Mit der Meinungsfreiheit ist das so eine Sache. Alle geben sich gerne als ihre Verteidiger, aber nur wenige haben verstanden, dass die echte Meinungsfreiheit v.a. dann zum Zuge kommt, wenn ich auch dafür kämpfe, dass Menschen ihre Meinung sagen dürfen, die anderer Meinung sind.

Dass es gerade daran hapert, zeigte sich nun wieder bei der Gruppe#SaveMeinungsfreiheit, einem Verbund von YouTubern, der sich nach der temporären Löschung des Kanals Nuoviso zusammenschloss, um sich für die Meinungsfreiheit einzusetzen.

Der Ken Jebsen-Gutmenschstall, ein paar Esoteriker und QAnon-Gläubige

Der liberal-konservative Journalist Oliver Flesch machte nun seine ganz eigenen Erfahrungen mit der Gruppe, der er sich zunächst anschloss. Auf seinem neuen Blog 1984 berichtet er dazu:

„Mein Problem war also nicht die Idee, dafür die Zusammensetzung der Gruppe. Sicher, ein paar Jungs und Mädels mischen mit, die ich völlig in Ordnung finde — Naomi, Nicole, Charles, Miro, Carsten und Olli zum Beispiel. Doch die meisten Mitglieder sind Leute, die schon vor einigen Jahren bei den sogenannten Friedensmahnwachen auftraten. Der Ken Jebsen-Gutmenschstall also. Dazu kommen ein paar Esoteriker und QAnon-Gläubige.

Die „bösen US-Amerikaner“ und die „bösen Israelis“ und die „bösen deutschen Waffenhändler“

Für mich allesamt Luschen, mit denen man keinen Krieg gewinnen kann. Die begreifen ja noch nicht einmal, dass wir uns längst im Krieg befinden. Sie fabulieren über Daniele Gansers „Menschheitsfamilie“, gehen davon aus, alle Menschen wäre im Grunde gut — und wenn es die „bösen US-Amerikaner“ und die „bösen Israelis“ und natürlich die „bösen deutschen Waffenhändler“ nicht gäbe, wäre die Welt ein Ort des Friedens.

Das ist natürlich völliger Quatsch. Dass dank unkontrollierter Masseneinwanderung und des Geburten-Dschihads der große Austausch in Europa in vollem Gange ist, liegt nicht etwa an Kriegen, die von den USA geführt werden — die man gern kritisieren kann —, sondern daran, dass sich die Menschen aus dem Nahen Osten, aus Afrika und der Türkei bei uns ein besseres Leben erhoffen.

„Das war dann doch zu viel Meinung für #SaveMeinungsfreiheit.“

Unsere Frauen werden belästigt, vergewaltigt und ermordet, unsere Kinder werden bespuckt, geschlagen und getreten, in unseren Städten fühlen wir uns von Tag zu Tag fremder.  „Menschheitsfamilie“ also? Mit Kulturfremden, für die wir weniger wert sind als „Vieh“? Dass ich nicht kichere!

Diese Meinung vertrat ich auch in der Gruppe #SaveMeinungsfreiheit. Meine letzten Sätze waren: „Pazifisten haben Auschwitz erst möglich gemacht. Wird heute gern vergessen“.
Das war dann doch zu viel Meinung für #SaveMeinungsfreiheit.“

Den ganzen Artikel lesen Sie hier: 1984

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