Ein Gastbeitrag von Jörg Gebauer

Was für ein Zufall: Am letzten Januar-Samstag noch der wichtige Gedenktag zur Befreiung des Vernichtungs-Lagers Auschwitz, am folgenden Tag dazu eine Diskussions-Runde bei „Anne Will“ und vollkommen unpassend ein scheinbar gutmenschlicher, harmloser Schulbesuch unseres Bundespräsidenten.

Niemals sollte man etwa sagen, daß der Bundespräsident ein Voll-Trottel oder womöglich ein Brandstifter sei.

Daß er aber ausgerechnet in Jordanien eine „Al Quds-Schule“ besucht, macht dankenswerterweise nun öffentlich, daß Deutschland eine Schule mit diesem symbolischen Namen finanziert hat.

Brandstifter sind demnach die Personen, die erstens deutsche Gelder für diese Schule bewilligten, falls der Name nicht schleunigst geändert wird. Voll-Trottel sind demnach zweitens diejenigen, welche dem Bundespräsidenten keinen Hinweis über die Symbol-Trächtigkeit des Namens der Schule gegeben haben.

Hat ihm den Besuch dieser Schule womöglich wieder jene unsägliche Sawsan Chebli, seine ehemalige Sprecherin des Außenamtes eingeflüstert? Kurz berockt bezirpst sie ihn seit 2009; schlich sich damals in sein Umfeld ein.

„Der Herr badet bekanntlich gerne lau, so in einem Schaumbad“ (eigentlich ein Zitat Wehners über Brandt) und erkannte demzufolge nicht die Gefahr, welche von der Dame mit koran-dogmatischem Umfeld ausging.

Doch wofür steht der Kampf-Begriff „Al Quds“ im arabisch-iranisch-islamischen Raum?

Er wird alljährlich zu staatlich organisierten Massen-Demonstrationen gegen Israel genutzt, bei denen die „Befreiung Jerusalems von den jüdischen Besatzern“ gefordert wird.

Al quds Marsch Israel
Erneut wird ein Großteil des Hass auf Israel gerade von Deutschland ausgeschürt. Foto: Al Quds-Marsch in Berlin 2017 (c) David Berger

 

Auch weitergehende Vernichtungs-Drohungen gegen Israel werden regelmäßig in Zusammenhang mit „Al Quds“ ausgesprochen.

Der Schlachtruf (im doppelten Sinne) geht auf Ajatollah Chomeini zurück. Im August 1979 forderte dieser „alle Muslime der Welt und alle muslimischen Regierungen“ dazu auf, den Juden und allen ihren Unterstützern die Hände abzuhacken.

Der spätere iranische Präsident Ahmadinedschad sprach in einer Rede zum „Al Quds-Tag“ vom Holocaust als einer „Lüge, die als Vorwand für die Gründung Israels gedient habe“.

Bei den jährlichen Demonstrationen von Islamisten und Palästinensern in Berlin kam und kommt es immer wieder zu „Sieg Heil“-Rufen sowie dem Skandieren von Parolen wie „Kindermörder Israel, Frauenmörder Israel“, während rot verschmierte Puppen hochgehalten werden.

 

„Juden ins Gas!“, „Jude, Jude feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“ und „Israel vergasen!“-Sprechchöre…

Eine ganz feine Zielgruppe haben sich da die Berater des Bundespräsidenten ausgedacht, als sie den (hoffentlich ahnungslosen) Steinmeier nun in eine Schule mit solch symbolträchtigem Namen schickten, ihn somit vorführen und letztendlich auch sein Amt für politische Zwecke mißbrauchen.

Neue diplomatische Verwicklungen nun mit Israel, das mittlerweile zu Recht jeden Schritt deutscher Politiker genau beobachtet und analysiert:

Was für Beamte, die deutsche Steuergelder für eine jordanische Schule bewilligten, deren Name ein extremer Kampf-Aufruf gegen Israel – und was noch schlimmer ist: gegen alle Juden weltweit – ist.

So begeht heutzutage das offizielle Deutschland seinen „Al Quds-Tag“; äääh… seinen „Tag des Gedenkens an die Opfer des National-Sozialismus“.

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