(David Berger) Gestern habe ich über die Artikel berichtet, die im Jahr 2017 bei Philosophia Perennis (PP) die meiste Leser fanden und für Furore in anderen Medien bzw. der Politik sorgten. Heute soll hier ein kurzer Überblick über die Vorort-Einsätze von PP im zu Ende gehenden Jahr gegeben werden.

Bei den Protesten gegen den Bundesparteitag der AfD in Köln im April gelang es mir mich für eine knappe Stunde im „schwarzen Block“ aufzuhalten und dort mit Antifa-Leuten zu reden, Fotos zu machen etc. – bis man mir sehr unzweideutig klar machte, dass ich mich schleunigst vom Acker machen muss, wenn ich „unverletzt hier rauskommen will“.

Bei verschiedenen antisemitischen Demos in Berlin war ich dabei, um direkt von dort zu berichten, dort – nach reichlich bösen Blicken und einer unschönen Erfahrung in meinem Fitnesstudio (McFit) – allerdings fast immer mit ein bis zwei notfalls beherzt zugreifenden Freunden.

Die Rufe „Kindermörder Israel“, „Alahu Akbar“ oder „Juden ins Gas“ mitten auf dem Kudamm zu hören, hat mich dennoch, das will ich hier nicht verschweigen, auch emotional mehr berührt als das für die journalistische Arbeit gut ist. Als überdies die Nannymedien berichteten, diese Demos seien „friedlich und harmonisch“ verlaufen, wurde mir klar, dass mein Vor-Ort-Sein dort durchaus Sinn macht.

breitscheidplatzAlles andere als kalt ließen mich die verschiedenen Gedenkfeiern am Breitscheidplatz, von denen ich berichtete: im Frühjahr wurde dort – im Beisein des Regierenden Bürgermeisters der Stadt – die These gefeiert, dass LKW-Massaker habe weder etwas mit dem Islam noch dem Islamismus zu tun (sic!)

Der Imam versicherte den Zuhörern, der Islam stehe für Vernunft und Frieden. Der Terror auf dem Breitscheidplatz habe nichts mit dem Islamismus zu tun. Die Terroristen seien keine Muslime, sondern Faschisten:

„Ich verweigere mich, diesen Terror als islamistisch oder islamischen Terror zu bezeichnen.“

Auch „wenn sich die Täter natürlich als Muslime bezeichnen“ würden. Er verbürge sich als Imam und Moslem dafür, dass das, was da geschehen sei, nichts mit dem Islam zu tun habe. Für beide Aussagen bekam er großen Applaus – und keinerlei Widerspruch der Regierenden Bürgermeisters.

Ich muss gestehen: Als ich dieses Video aufzeichnete, konnte ich die Kamera vor Wut kaum noch still halten, als der Imam von der Menge für diese ungeheuerliche Aussage beklatscht wurde…

Ähnlich erging es mir erneut am Breitscheidplatz, als kurz vor Weihnachten Merkel dort wenigstens ein wenig von dem nachholen wollte, was sie über ein ganzes Jahr lang versäumt hatte.

Während bei Merkels Gedenkfeier in der Gedächtniskirche einer vom Verfassungsschutz überwachten Moschee nahe stehende Imam predigte, wurden vor der Kirche (weitab von der Gedenkfeier) Demonstranten gegen die Islamisierung und Merkels Flüchtlingspolitik mit einem Platzverweis bedacht, schließlich abgeführt.

Ein Polizist  drohte einem „uneinsichtigen Ruhestörer“ damit, ihn mitzunehmen und dem Haftrichter vorführen zu lassen – sollte er nicht verschwinden.

Ich habe die DDR-Diktatur nie aus eigener Erfahrung erlebt. Aber in diesem Augenblick wurde mir klar: Sehr viel anders kann es dort auch nicht gewesen sein.

Im März, September und jetzt im Dezember reiste ich nach Nizza, das ich seit dem LKW-Massaker im Juli 2017 nicht mehr besucht hatte. In mehreren Reportagen schilderte ich, wie sich die Stadt durch den Terror komplett gewandelt hat.

Erfreulicher waren andere Ereignisse, von denen ich berichten durfte. So etwa der Neujahrsempfang der Jungen Freiheit oder die Verleihung des Löwenthalpreises vor einigen Wochen. Die Kiliani-Feierlichkeiten und die 1000-Jahr-Feier des Todestages des hl. Aquilin in Würzburg waren mir aufgrund meiner Biographie persönlich wichtig.

Erwähnt sei in diesem Zusammenhang der erfreulichen Dinge die angenehme Zusammenarbeit mit verschiedenen anderen Alternativmedien in Deutschland, die Tatsache, dass mir die „Zeit“ fast eine ganze Seite zur Verfügung stellte, um mich und damit auch PP gegen die Vorwürfe zu verteidigen, hier würde rechtsradikales und homophobes Gedankengut propagiert. In einer äußerst angenehmen Atmosphäre verlief auch mein Besuch bei RT Deutschland.

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Franz O
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Franz O

Vielen Dank für ihren unermüdlichen Einsatz, Herr Berger!

Kulleraugen
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Kulleraugen

Stasi war nie weg

Reinhardt Cornelius-Hahn
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Ich habe trotz Literaturstudium und Buchveröffentlichungen nur 606.- Euro Rente im Monat. Es lag an der Zeit nach der Wende. Aber, ich bin froh Teilhabe erfahren zu können durch Ihren Blog. Ein wirkliches Bild von der Welt zu haben, ist so viel wert wie ein ehrliches Leben. Darum, Mut und Kopf hoch und setzen Sie sich weiter auseinander mit „anderthalbfachen Lügen“ und „halben Wahrheiten“ (nach Karl Kraus), sie sind die Werkzeuge des Systems, eines, das Hass und Hetze erzeugt. Menschen, die denken, die berichtete Welt der ÖrR wäre wahr, sind das Opfer, weil sie glauben und nicht hinterfragen. Denen muss… Mehr lesen »