(Michael van Laack) In dem Land, in dem Meinungsfreiheit so frei gemeint werden darf wie in keinem zweiten auf der demokratischen Hälfte der Erdhalbkugel, gilt diese Freiheit selbstverständlich auch nicht uneingeschränkt für alle und für Beamte schon mal gar nicht.

Das hat nun der aus der TV-Serie „Toto & Harry“ bekannte Polizist Thorsten Heim zu spüren bekommen. Da Beamte bekanntlich kein Recht auf Privatsphäre haben, wurde Thorsten Heim beim Besuch eines Trucker-Treffs am vergangenen Sonntag gefilmt, wo er auf einer Bühne den vor an Antisemitismus und Islamophobie nur so triefenden Satz

„Wir bauen Synagogen, wir bauen Minarette und so weiter und so fort, aber wer sich hier nicht benehmen kann, der hat auch kein Aufenthaltsrecht, das sag ich ganz ehrlich.“

…in die Zuhörerschaft gesprochen hat.

Polizisten müssen kritiklos ihren Kopf hinhalten

Weiter führte er aus, „Wer sich hier scheiße benimmt und Straftaten begeht gegen andere Mitmenschen, der muss eigentlich wieder zurück in sein Land.“ Und…

„Da können nicht einige Leute von auswärts kommen, alles hier machen und Geld abkassieren, das ist meine persönliche Meinung.“

Den Höhepunkt seiner Ausführungen bildete dann die Erkenntnis: „Ich fühle mich manchmal belogen und betrogen gerade ich als Polizeibeamter, der sich 30 Jahre lang mit linken Zecken herumärgern muss – aber das ist halb so wild. Wenn einer aber mal ‚bisschen deutsch‘ sagt, dann bist du rechtsradikal und Rassist.“

Kaum ausgesprochen, schon hochgeladen

Der anständige Filmer der Szene hat dieses Video selbstverständlich umgehend auf sein FB-Profil hochgeladen. Da es den Landeskriminalämtern und Kreispolizeibehörden mittlerweile zur heiligen Pflicht geworden ist, alle Postings von der sog. „Antifa“ und anderen linken Gruppierungen nahe stehenden Personen ungeprüft in Beweismittel-Rang zu erheben, hat die Bochumer Polizei umgehend ein Disziplinarverfahren gegen Heim eröffnet, weil er gegen das Mäßigungsgebot für Beamte verstoßen haben könnte.

Selbstverständlich erfuhr der Polizist nicht von seinen Vorgesetzten über das Verfahren, sondern von den einzig der Verteidigung der „letzten Verteidigerin der freien Welt“ verpflichteten Relotius-Medien.

TV-Karriere wohl endgültig beendet

Die Medien betrachten Thorsten Heims Ausführungen selbstverständlich auch als Angriff auf die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin. So etwas ist ja schon von der Standard-Meinungsfreiheit in Deutschland nicht gedeckt. Folglich ist die Empörung berechtigterweise um ein Vielfaches größer, wenn ein Polizist sich eines solchen Vergehens schuldig macht.

Da wird Thorsten Heim auch der Hinweis darauf, dass er keiner Partei angehöre, nicht helfen. Im Nachgang aber steht er fest zu seinen Aussagen: „Die Menschen haben Angst, weil viele Leute rein gekommen sind, die sich nicht registriert haben, oder die mehrere Anträge mit mehreren Personalien eingereicht haben“. Und „Die Politik muss mal eine klare Linie fahren und nicht immer nur um den heißen Brei herumreden. Es wird sich nur gestritten, statt Probleme zu lösen.“

Damit dürfte sich nicht nur seine TV-Karriere erledigt haben. Nicht linientreue Beamte werden als Staatsfeinde behandelt. Das wird Herr Heim bald zu spüren bekommen.

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.