Nach der „Causa Strache“ und dem Zerbrechen der Regierung in Österreich hat die Vorsitzende der CDU daraus Konsequenzen für den Umgang mit der AfD gezogen, bereits bekannte Position bestätigt und verstärkt. Koalitionen mit der AfD und andere Kooperationsformen blieben bis zum Sankt Nimmerleinstag ausgeschlossen, denn: „Der Fall Strache in Österreich zeigt: Rechtspopulisten sind bereit, für ihr persönliches Wohlergehen unsere nationalen und europäischen Werte zu verkaufen.“ Ein Gastbeitrag von Michael van Laack

Lediglich eine Frage habe ich an die CDU-Parteivorsitzende in diesem Zusammenhang: Warum hat die Union die Koalition mit der SPD nicht längst aufgekündigt, wo doch deren Schwesternparteien in Frankreich, Spanien, Griechenland und Italien in den vergangenen 15 Jahren immer mal wieder in Korruptions- und Veruntreuungsskandale verwickelt waren? Dazu noch mit Labour eine Schwesternpartei der SPD, die von einem tendenziös antisemitisch argumentierenden Vorsitzenden geführt wird.

Sippenhaft kennen wir eigentlich nur aus dem Nationalsozialismus und dem Stalinismus. Weil Dein Bruder ein Mörder ist, bist Du auch einer oder neigst zumindest dazu, einer zu werden…

Rosenberg – die Klammer zwischen Raute und Relotius

Wahrlich, Frau Kramp-Karrenbauer ist eine würdige Dienerin ihrer Kanzlerin. Wie jene bedient auch sie sich sehr gern des taktischen Instrumentariums, dass bei den frühen Nationalsozialisten so beliebt war: Diskreditierung, Diffamierung, Ausschluss aus dem Diskurs, stillschweigende Duldung radikaler Kräfte (solange es die Feinde meiner Feinde sind).

Nicht zu vergessen natürlich die eskortierenden Medienhäuser, deren Schreiberlinge vom Chefredakteur des Völkischen Beobachters vieles gelernt zu haben scheinen, weshalb ich sie auch hin und wieder Rosenberg-Medien nenne: Einseitige Berichterstattung, ungleiche Wichtung vergleichbarer Vorfälle, Verächtlichmachung regierungsfeindlicher (in diesem Fall „europafeindlicher“) Zielgruppen, staatlich gedeckte Rechtsbrüche, Diebstähle von Unterlagen zu Propagandazwecken.

Faschismus ist nicht Braun oder Blau

Faschismus hat keine Farbe! Seit er bunt geworden ist, ohnehin nicht mehr! Wenn also die AfD eine „zutiefst nationalsozialistische Partei“  wäre (was sie selbstverständlich nicht ist), würden Frau Kramp-Karrenbauer und zahlreiche Spitzen der Union doch herausragenden zu dieser Bewegung passen und sollten sich ihr nicht verweigern, denn sie selbst kopieren ja aktuell in Strategie und Habitus die NSDAP der Jahre 1931 und 1932.

Da dies allerdings nicht so ist… bleiben sie in jener Partei, die von sich zwar immer noch behauptet „christlich“ zu handeln und das Christentum stark halten zu wollen, der aber weder Adenauer noch Erhardt noch Kiesinger noch Kohl heute mehr angehören wollen würden – ganz abgesehen davon, dass man gegen diese vermutlich ohnehin schon längst ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet hätte.

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