Es gibt Neues von den „intellektuell parfümierten Nazis“: Der bekannte Youtuber Oliver Flesch legt sich auf dem Twitteraccount seines neuen Online-Magazins „1984“ mit der Zeitschrift „Sezession“, genauer mit einem der regelmäßigen Autoren des umstrittenen Magazins, Benedikt Kaiser, Lektor für den Verlag Antaios und Mit Glied der Redaktion der Zeitschrift, an.

Vorgeschichte: Schon länger versucht man aus dem Umfeld rund um den Bauernhof von Schnellroda die konservative Szene zu spalten. Verdienten Islamkritikern wie Michael Stürzenberger, die derzeit ohnehin durch ungerechte Gerichtsverfahren genug Schwierigkeiten haben, wirft man etwa vor, „islamophob“ zu sein.

Der Hintergrund dazu: Man empfindet in den neurechten Kreisen eine heimliche Sympathie für den Islamismus und seine autoritären Gesellschaftsbilder, seinen Hass auf Israel und die USA, die Diskriminierung von Frauen und Homosexuellen. Auch bezüglich des dort immer wieder aufflackernden Antisemitismus scheint man bei den Muslimen seine wichtigsten Verbündeten zu finden. Und nicht zuletzt gelten einem Konservativliberale wie Flesch als Verräter an dem auf eine Handvoll Sezession in der sachsenanhaltinischen Provinz zusammengeschrumpften deutschen Reich.

Kampflesbe Bernadette Kaiser?

Nun hat Flesch mit einem Tweet zurückgeschlagen:

„Diese Kampflesbe behauptet, wir Islamkritiker wären für Massenmigration. Credo: Hauptsache, keine Musel. Irre. Pass mal auf, Bernadette: Ich will überhaupt keine Kulturfremden in Europa haben. Also labere keine Scheiße.“

Schnellroda als Teil der gelenkten Opposition

„Diese Kampflesbe behauptet, wir Islamkritiker wären für Massenmigration. Credo: Hauptsache, keine Musel. Irre. Pass mal auf, Bernadette: Ich will überhaupt keine Kulturfremden in Europa haben. Also labere keine Scheiße.“

Da wir bei PP gegen Homophobie und besonders gegen Transphobie kämpfen, bitten wir natürlich die homophoben und transphoben Untertöne in der Diskussion mit Bernadette, äh Benedikt Kaiser zu unterlassen.

Es gibt genügend Sachargumente, die man dringend gegen die braune Blase von Schnellroda ins Gespräch bringen muss.

Viele Leser wollen noch immer nicht wahrhaben, dass dort keineswegs Verbündete in unserem Kampf für Meinungsfreiheit, Demokratie und Rechtsstaat sitzen, sondern der vielleicht wichtigste Teil der gelenkten Opposition. Es dürfte keine zweite Personengruppe in Deutschland geben, die den professionellen Kämpfern „gegen Rechts“ so gelegen kommt wie die Kreise rund um den „aus der Bundeswehr wegen rechtsextremistischer Bestrebungen“ entlassenen Götz Kubitschek (Quelle).

Enge Kontakte zu den „Nationalen Sozialisten Chemnitz“?

Wer ist Benedikt Kaiser?

Die taz fragte vor einigen Monaten Volkmar Wölk, wer Benedikt Kaiser eigentlich ist…

Benedikt Kaiser kommt von der extremen Rechten und ist dort heute noch immer aktiv.

Wölk antwortete: „Benedikt Kaiser kommt von der extremen Rechten und ist dort heute noch immer aktiv. Zunächst war er in der regionalen Kameradschaftsszene, dann im sogenannten „Freien Netz“, einem Zusammenschluss von Neonazistrukturen vor allem in Sachsen, Thüringen und Franken. Bekannt sind Kaisers enge Kontakte zu führenden Repräsentanten des Chemnitzer Ablegers des „Freien Netzes“, der späteren „Nationalen Sozialisten Chemnitz“.“

Bislang hat sich Kaiser offensichtlich nicht gegen diese Aussagen zur Wehr gesetzt und irgendeine Unterlassungsklage angestrengt – von daher müssen wir davon ausgehen, dass sie – so schockierend sie sind – auch zutreffen. Und das wiegt mehr als die für uns völlig belanglose Frage, ob Benedikt Kaiser in Wirklichkeit eine Frau und bzw. oder eine Kampflesbe ist…

Diese Details können die Sezessionsbürger auf ihrem Bauernhof zwischen schwangeren Muttertieren und Mohrrübchen gerne für sich selbst klären. So genau will das vermutlich keiner wissen.