Der Autor des nachfolgenden Textes hat entweder zu viele bunte Pillen eingeworfen oder er hatte eine schlechte Kindheit. Vielleicht auch beides! Warum sonst stellt er in der Überschrift einen Zusammenhang her zwischen dem Anschlag eines Mörders auf neuseeländische Moscheen, der rechte Rassenphrasen und linke Klimaschutzphrasen zur Rechtfertigung seiner Taten anführte und den Anschlägen einer islamischen Terror-Organisation am Ostersonntag in einem der beliebtesten asiatischen Urlaubsländer? Ein Gastbeitrag von Michael van Laack

Kaum ein Artikel zu kontroversen politischen oder religiösen Fragen, in dem sich dieses Wort nicht mindestens einmal finde: DIALOG! Kommt man in einer Frage nicht weiter, gibt es (so man nicht „Rechte“ an den Verhandlungstisch bitten müsste, was selbstverständlich gar nicht geht) eine Dialogrunde. Das Ziel ist stets, auszuloten, wo Schnittmengen bestehen und wo Differenzen, um dann mühsam Kompromisse zu finden, damit man am Ende der eigenen Klientel und der Öffentlichkeit ein Ergebnis präsentieren kann, mit dem alle Dialogpartner „leben können“ und das eben deshalb von allen als Erfolg verbucht oder doch zumindest verkauft werden kann.

Doch schon der politische Dialog birgt Risiken, denn es ist eine Illusion zu glauben, wenn drei Dialogpartner am Tisch sitzen, käme ein Ergebnis heraus, dass jedem ein Drittel seiner Forderung bewahre.

Die nächstüblere Stufe ist der ergebnisoffene Dialog. Die „Gut, dass wir mal darüber gesprochen haben!“-Mentalität, bei der am Ende jeder mit seiner Meinung nach Hause geht und der jeweilige Entscheider, der am längeren Hebel sitzt, ohnhin macht, was er will. Bürgerforen in Kommunen zum Neubau eines Parkplatzes oder der Aufstellung von mehr Hundeklos sind da gute Beispiele.

Der interreligiöse Dialog: Problemverdeckung und künstliches Koma

Der gefährlichste, ja der verheerendste „Dialog“ aber ist – und das haben die vergangenen sagen wir 60 Jahre klar gezeigt – der INTERRELIGIÖSE DIALOG.

Er beherrscht das Handeln der großen christlichen Kirchen weltweit, aber besonders Europas, Nordamerikas und Ozeaniens seit vielen Jahrzehnten. Und er hat(te) auch erhebliche Auswirkungen auf die politischen Akteure.

Denn – man mag das als Nichtchrist gern lesen oder nicht – auch noch in den 50er bis 90er Jahren des vergangenen Jahrtausends war das Denken und Handeln von Päpsten und Bischöfen meinungsbildend und -prägend für das politische Establishment.

Nachkriegs-Europa: Krise und Systemwechsel in Politik und Kirche

Fast zeitgleich mit der Aufgabe ihrer Kolonien in Afrika und Asien und dem dadurch sich verstärkenden Einfluss vor allem des Islams auf den politischen Betrieb kam es im lutherischen Weltbund und der römisch-katholischen Kirche zu einem Paradigmenwechsel. In allen Religionen lag plötzlich Wahrheit, Mohammeds Allah, Jesus‘ Vater und Buddhas Nirwana führten allesamt zu dem einen Gott.

Diese parallelen Ereignisstränge schwächten Europa ungemein:  Politisch liefen Teile Afrikas und Asiens völlig aus dem Ruder. Scheinbar religionsneutrale Diktaturen entstanden, ebenso dem islamischen Recht unterworfenen Staaten. Da diese Entwicklungen aber den ehemaligen Kolonialmächten keine wirtschaftlichen Verluste brachten, da auch der „kalte Krieg“ Osten und Westen in Atem hielt – es also vorrangig um geostrategische Fragen ging – ließ man den islamischen Staaten freien Hand, schwieg zu der sich Jahrzehnt um Jahrzehnt ausweitenden Unterdrückung von Christen und Andersgläubigen.  – Religiös wurde es aus christlicher Sicht zu einem Desaster, vor allem für die römisch-katholische Kirche.

„Trennendes verschweigen, Gemeinsames betonen!“ – Nach diesem Motto zog man nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65) hinaus in die Welt der Gläubigen, um ihnen zu verkünden, dass es doch eigentlich ganz egal sein, ob man Katholik oder Protestant, Muslim oder Hindu, Jude oder Buddhist. Atheist oder Satanist sei. Hauptsache, man sei ein guter Mensch. Man lebe zusammen in einem Land und beteilige sich gemeinsam an Aufbau und Erhalt des dortigen Wohlstands und des „Friedens“!

