(Michael van Laack) Wir erinnern uns: Vor einigen Tagen demonstrierten auf einer Veranstaltung zum CSD-Motto einige lupenreiche Demokraten, wo ihre Toleranz endet. Genau dort, wo Meinungsvielfalt und -freiheit beginnt. Eines ihrer Opfer war David Berger, der für die radikale Linke das gleiche ist, wie für den Teufel das Weihwasser.

Allerdings: Auch die Veranstalter der schrillen Parade zeigten sich bestürzt vom Verhalten der Linken, das dennoch den gewünschten Eindruck gemacht hat.

SO BESCHLOSS NUN DIE LEITUNG: Das Motto des CSD geht gar nicht! „Einigkeit, Recht, Freiheit“ ist total Rääächts, erinnert an die Nationalhymne, diese an Nationalismus und entsprechend dann auch an die Nazis und die mögliche Machtergreifung durch die AfD.

Und da die Parade auch weiterhin bunt bleiben soll und nicht von schwarzen ANTIFA-Tupfern durchsetzt, die nach „Faschistenblut“ gieren, ändert man das Motto politisch korrekt!

Das neue Motto: „Für Menschenrechte

Ein Motto, das den Linken gefällt, umfasst es doch alles, wofür sie stehen: Für ein grenzenloses Deutschland, in das jeder ein- und austreten kann, wann es ihm beliebt. Ein Land, in dem kein Asylsuchender illegal ist, wo man Autos abfackeln und die „Bullenschweine“ mit Flaschen bewerfen darf, da sie auf der Seite der Faschisten stehen.

Faschisten haben übrigens keine Menschenrechte, ihnen ist das Menschsein abzusprechen. Wer Faschist (also Rechte)r ist? Wessen Gedankengut intolerant und antidemokratisch ist? Nun… das definieren selbstverständlich jene, denen die „stolzen“ Kölner jetzt nachgegeben haben.

Hinter diesem neuen Motto könnten sich nun alle versammeln, meinte die Veranstaltungsleitung. Wer „alle“ ist, bleibt freilich undefiniert. Denn zu „allen“ gehörten dann ja konsequenterweise auch die Rechten. Klar, hinter „Für Menschenrechte“ könnten sich gewiss auch diese versammeln. Wenn sie nicht wüssten, wie eng die ANTIFAktivisten diesen Begriff ziehen.

Angst – nichts anderes trieb die Veranstalter zu dieser Entscheidung

Die eskalierte Aussprache über das schon im Vorfeld „umstrittene Motto“ hat den Veranstaltern einen Vorgeschmack gegeben auf das, was am Parade-Tag zu erwarten gewesen wäre, wenn man dem linksradikalen Mob – unterstützt vom Portal queer.de – nicht nachgegeben hätte.

Unter die bunten Teilnehmer hätten sich ANTIFAktivisten gemischt, es hätte Gegendemos gegeben, die Sicherheit hätte kaum garantiert werden können. Das bunte Spektakel hätte sich im schlimmsten Fall gar blutrot eingefärbt.

Das konnte selbstverständlich niemand wollen. Deshalb – und auch, um den Mythos aufrecht zu erhalten – dass die größte Gefahr in Deutschland von Rechts ausgeht –  entschied man sich, nachzugeben. Taktisch klug für den Moment, mittel- und vielleicht sogar langfristig strategisch verheerend!

Verheerendes Signal

Ja, es gab dunkle Zeiten und sie waren lang, in denen Homosexualität strafrechtlich verfolgt wurde. Und davor Zeiten, in denen sie weggesperrt wurden und Schlimmeres. Sowohl in der Non-Vogelschiss-Periode als auch in der Bundesrepublik. Heute übrigens noch immer in islamischen Staaten.

Und ja, es gibt sie noch immer: Die Schwulenhasser: Muslime und radikale Christen, die sich für Richter halten und Wächter der Moral.

Und doch leben wir in einer Bundesrepublik, in der auch Homosexuelle im gleichen Umfang wie alle anderen Gebrauch von ihrer Meinungs- und Veranstaltungsfreiheit machen können. Eben auch anlässlich solcher Paraden. „Ehe für Alle“, Adoptionsrechte usw.

‚Akzeptanz und Toleranz fordert die Comunity zurecht. Und sie wird ihr auch entgegengebracht.

Aber diese Community birgt in ihren Reihen mehr Intolerante und Radikale, als ich sie in der konservativsten Priesterbruderschaft jemals gesehen habe. Ein unbändiger Hass auf Kirche, auf das Konservative im Allgemeinen; ein respektloser Umgang mit „Heten“, denen man gern das Gefühl gibt, sie seien moralisch minderbegabte, weniger offene und tolerante Menschen…

Und in ihren Reihen finden sich mehr Faschisten, als auf einer Veranstaltung des „Flügels“ um Björn Höcke. Linksfaschisten selbstverständlich, aber die sind ja auch keinen Deut besser.

Cologne-Pride steht nicht zu Einigkeit, Recht, Freiheit

Das ist die Botschaft, die die Massen erreicht. Nicht nur die „bösen“ Rechten sehen das so. Die Chance wurde vertan, so wie man es sich selbst immer gewünscht hat, endgültig in der (Zivil-)Gesellschaft anzukommen.

Die Botschaft, die mit der Mottoänderung ausgesandt wurde, lautet: „Wir stehen nicht zu den Grundwerten der Bundesrepublik Deutschland. Für uns sind Einigkeit, Recht und Freiheit Werte und Zustände, die wir mit dem Nationalsozialismus verbinden. Wir stehen auf der Seite jener, die dieses Land zurückverwandeln wollen in eines, das auferstanden ist aus Ruinen und einer Zukunft zugewandt, in der die Internationale das Menschenrecht erkämpft!“

IN OTHER WORDS:  IHR HABT FÜR VIELE, DIE BISHER AUF EURER SEITE STANDEN, TOTAL VERKACKT!

Eure Freunde stehen Links und Linksaußen. OK, dann kämpft mit ihnen weiter für Eure Rechte, Eure Moral, Euren Toleranzbegriff! ABER LASST UNS MIT EUREM GESCHWÄTZ IN RUHE! MIT EUREM RUMGEHEULE VON WEGEN DISKRIMINIERUNG!

Denn ihr seid keine Diskriminierten mehr, ihr seid jetzt offen die Verbündeten von Diskriminierern und Diskreditierern! PFUI!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.