(Moichael van Laack) Seit zwei Tagen schwelt – nein „brennt“ – ein Streit um die Co-Autorenschaft des emeritierten Papstes Benedikt XVI., die Erzbischof Gänswein entweder im Auftrag des betagten Emeritus, aus eigenem Antrieb oder auf Franziskus‘ Weisung (dem er auch verpflichtet ist) widerrief. Eines Buches von Kardinal Sarah, in dem die Theologie und auch manche Entscheidungen des amtierenden Papstes Franziskus infrage gestellt werden.

Die Fronten sind verhärtet

Der Kardinal hingegen beharrte auf der Co-Autorenschaft und legte gestern die interne Kommunikation zum Buch mit Benedikt offen. Auch das ein einmaliger Vorgang in der Geschichte der Kirche.

Für die Modernisten ein Skandal, erkennen sie darin (und nicht völlig zu Unrecht) doch das Potential für eine innerkirchliche konservative Revolution gegen ihren Kurs der Gleichschaltung mit dem Staat und der Auflösung genuin römisch-katholischer Lehre.

Heute nun ist das Buch trotz der Einwände des Sekretärs von Benedikt XVI. (Erzbischof Gänswein) erschienen. Es gab weder die gewünschten Änderungen am Cover (das Kardinal Sarah und den Emeritus zeigt) noch wurde die Co-Autorenschaft Benedikts XVI. zurückgenommen.

Eskalation ohne Not oder Einknicken vor der linken Lobby?

Quod scripsi, scripsi – Das wäre die klügere Strategie gewesen, statt Gänswein einen medialen und anderweitigen GAU verursachen zu lassen!

Denn die Volksfront „Synodaler Weg“ wird sich so oder so nicht abbringen lassen vom Versuch der ökomarxistischen Protestantisierung der Kirchen des Westens im real ohnehin nicht mehr existierenden christlichen Abendland.

Am deutsch-katholischen Theologenwesen soll die Weltkirche genesen, wobei man schon zufrieden wäre, wenn zunächst einmal Europa mitzieht.

Zerfall und Niedergang, wohin man schaut

Denn weite Teile Südamerikas hat die Befreiungstheologie schon an evangelikale Freikirchen und Sekten verramscht, Afrika wird der barmherzige Islam in wenigen Jahrzehnten zur Gänze missioniert haben und Asien ist ohnehin schon seit Jahrzehnten ein Kontinent, der die Früchte des Missionsverzichts erfolgreich zeitigt.

Australien? Mit ein wenig Glück fackelt das demnächst ganz ab, ist allerdings ohnhin eher anglikanisch dominiert, hat den „Synodalen Weg“ also schon seit langem erfolgreich abgeschlossen und „glücklicherweise“ ist der konservative Teil der Restkatholiken belastet durch den Pädo-Skandal um Kardinal George Pell. Eine Skandalisierung, zu der liberale Kirchenkreise manches beigetragen haben, die ansonsten immer sehr zurückhaltend agieren, wenn ein junger dynamischer, braungebrannter und jeanstragender Jugendpfarrer betroffen ist.

Der „heilige Rest“

Das große Problem stellt eigentlich nur noch der konservative Teil der US-amerikanischen und kanadischen Bischöfe dar. Und natürlich die Orthodoxie. Aber mit etwas Glück erledigt die Türkei demnächst Griechenland oder der Westen flutet es mit Flüchtlingen.

Die Serben, Russen, Ukrainer, Syrer usw.? Alles Günstlinge des Homo-, Abtreibungs- und Islamfeinds Putin, also des lebendigen Gegenentwurfs zur zukünftigen linksliberalen deutschen Staatskirche. Und somit keine echten Christen!

Tagespost veröffentlicht Originaltext aus neuem Buch

(Red.) Für alle, die sich selbst ein vollständiges Bild von den Äußerungen Benedikts machen wollen: Im Zuge der Debatte um das Buch „Des profondeurs de nos coeurs“ („Aus den Tiefen unserer Herzen“) von Kardinal Sarah dokumentiert die katholische Wochenzeitung „Die Tagespost“ den darin enthaltenen Beitrag des emeritierten Papstes Benedikt XVI. zu Priestertum und Zölibat im deutschen Original exklusiv online unter: DAS KATHOLISCHE PRIESTERTUM
Der Text wird von der „Tagespost“ als deutscher Vorabdruck mit freundlicher Genehmigung des Fe-Medienverlags publiziert, bei dem sämtliche Rechte liegen.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.