Ich hab die Schnauze voll, dass ich nicht mehr sagen darf, was hier los ist…

Auf facebook beginnt gerade ein Videobeitrag von Mona Maja die Runde zu drehen, der seit gestern bereits 157.130 Aufrufe erzielte.

Da mir die Dame nicht bekannt ist, kann ich mich zu ihrem persönlichen Hintergrund zwar nicht äußern, finde den Beitrag jedoch auch unabhängig davon bemerkenswert. Und dies aus zweierlei Gründen:

Erstens, weil ich es sehr interessant finde, dass auch eine Privatperson, die m.E. bis dato nicht als große Polit-Aktivistin in Erscheinung getreten ist, mit einer einfach aufgenommenen Video-Botschaft innerhalb kürzester Zeit eine dermaßen große Reichweite erlangen kann. Und zweitens, weil dies darauf hindeutet, dass sie mit ihrem Anliegen einen Nerv getroffen zu haben scheint.

Letzteres erscheint mir auch deshalb bemerkenswert, weil sie sich in ihrem Video explizit als Frau äußert, ein „Frauenthema“ anspricht. Denn zum Stichwort „Frauenthema“ werden nun vielleicht einige von Ihnen an regierungsnahe Kampagnen wie #aufschrei oder dessen Revival #meeto denken. Oder an den Islamismus-nahen Kopftuch-Feminismus einer Kübra Gümüsay. Doch weit gefehlt:

Mona Maja spricht von der aktuellen Angst einheimischer Frauen. Und zu diesem Thema überlegt sie eine Demonstration in Bottrop zu planen.

Ich empfehle sich das Video anzuschauen.

Nachtrag: Leider musste ich – wie bereits einige Kommentatoren freundlich anmerkten – feststellen, dass das Video vom youtube-Kanal Mona Majas bereits binnen eines Tages „wegen Hassrede“ gelöscht wurde.

Da der Clip sich mittlerweile jedoch noch auf diversen anderen Seiten findet, verlinke ich nun „einen Spiegel“ von der Seite polwoc.info (*ein weiterer youtube-Spiegel findet sich unten im Kommentar von Kettenraucher – vielen Dank!):

Auf facebook ist der Clip noch nicht zensiert. Dort hat der Beitrag aktuell 249.814 Aufrufe erreicht. Ich persönlich vermag im Kommentar von Mona Maja keine derartige „Hassrede“ zu erkennen, die ein Zensieren des Videos auf youtube rechtfertigen könnte: Leider ist der Beitrag damit – über seinen eigentlichen Inhalt hinaus – auch zu einem Beispiel aktueller Löschpraxis in sozialen Netzwerken geworden.