Der Islam kopiert die Fehler des Westens nicht…

Blöd gelaufen! Denn während Jahrzehnt um Jahrzehnt sowohl politisch als auch religiös die Botschaften „Alle Menschen sind gleich!“, „Toleranz ist das oberste Gebot!“, „Nur im Dialog kommt man ans Ziel!“ in die Völker des Westens gestreut wurden und so die Fähigkeit, zu differenzieren, verödet wurde… während dieser Zeit hat der Islam, der eben nicht zuerst Religion sondern Ideologie und Staatsdoktrin sein will, seinen Gläubigen nicht geraten, indifferent zu werden, alle gleich lieb zu haben, die dafür sorgen, dass Bauch und Bankkonto einigermaßen gefüllt sind. Und auch nicht, dass man trotz Verweltlichung – so man denn daran glaubt – trotzdem einen Platz im Himmel nach dem Tod sicher hat.

Und so kam es wie kommen musste: Das Christentum in Europa ist verkommen zu einer weichgespülten Wohlfühlreligion, die an den „Lebenswirklichkeiten“ der Individuen ihre Moral und ihre Gebote ebenso ausrichtet wie am politischen Wollen des „religionsneutralen“ politischen Establishments.

Das wiederum hat den Atheisten – den Religionslosen – die letzte Orientierung genommen. Sie sehen sich bestätigt in ihrer Haltung, dass alle Religionen gleich nutzlos seien.

… während die Religionslosen sie verstärken

Und sie übernehmen den Fehler der christlichen Kirchen, nicht mehr zu differenzieren. Islam und Christentum ist für den Nichtgläubigen Europas gleich unwirksames heiliges Geseiere. Die meisten Theisten und Atheisten erkennen daher die Gefahr, die auch für die Ausübung ihrer Areligiosität auf die Zukunft hin vom Islam ausgeht (der bekanntlich Atheisten noch mehr verachtet, als Christen und Juden), nicht mehr. Der kapitalistisch-sozialistische Atheist des Westens könnte daher zum Totengräber des (noch) christlichen Europas aber auch seiner selbst werden.

Was aber hat denn das nun alles mit den Terroranschlägen unserer Zeit zu tun? Der eben geschilderte Indifferentismus – die Arglosigkeit des Westens im Umgang mit dem Islam – führt zu immer größerer Verbitterung an den Rändern. Den Rändern innerhalb der Kirchen und den Rändern der Gesellschaft, der man Klarheit und Wahrheit geraubt hat, die Farbe bekennenden Antworten durch buntes Geschwätz ersetzt. Wer keine Werte-Orientierung mehr hat, wem nichts mehr als Maßstab vorgelegt wird, wer dann diese Leere spürt, der füllt das Vakuum mit sich selbst. Er orientiert sich ausschließlich an sich selbst, macht seine Erfahrungen und sein Denken zur Wahrheit. So wird man im „Normalfall“ zu einem harmlosen christlichen Fundamentalisten oder einem sich der Gesellschaft verweigernden Atheisten, im Extremfall zum Richter und Henker in einer Person.

Und was hat das alles mit Sri Lanka zu tun? So lange wir Christen und mit ihnen indirekt auch die Atheisten glauben, der gleiche Gott, der für uns am Kreuzt gestorben ist, sei jener, der uns durch Mohammeds Erben unterdrücken lassen wolle, so lange die Lüge vom friedliebenden und barmherzigen Islam nicht ausgerottet ist, so lange sehen die Radikalsten im Islam Sinn darin, uns immer weiter zu demütigen und zurückzudrängen. Denn eines können sie sich sicher sein: Es würde auch in Deutschland keinen Aufschrei aus Hundertausenden Kehlen von Muslimen geben, keine mehrwöchige Trauer, wenn hunderte Christen in Kirchen getötet würden. Ganz im Gegenteil ist zu befürchten, dass dann eher die Deutschen Bischöfe dazu aufrufen würden, den Dialog mit dem Islam zu verstärken und sich mit den vielen guten Muslimen zu verbünden!

Wenn Europa nicht zusammensteht, wird der Islam den Kontinent erobern

Was nun mich – den keineswegs bunte Pillen einwerfenden Autor betrifft – ich bin noch nicht hoffnungs- und mutlos geworden. Doch sehe ich nur eine geringe Chance, noch zu verhindern, dass es so kommt, wie ich oben beschrieben habe. Dazu aber müsste es zu einer Allianz aller Menschen guten Willens gegen islamische Staaten kommen und innerhalb der Staaten zur Bereitschaft politischer Konfrontation mit dem Islam. Vor allem aber muss verhindert werden, dass von außen weitere Muslime nach Europa ziehen und die hier noch nicht sozialisierten aus Europa entfernt werden.

Geschieht das nicht, ergibt sich nicht nur spieltheoretisch, dass Europa vom Islam binnen weniger Jahrzehnte ohne Krieg gefressen wird, wie Afrika vor vielen Jahrhunderten von ihm durch Krieg gefressen wurde!

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