(Vorbemerkung: Aus aktuellem Anlass unterbrechen wir unsere Sommerpause für die Berichterstattung aus Chemnitz. Unsere Mitarbeiterin Andrea Berwing ist gestern für uns nach Chemnitz gefahren und hat zahlreiche Interviews geführt. Ihr ausführlicher Bericht folgt gegen Mittag. Hier zunächst ein Bericht aus Düsseldorf von „Widerstand steigt auf“)

Dem Spontanaufruf zur Demo „Aus Solidarität zu Chemnitz“ vor dem Düsseldorfer Landtag folgten ca 120 Demonstranten. Gleichzeitig fand eine Gegendemo mit ca 150 Leuten statt.

Während die Gegendemonstranten ihre Demo anmelden durften, wurden Orgas wie Patrioten NRW im Vorfeld massiv durch die Polizei eingeschüchtert. Der angebliche Aufruf von Patrioten NRW sei illegal, es müsse mit Strafanzeigen gerechnet werden.

Nichtsdestotrotz folgten zahlreiche Demonstranten dem unbekannten Aufrufer. Die beiden Demos hätten nicht unterschiedlicher sein können. Auf der einen Seite stiller Protest und auf der anderen Seite plärrte aus den Lautsprechern laute Musik und ein Redner pries den Kommunismus an, der damals wie heute gegen die braune Brut ankämpft. Zwischendurch die üblichen Rufe wie „Nazis raus“.

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Außerhalb der beiden Bereiche standen Zuschauer, die sich das Geschehen ansahen und sich vermutlich nicht trauten sich zu der Spontandemo zu stellen und sich somit zu outen.

Zwischendurch erhielten die Spontandemonstranten Anweisungen von der Polizei. Die Menge versammelte sich auf Wunsch der Polizei in einer Ecke und ein Mann, der sprach wurde umringt. Da er kein Megafon hatte konnte man ihn kaum verstehen. Die Versammlungsauflagen wurden verlesen. Nach einiger Zeit verkündete die Polizei über Lautsprecher, dass der Veranstalter die Demo beendet hat und die Demo aufgelöst wird.

Es erschien einem eher so, als ob die Polizei die Demo für beendet erklärt hätte, da manch einer gerne noch geblieben wäre. Da die Auflösung nur in kleinen Grüppchen mit Zeitabstand erfolgen durfte, dauerte es eine Weile bis der letzte gehen durfte. Auch die Auflösung verlief ruhig und jeder wartete friedlich bis er an der Reihe war und das Gelände verlassen durfte.

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