Eine auch (persönliche) Erwiderung auf Unsägliches. Ein Beitrag von Michael van Laack

Am 25. September erschien aus Max Erdingers Feder auf journalistenwatch der Artikel „Nicht so nobel: David Berger verrät die Philosophia Perennis“.

Fast durchgängig „ad personam“ (weshalb ich mir hier auch erlaube, ähnlich zu erwidern) eine Generalabrechnung mit David Berger, der schon vor einiger Zeit identifiziert wurde als Feind Schnellrodas und des IB Deutschland und somit als Mahner und Warner innerhalb des rechten Spektrums potentieller Gefährder der Pläne des nationalkonservativen Flügels der AfD, der eine andere AfD erzeugen will, um aus ihr heraus eine „andere Republik“ gestalten zu können. Diese Leute lieben das „betreute Denken“ ebenso wie die Altparteien, denn ihnen fehlt ein wichtiges Kompositum aller wahrhaft Konservativen: dass freiheitliche, das liberale. Frei postulierte Gedanken, die nicht der „Sache“ dienen, sind auszulöschen.

Hier nun meine teilweise auch sehr persönliche Erwiderung an Max Erdinger;

Aus eigenem Antrieb?

Nun wurde er von der Leine gelassen, der liebe Max Erdinger​. Dass dies keine Auftragsarbeit ist, mögen Sie dem Rest der Ihren Artikel Kommentierenden glaubhaft versichern können, nicht aber jemandem, der hauptberuflich strategisch unterwegs ist.

Dass Sie Kubitschek und seine völkisch-nationale Entourage in Schutz nehmen… Einen Götz Kubitschek, der nicht einmal Mitglied der AfD ist, dennoch Höckes engster Berater… Der nach Frau Weidels jüngster Aussage auch in weiten Teilen der AfD-Bundestags-Fraktion als Vordenker der „Neuen Rechten“ (der sich Frau Weidel augenscheinlich zugehörig fühlt, obwohl sie weiß, dass die „Neue Rechte“ das Bürgerliche zutiefst verabscheut) gilt, sei Ihnen unbenommen. Sie schätzen ihn, wir nicht!

Distanzlos gegenüber den Völkisch-Nationalen

Auch mag es für Sie kein Problem darstellen, dass der engere und erweiterte Kreis um Kubitschek aus Vertretern jener Vereine und Bewegungen besteht, die sich auf der Unvereinbarkeitsliste der AfD finden (IB, rechtsextreme Burschenschaften, Ex- und Noch NPD‘ler, Patriotische Plattform) mag für Sie keinerlei Problem darstellen, was auch daran liegen dürfte, dass Sie selbst diese Unvereinbarkeitsbeschlüsse und Listen schon mehrfach vehement kritisiert haben. Wir sehen das anders!

Auch dass Sie die Literatur des Antaios-Verlags, in der häufig dem Ethno-Pluralismus, Antizionismus, Antijudaismus, Antiamerikanismus, Antiliberalismus usw. gehuldigt und die Philosophie Evolas gefeiert wird; in der Zweifel daran zum Ausdruck gebracht werden, ob Demokratie wirklich noch die Regierungsform der „neuen Republik“ sein soll; die Erlebnisberichte von Offizieren der Waffen-SS unkommentiert der Leserschaft bietet usw. ist Ihre Privatsache. Jeder mag andere Bücher. Wir schätzen sie nicht!

Unvereinbarkeit war gestern

Dass Sie nun aber den Versuch unterstützen, völkische Nationalisten, Anhänger des der NS-Rassenlehre verwandten Ethnopluralismus und andere Gestalten und Vereinigung aus den rechtsradikalen Milieus mit der AfD zu versöhnen, in dem Sie das kritische Hinterfragen und Öffentlich machen solcher Bestrebungen in den Status der Feindzeugenschaft erheben; dass Sie (nicht nur) im Subtext die unsäglichen Diskreditierungen wiederholen, mit denen zuvor andere David Berger überzogen haben und diese nachträglich legitimieren; dass Sie letztendlich im Jargon einer Tageszeitung, deren Erscheinen am 30.04.1945 eingestellt wurde, ad personam argumentieren, verächtlich machen; dass Sie die Deutungshoheit über das, was Philosophia Perennis transformiert heute bedeutet, an sich ziehen…

Den richtigen Zeitpunkt zur Kritik verpasst

Nun reden Sie sich heraus damit, Sie hätten ja eigentlich in dieser Sache weder persönlich noch durch Dritte auf journalistenwatch eingreifen und die Angelegenheit unnötig hochkochen wollen. Doch nun sei das Maß voll und die Stunde der Abrechnung gekommen. Hätten Sie mal früher eingegriffen, früher gegen uns geschrieben! Aber Nein, denn es wäre strategisch Mumpitz gewesen, auf einzelne Artikel oder Aussagen sofort zu rekurrieren. Um eine Geschichte erzählen zu können, braucht man bekanntlich mehrere Höhepunkte. Eigentlich müsste ich Sie loben, denn aus strategischer Sicht haben Sie alles richtig gemacht!

