Jetzt ist nicht die Zeit zurückzuschauen. Nicht auf die Flüchtlingskrise 2015/16, nicht auf Chemnitz, nicht auf den Hass der seitens der Altparteien der bürgerlichen Mitte in Gestalt der AfD entgegen schlägt. Nicht auf den Linksruck der CDU, nicht auf ihr islamophiles Gehabe, nicht auf ihre stillschweigende Unterstützung des Greta-Kultes. Michael van Laacks Reaktion auf die Corona-Rede der Kanzlerin.

Bleibt zu Hause, wenn es eben geht: Jeder von uns, der sich aktuell gut fühlt, kann den Virus bereits in sich tragen. Wenn ihr sorglos bleibt oder einfach aus purem Trotz gegen die ungeliebte Regierung auf die Straßen geht, steckt ihr mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit Kinder, werdende Mütter und ältere Menschen an, die aus irgendwelchen Gründen körperlich geschwächt sind.

Wollt ihr mitverantwortlich sein für deren schwere Erkrankung, die vielleicht dauerhafte Nachwirkungen (Lungenschäden) nach sich zieht oder gar für den Tod geliebter Menschen aus anderen Familien?

Gewissensberuhigung – Euer Name wird nicht auf ihren Särgen stehen

Das kleine Mädchen, dessen Herzfehler bisher unentdeckt blieb, aber das infiziert wird und stirbt, weil ihr von Euren Freiheiten Gebrauch machen wollt – weil ihr Merkel zeigen wollt: Wir glauben dir nicht und deinem Willen beugen wir uns nicht. Ist es das wert? Ist unser politischer oder sonstiger Stolz und Kampf ein Menschenleben wert?

Oder der ältere Herr zwei Straßen weiter, dem Ihr Eure Kinder schickt, weil ihr Geld verdienen müsst. Der selbst Opa ist und Vater. Soll er schwer erkranken oder sterben, weil ihr euren Willen durchsetzen wollt und der Kanzlerin so ins Gesicht schreien „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht!“?

Wir wollen Spaß, wir wollen Freiheit, wir strömen in die Städte und Parks

Zehn Millionen Infizierte schätzte das Robert-Koch-Institut gestern, wenn sich auch nur 20% der Bürger nicht an die Vorgaben und Empfehlungen hielten.

Habt Ihr irgendeine Vorstellung davon, was dies bedeuten wird für unser Gemeinwesen? Es bricht zusammen. Polizei, Krankenhäuser, Feuerwehr, Müllabfuhr, am Ende ist gar die Energie- und Wasserversorgung gefährdet.

Und wären es nur drei Millionen. Das wären bei der aktuell niedrigen Sterberate in Deutschland fast 10.000. Zehntausend Tote, weil wir der Bundesregierung trotzen wollten? Im Falle der Letalität Italiens 300.000. Eine mittelgroße deutsche Stadt würde sterben, weil andere ihr Ego über alles stellten.

Es geht um unser Vaterland – nicht um die Bundeskanzlerin!

Mehr als appellieren können auch wir an Euch nicht. Aber ich sage das jetzt mal ungeschützt: Wollt Ihr – wie einst die Juden vor Pilatus rufen müssen: „Sein Blut komme über uns und unsere Kinder.“

Wollt ihr – nicht heute, sondern an einem Abend nach dieser Krise, wenn alle wieder zur Besinnung gekommen sind – im Bett liegen und Euch fragen, für wessen Krankheit und/oder Tod Euer Verhalten im Dorf oder im Stadtteil, in der Bahn oder im Supermarkt mitverantwortlich gewesen sein könnte?

Ihr wollt dieses Land vor Schaden bewahren und auf einen Weg zurückführen, auf dem es im Glanz des Glückes stärker blühte, als in der Merkel-Ära?

Dann seid solidarisch mit den Schwächeren und folgt bedingungslos den Vorgaben der Institutionen und den Empfehlungen der Bundesregierung. Ansonsten wärt Ihr keinen Deut besser als die, die Ihr im politischen Bereich zurecht kritisiert. Ihr wärt nur auf eine andere Art und Weise böse, inhuman, einfach widerlich.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.