Gestern ist in Italien die neue Nummer der Monatszeitschrift „Il Primato Nazionale“ erschienen. Sie widmet sich dem „neuen Feminismus“ und dem Genderwahnsinn. Der bekannte Publizist Valerio Bendetti hat für diese Nummer ein Interview mit dem PP-Gründer David Berger geführt. Wir dokumentieren hier den Text in deutscher Übersetzung.

In Deutschland verursachte der Wahlerfolg der „Alternative für Deutschland (AfD)“ ein kleines Erdbeben. Die Wahl der AfD zur drittstärksten Partei im Bundestag hat die Machtverhältnisse in Frage gestellt und CDU und SPD zudem zu einer – diesmal sehr wackeligen – Neuauflage der „Großen Koalition“ gezwungen. Trotz des Vorwurfs, „fremdenfeindliche“ und „homophobe“ Positionen zu verteidigen, haben sich viele Homosexuelle dennoch dafür entschieden, die Partei zu wählen und zu unterstützen. Unter ihnen ist der schwule Journalist und Aktivist David Berger. Der Theologe und Thomist Berger kann auf ein umfangreiches publizistisches Werk – unter anderem auch in maßgeblichen wissenschaftlichen und journalistischen Medien – verweisen. Derzeit betreibt er hauptsächlich seinen Blog Philosophia Perennis. Wurde er früher von der kirchlichen Hierarchie für seine Homosexualität kritisiert, so wird Berger heute von den LGBT-Lobbys für seine Mitgliedschaft in der AfD angegriffen, deren Mitvorsitzende zudem die Lesbe Alice Weidel ist.

Valerio Bendetti (Foto l.): Die sogenannten LGBT-Organisationen beanspruchen oft für sich, das Sprachrohr der Gesamtheit der homosexuellen Gemeinde zu sein. Was ist Ihre Meinung dazu?

David Berger: Das sind sie in keiner Weise. Diese Organisationen setzen sich – jedenfalls in Deutschland – aus drei Personengruppen zusammen:

1.) Homosexuelle, die mit ihrem Engagement Geld verdienen wollen (staatliche Zuschüsse für LGBT-Organisationen),

2.) Homosexuelle, die schon seit den 70er Jahren schwulenpolitisch aktiv und aufgrund ihres Lebensstils häufig verbitterte alte Männer sind und

3.) junge Homosexuelle, die Schwierigkeiten mit ihrer Homosexualität haben und diese mit ihrem Engagement zu verarbeiten suchen.

Dies hat dazu geführt, dass diese Organisationen seltsam schizophren sind: Da die linken Parteien die wichtigsten Geldgeber sind und sich früher intensiv für die Gleichberechtigung Homosexueller eingesetzt haben, sind die Mitglieder dieser Organisationen brave Schoßhündchen der Linken. Auf der anderen Seite sind es die Linken, die die Grenzen für die Islamisierung Europas geöffnet haben.

Mit der Islamisierung kehrt aber ein neuer fanatischer Homohass nach Europa zurück, die Gewalt gegen homosexuelle Männer in deutschen Großstädten wie Berlin und Köln explodiert. Und die Täter sind zu 95 % junge Männer mit muslimischem Kulturhintergrund. Das müssen und wollen die Homo-Verbände verschweigen, denn ihre Angst als „rechts“ oder „homohob“ bezeichnet zu werden, schaltet den gesunden Menschenverstand aus und opfert die eigenen Leute an die Messer der Immigranten.

Valerio Benedetti: Sie wurden wegen Ihrer Kritik an der gleichgeschlechtlichen Ehe und der schwul-lesbischen Adoption hart angegriffen. Sie wurden sogar als „homophob“ gebrandmarkt. Was ist ihr authentischer Standpunkt dazu?

