss nicht mein Lieblingsphilosoph; interessanter sind für mich seine politischen Theorien, vor allem wirkungsgeschichtlich. Hier möchte ich einfach nur wertfrei einige Worte aus seiner Feder aneinandereihen, die vielleicht den ein oder anderen inspirieren zu welchen Gedanken, welcher Reflexion und welchem Ergebnis auch immer. Denn wir sind bekanntlich grenzen- und gnadenlos frei… oder so!

Die Völker, die daran gewöhnt sind, Herrscher über sich zu haben, können diese nicht mehr entbehren. Sie halten Zügellosigkeit, die der Freiheit entgegengesetzt ist, für Freiheit und geraten durch ihr Aufbegehren fast immer Verführern in die Hände.

Beleidigungen sind die Argumente jener,

die über keine Argumente verfügen.

Die Freiheit gleicht jenen derben und saftreichen Nahrungsmitteln, oder jenen edlen Weinen, welche die daran gewöhnten robusten Naturen ernähren und kräftigen, während sie die Schwachen und Zarten überwältigen, berauschen und zu Grunde richten.

Die Vernunft enttäuscht uns oft,

das Gewissen nie!

Das Bild zeigt das Geburtshaus von Jean-Jacques Rousseau in der Altstadt von Genf

Keine Unterwerfung ist so vollkommen wie die, die den Anschein der Freiheit wahrt. Damit läßt sich selbst der Wille gefangen nehmen.

Es ist wertvoller, stets den Respekt

der Menschen, als gelegentlich

ihre Bewunderung zu haben.

Auf seine Freiheit verzichten, heißt auf seine Menschenwürde, seine Menschenrechte, selbst auf seine Pflichten verzichten.

Wenn man seine Gesundheit durch

ein zügelloses Leben verdorben hat,

will man sie durch

Arzneimittel wiederherstellen.

Der Mensch, der nur gut ist, ist bloß für sich gut.

***

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.