Gespielte Aufregung bei der Bildzeitung, echte bei den zugekifften Antifa-Jüngern in Berlin: Auf den Wall-Werbeflächen in den U-Bahnen wurde nicht für multikulkurelle Beziehungen oder ein Jahres-Ticket der BVG geworben, sondern für den Wiederaufbau Syriens.

Das freilich so provokativ, wie wir das von der „Identitären Bewegung“ kennen. Schockiert gibt sich die „Bild“: „Zehntausende Pendler sahen am Donnerstagmorgen rechtsextreme Schock-Plakate an Berlins U-Bahnhöfen und Bushaltestellen. Getarnt als vermeintlich legale Werbung war darauf eine politische Botschaft zu lesen, von der Werbeflächen-Betreiber „Wall“ nichts wusste.

Vor einer Flagge des Assad-Regimes und einer Hand in „Victory-Pose“ war in Großbuchstaben zu lesen: „GEHT NACH HAUSE – DER KRIEG IST VORBEI – SYRIEN BRAUCHT EUCH!“ Sätze, die offenbar an in Deutschland Zuflucht suchende Syrer gerichtet sind.“

„Deutschland sollte die Hilfe vor Ort in Syrien unterstützen“

Die IB gibt sich dagegen in ihrer Begründung der Aktion eher ausländerfreundlich: „Auch die deutsche Regierung muss hier endlich handeln und auf die neue Situation im Nahen Osten reagieren. Deutschland sollte die Hilfe vor Ort in Syrien unterstützen und die Notwendigkeit des Wiederaufbaus vermitteln. Die Menschen brauchen Perspektiven und eine Zukunft in ihrer eigenen Heimat. Eine Politik der Remigration muss endlich Anreize schaffen, um es den Menschen zu erleichtern, in ihre Heimat zurückzukehren und Ausreiseprogramme zu forcieren. Denn Syrien braucht jetzt jedes Engagement, um zur friedlichen Normalität zurückkehren zu können.“

Wall: Plakate wurden illegal angebracht

Und für alle, die wirklich glauben, die IB hätte tatsächlich hier Werbeflächen bei Wall gekauft, stellt man dort gegenüber der „Bild“ klar:

„Wir geben dieser Gruppe keineswegs eine Plattform – es handelt sich hierbei rein um illegal angebrachte Plakate, ein sog. ,Adbusting‘. Einen ähnlichen Vorfall mit der Identitäten Bewegung hat es leider bereits, im kleineren Umfang, im ersten Quartal dieses Jahres hier in Berlin gegeben.“

Na, Gott sei Dank, wir hatten schon befürchtet, dass Wall allen Ernstes den Wiederaufbau in Syrien unterstützen will und wir jetzt alle zum Boykott von Wall aufrufen müssen…

Eine ähnliche Aktion hatte die IB in Neubrandenburg (Foto (c) IB) bereits am 19. April dieses Jahres durchgeführt – ohne dass es dort eine solche Aufregung wie nun in Berlin verursacht hätte.

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