(David Berger) Alternativmedien finden nicht nur im Internet statt. Auch aufgrund der juristisch äußerst wackeligen Zensur-Atmosphäre im Internet besinnt sich die sich nun unter der anstehenden GroKo weiter ausbildende APO wieder stärker auf Druckerzeugnisse zurück. Hier ist die Rechtslage klar, eine stark auf Willkür und Ideologisierung ausgerichtete Paralleljustiz gibt es hier noch nicht.

Im Zuge dieser Verlagerung ist auch das Magazin „Arcadi“ geboren, dessen erste Ausgabe hier vor mir auf dem Schreibtisch liegt.

Das Magazin wirkt so frisch wie seine Macher, man hat bei Papier und anderen Produktionskosten keine Mühen gescheut, so dass sich das Magazin auf dem weiten Markt der Presse-Erzeugnise durchaus sehen lassen kann.

Die erste Ausgabe besticht ästhetisch mit Brittany Pettibone als Coverstory. Im Heft findet sich dann ein ausführliches Interview mit der amerikanischen Bloggerin und Autorin, die nicht zuletzt durch ihre kluge Unterstützung für Trump bekannt wurde. Und ästhetisch geht es gleich im Editorial weiter, wo uns der leitende Redakteur, Yannick Noe, mit einem Lächeln begrüßt, das auch den letzten Zweifler von der Notwendigkeit des Kaufes des Heftes überzeugen wird…

(ich weiß, dass dieser Absatz jetzt sehr sexistisch gehalten war: ich habe es trotzdem getan. Ich bin ein alter Mann und in meiner Generation, zumal unter Katholiken, galt sex noch als etwas Positives).

Im Politikteil erwarten einen spannende Reportagen zu den Aktionen von „Defend Europe“ – deren Mittelmeeraktion viele von Ihnen sicher auch mit großer Spannung verfolgt haben werden. Zum Stichwort Mittelmeer passt eine Reportage aus dem Wahlkampf der Front National im Juni in Südfrankreich.

Überhaupt zeigt der Politikteil bereits: verstaubte „Deutschland Deutschland über alles“-Veteranensentimentalität wird man dort vergeblich suchen,

…es herrscht vielmehr die Stimmung, die man erlebt, wenn sich man unter jungen Patrioten aufhält, deren Heimat neben ihrem Vaterland eben auch immer das Abendland ist.

Bei so viel Frische, Jugendlichkeit und Aufbruch dürfen natürlich Sport, Gesundheit und Ernährung sowie Reisen (Tallinn) nicht fehlen. Erstaunlich umfangreich und kein bisschen langweilig ist der Kulturteil.

Da möchte man glatt nochmal jung sein, um das Heft in seiner Unitasche zu haben, um es demonstrativ in der U-2 zwischen Potsdamer-Platz und der Schönhauser Allee – zwischen lauter politisch korrekten Hipstern –  lesen zu können.

Produziert wird das Heft übrigens mit Unterstützung von EINPROZENT.DE

Aber ich will ja nicht zu viel verraten… Nur noch ein kleines Video zum ersten Heft von Operation Fregin:

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Mehr Infos zur Bestellung usw gibt es hier:

ARCADI MAGAZIN