Warum haben Sie Ihre Abrechnung  nicht schon im Sommer diesen Jahres (auf dem eigentlichen Höhepunkt der Auseinandersetzung) geschrieben, als die Fans Ihrer Freunde – ich erlaube mir, Götz und die Seinen so zu nennen, sonst ergäben Ihre apologetischen Mahnworte und die Kritik keinen Sinn – Gewaltandrohungen gegen David, gegen mich und meine Kinder ausgesprochen haben. Ermittlungen des Staatsschutzes und mehrtägiger Polizeischutz wurden nötig, nachdem David Schnellroda einen Bauernhof genannt und Lichtmesz sowie Sellner wegen Ihrer juden- bzw. homosexuellenfeindlichen Äußerungen angegriffen und Sympathien für den Islam vorgeworfen und ich einen Artikel platziert hatte, wo es um die Frage „Selbstreinigung oder Selbstzerstörung“ der AfD ging.

Warum schwiegen Sie damals, der Sie heute nicht genug Schmutz kübeln können über uns? Jetzt freilich sehen Sie Ihre Stunde gekommen, den Entsetzten zu geben. Verlogen nenne ich das!

Vielleicht versuche ich es mal mit „Auge um Auge, Zahn um Zahn“…

Ich frage mich gerade, ob ich nicht mal etwas zu Max Erdinger und journalistenwatch schreiben sollte. Freilich nicht auf PP. Sondern auf einem Medium, das eine größere Reichweite hat, als das Ihre. Damit Sie am eigenen Leib spüren können, wie es sich anfühlt, virtuell öffentlich hingerichtet zu werden.

Mit diesem Artikel haben Sie sich – nicht einmal so sehr inhaltlich, aber doch menschlich – moralisch disqualifiziert. Sie schlagen auf jemanden ein, der eine gebrochene Biographie hat, der in seinem Leben oft schwer verletzt wurde an der Seele. Aber was spielt das schon für eine Rolle für einen so kalten Menschen wie Sie. Schließlich war das hier eine Auftragsarbeit – und Aufträge werden bekanntlich professionell erledigt. Rücksicht kann man ggf. wieder nehmen, wenn man sich mal zufällig auf einen Kaffee trifft.

Wunsch und Hoffnung

Ich hoffe, die AfD wird nicht den Weg gehen, der Ihnen und den Ihren vorschwebt. Denn dann wäre die Alternative für Deutschland in wenigen Jahren tot und auf Jahrzehnte die Chance, dass eine wahrhaft bürgerliche und konservative Partei etabliert werden könnte, vertan.

Nec laudibus, Nec timore – wie ich alle meine persönlichen Briefe zu unterschreiben pflege!

Ihr Michael van Laack

P.S.: Warum hat journalistenwatch (und auch PI-News) eigentlich seinerzeit die „Gemeinsame Erklärung“ der freien Medien nicht mitunterzeichnet? Kam das nicht so gut mit der Distanzierung vom Antisemitismus und dem Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung? Scheint mir plausibel!

***

Sie wollen einen Journalismus unterstützen, der auch nicht von der „Political Correctness“ des rechten Lagers abhängig ist und von dort keine Schmiergelder erhält? Dann können Sie dies hier mit einem Klick tun: 

PAYPAL

… oder auf Klassische Weise per Überweisung:

IBAN: DE04 3002 0900 0803 6812 81
BIC: CMCIDEDD – Kontoname: David Berger – Betreff: PP


Warning: require(/home/clients/df83f0e44c51b8dee7abe66523ff5e25/web/wp-content/plugins/td-composer/legacy/Newspaper): failed to open stream: Success in /home/clients/df83f0e44c51b8dee7abe66523ff5e25/web/wp-includes/comment-template.php on line 1510

Warning: require(/home/clients/df83f0e44c51b8dee7abe66523ff5e25/web/wp-content/plugins/td-composer/legacy/Newspaper): failed to open stream: No such device in /home/clients/df83f0e44c51b8dee7abe66523ff5e25/web/wp-includes/comment-template.php on line 1510

Fatal error: require(): Failed opening required '/home/clients/df83f0e44c51b8dee7abe66523ff5e25/web/wp-content/plugins/td-composer/legacy/Newspaper/' (include_path='.:/opt/php7.3/lib/php') in /home/clients/df83f0e44c51b8dee7abe66523ff5e25/web/wp-includes/comment-template.php on line 1510