(Michael van Laack) Während in Trier ein neues Marx-Denkmal eingeweiht wurde, welches die Stadtmütter und -väter als großes Geschenk Chinas preisen  – eines Karl Marx, infolge dessen christenfeindlicher Lehren Abermillionen Menschen in Asien und den osteuropäische Staaten seit fast einem Jahrhundert unterdrückt, inhaftiert, gefoltert und getötet werden – darf Kaiser Wilhelm I. vor dem Preußen-Museum in Wesel nur noch liegen.

Denn dieser hat (bekanntlich) in seinem Leben viele Kriege geführt und entsprechend unsägliches Leid über sein Volk gebracht, so dass man sein umstrittenes Denkmal nach einer Restaurierung nicht mehr stehend präsentieren mochte.

Die Anständigen aus dem Bürgertum meines Heimatkreises sind darüber selbstverständlich hochbeglückt. Buntfaschistische Korrektheit in ihrer reinsten Form. 

So wird man wohl in Zukunft Schulklassen schon zu Beginn der Führung vor dem Eingang in die „richtige“ Grundstimmung bringen für den Besuch des Museums:

„Achtung, liebe Kinder und Jugendliche. Gleich betretet ihr ein Haus, in dem ihr viel Dunkles über Eure und Eurer Ahnen Heimat erfahren werdet. Es gibt nicht den geringsten Grund, auf Deutschland stolz zu sein oder auf Eure Vorfahren. Alles nur willige Vollstrecker der bösen Könige und Kaiser Preußens!“

Deutschland schafft sich auf die Zukunft hin ab und beginnt deshalb noch zu Lebzeiten mit der Grablegung der eigenen Geschichte. Damit am Ende für die neuen Besitzer des Landes nicht noch etwas Anstößiges zu beseitigen übrig bleibt. Denn bekanntlich möchte niemand den Erben unnötig Mühe machen beim Ausräumen der Wohnung nach dem Ableben!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.