(Michael van Laack) Inspiration zum Karfreitag und Karsamstag wollte die FB-Redaktion des Bistums Münster liefern. Was dabei herauskam, stellt eine Mischung aus Blasphemie, Kreativitätsversagen und der Unfähigkeit, Bildwirkung vom Ende her zu denken, dar. 

Ein Facebook-Freund schrieb dazu sinngemäß:“ Wer ein solches Social-Media-Team hat und solche Pressesprecher, braucht die taz, den SPIEGEL und die Süddeutsche nicht mehr.“ Im Folgenden lasse ich nun hauptsächlich Bilder und Texte Dritter für sich sprechen, weil ich – eigenständig ausführlich kommentierend – meine klösterliche Erziehung vergessen müsste. Zu recherchieren ist all das u.a. auf der Facebookseite des Bistums Münster, wo sich noch manch andere lesenswerte Kommentare finden, so sie nicht bereits gelöscht wurden.

Es begann am Karfreitag mit diesem Bild und Text:

Daraufhin gab es überwiegend Kritik an der Darstellung eines Turners am Kreuz. Das Team entschuldigte sich halbherzig, schien gar überrascht zu sein, dass viele das Leiden am Kreuz mit Turnübungen nicht verglichen wissen wollten, begann allerdings parallel eine massive Säuberung der Kommentare diverser kritischer Geister, vor allem jener, die sachlich blieben und in der Argumentation den Mädels und Jungs des Münsteraner Social Media Teams überlegen waren, was ein Forist dann auch ansprach:

Da die Hoffnung bekannterweise immer zuletzt stirbt, glaubten nun nicht wenige (auch ich), die Botschaft der Kommentatoren sei dennoch beim Empfänger angekommen und ein solches vorösterliches Ei würde sich die Redaktion weder in diesem Jahr noch später ins Nest legen.

Doch weit gefehlt! Heute ging es munter weiter:

Wir wissen nicht, welchen Kampf von Mohammed Ali die Redaktion bei der Abfassung ihrer „Inspiration“ im Kopf hatte. Was wir wissen ist, dass sich erneut zahlreiche Foristen ins Gesicht geschlagen und verletzt fühlten, was nun allerdings dazu führte, dass man in Münster zur Keule griff und praktisch im Minutentakt kritische Statements löschte. Diese hier konnte ich vorhin noch snippen.

 

FAZIT: Ja, es ist wichtig, dass Kirche Lebenswirklichkeit wahrhnimmt, dass sie die Sprache aller Generationen spricht, dass sie sich ggf. auch an deren Bedürfnissen orientiert bei der Konzeption von Schriften und Veranstaltungen. Aber entscheidend ist immer noch Evangelisierung, Glaubensvermittlung, Glaubwürdigkeit.

Das da oben macht die Kirche einfach nur noch lächerlich. Die Humanisten und Atheisten werden sich auf die Schenkel klopfen, die Muslime bestätigt sehen in ihrer Ansicht, dass die Christen nur noch schwach sind und sich eine Pseudoreligion zusammenrühren, die es auszulöschen gilt.

ICH BIN SEHR GESPANNT, WELCHES BILD MAN FÜR OSTERN GEPLANT HAT. Vielleicht der Auferstandene als Osterhase im Gespräch mit Maria Magdalena? Nein, lieber erst gar nicht drüber nachdenken!


 

UPDATE VON 18.00 UHR:

Ich sage ja immer wieder: Ab und an macht es doch Sinn, mit Artikeln eine breitere Öffentlichkeit zu sensibilisieren:

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.