David Berger: Ich war zwei Jahre Chefredakteur des größten Gay-Magazins Deutschlands („Männer“). Dort habe ich über einen jungen Libanesen aus Berlin berichtet, der mit 16 Jahren von seinem Vater – nach seinem Zwangsouting – mit Benzin übergossen wurde. Der Vater wollte ihn anzünden und rief dazu: „Allahu akbar“. Weil ich darüber detailliert berichtete, wurde ich von den Homoverbänden und der Deutschen Aidshilfe als „rechtspopulistisch“ und „islamophob“ beschimpft und später als Chefredakteur hinausgeworfen.

Dadurch wurde ich aber noch freier, Dinge wie den fanatischen Kampf für eine „Homoehe“ oder das Adoptionsrecht für Homosexuelle zu kritisieren. An den Vertretern der Homoehe in Deutschland hat mich vor allem gestört, dass sie die Homoehe aus lauter Verachtung für die klassische Ehe einführen wollen, deren Ideal ihnen verhasst ist. Sie erhoffen sich dadurch eine Auflösung des klassischen Ideals von Ehe und Familie. Ich bin aber dankbar dafür, dass ich gesund in einer solchen klassischen Familie mit Vater und Mutter aufwachsen konnte. Und ich will nicht, dass das anderen Kindern aus ideologischen Gründen verwehrt wird.

Die Zahl psychisch labiler Jugendlicher und junger Erwachsener, die in der „queeren“ Welt aufwuchsen, ist jetzt schon riesig. Kinder sind – wie Michel Houellebecq immer wieder betont – die Zukunft unseres Vaterlandes, sind die Zukunft des Abendlandes. Ihr Wohl bzw. ihre gesunde Entwicklung zu starken Persönlichkeiten muss an erster Stelle stehen, nicht die Ideologien und Egoismen einzelner.

Valerio Benedetti: Stellen die Extrempositionen der Dritte-Welle-Feministen ihrer Meinung nach eine Gefahr für die berechtigten Ansprüche der Homosexuellen dar?

David Berger: Ja, weil sie auch zugleich Open-Border-Aktivistinnen sind und dadurch dafür kämpfen, dass Millionen an fanatischen Antisemiten und Homohassern nach Europa kommen. Und auch deshalb, weil sie Teil der „linksqueeren Bewegung“ (Judith Butler) sind: Diese vertritt die These, dass unser Geschlecht und damit auch unsere geschlechtliche Orientierung nicht biologisch angeboren, sondern rein soziologisch anerzogen sind.

Wenn das so ist, fehlt das wichtigste Argument, mit dem man sich zurecht gegen die Kriminalisierung von Homosexualität gewendet hat: Sie ist angeboren, genetisch bedingt. Übrigens sínd Transsexuelle in der Regel die härtesten Kritiker der Genderideologie und des damit verbundenen Feminismus: Denn wenn Mann- und Frausein reine Kopfsachen sind, wird ihnen keine Versicherung bzw. Krankenkasse mehr eine Um-Operation finanzieren.

Valerio Benedetti: Viele Schwule und Lesben wählen und unterstützen die AfD. Warum wird also die Partei als „homophob“ herabgesetzt? Geht es um reinen „Medienterror“ oder steckt etwas anderes dahinter?

David Berger: Das war im Herbst 2017 ein echter Schock für die LGBT-Verbände, als über eine Umfrage herauskam, dass überdurchschnittlich viele homosexuelle Männer die AfD in Deutschland bei der Bundestagswahl wählen werden. Ein ähnliches Phänomen haben wir auch in Frankreich (Front national).

Als homophob wird die AfD von den Mainstreammedien eingeschätzt, weil viele ihrer Mitglieder die Einführung einer Homoehe (es gab ja schon die eingetragene Lebenspartnerschaft) als überflüssig, die Adoption von Kindern durch Homosexuelle als bedenklich eingestuft haben. Das kümmert aber die homosexuellen AfD-Wähler nicht wirklich.

Sie sagen immer wieder: „Was haben wir von der Homoehe, wenn wir gleichzeitig islamisiert und dann als verheiratetes Paar nach Scharia-Recht vom Hochhausdach geworfen und gesteinigt werden, wie dies in islamischen Ländern üblich ist und in London bereits von Muslimen angekündigt wurde?“

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