(David Berger) Mit dem vielleicht bekanntesten und schönsten lateinischen Weihnachtslied, dem „Adeste fideles“ möchte ich allen Lesern von Philosophia Perennis frohe und gesegnete Weihnachten wünschen.

Auch wenn die Musikforschung inzwischen diese Tradition anzweifelt: Der Legende nach stammen Text und Melodie dieses vielleicht europäischsten Weihnachtsliedes überhaupt vom portugiesischen König Johann IV. (+ 1656) – Ein König, der nicht nur solche prachtvollen Kunstwerke schuf, sondern auch für den Erhalt der katholisch-abendländischen Kultur seiner Heimat kämpfte …

Wie niemals zuvor in meinem Leben habe ich an diesem Weihnachtsfest das Gefühl, dass es ein wichtiger Teil unserer abendländischen, meiner Kultur ist.

Die uns – völlig unabhängig davon, ob wir gläubig sind oder nicht – zu dem gemacht hat, was wir heute sind. Und nur wenn wir uns erneut auch auf diese Wurzeln zurückbesinnen, können wir erneut jene Standhaftigkeit gewinnen, um gegen die derzeit über Europa hereinfallende Flut der Barbarei bestehen.

Ist die tiefste Botschaft von Weihnachten doch: „Et homo factus est“ – Gott ist Mensch geworden. Und hat durch die Inkarnation den Menschen nicht nur wunderbar neu geschaffen, sondern im Licht der Gnade als seinen Freund angenommen. Erst in diesem Zusammenhang konnte sich die zutiefst abendländische Idee der Menschen- und Personrechte entwickeln, wenn sie auch anfangs im Ringen mit der Kirche geboren wurde.

Die christliche Inkarnationsidee ist der absolute Gegenentwurf zu einem blutrünstigen Gott der Barbaren, der die Menschen nur als Sklaven duldet, die unter Anrufung seines Namens den Glauben mit Hass auf die Ungläubigen und unter Blutvergießen ausbreiten sollen.

17 Kommentare

  1. „Ist die tiefste Botschaft von Weihnachten doch: „Et homo factus est“ – Gott ist Mensch geworden.“
    So ist es. „Ecce homo!“ gilt auch für dieses schöne Lied gesungen von einem wundervollen Menschen mit überwältigender Stimme…der einst nach Rat der Ärzte wegen seiner Behinderung abgetrieben werden sollte. Ich hätte nie gedacht, dass die tiefste Weihnachtsbotschaft mir einmal nicht in einem Gotteshaus, sondern auf einem Blog begegnen würde… Danke.
    Auch ich wünsche Allen hier Segen und ein friedliches Weihnachten.

  2. „Wie niemals zuvor in meinem Leben habe ich an diesem Weihnachtsfest das Gefühl, dass es ein wichtiger Teil unserer abendländischen, meiner Kultur ist.“

    So geht es mir auch. Und über den Artikel hinaus will ich hier mal so frech sein, daran zu erinnern, daß gerade im Weihnachtsfest sich viele alte heidnische Traditionen erhalten haben. Ohne Heidentum kein Weihnachten. Die abendländische Kultur lebt insbesondere durch die ständige Wechselwirkung von Christentum und griechisch-römischer Antike. Und die „Idee der Menschen- und Personenrechte“ sind auch ohne griechische Philosophie undenkbar. Der Wert des Menschen als Individuum ist angelegt in der griechischen Polis und keineswegs etwa im Alten Testament, in dem das Kollektiv des Volkes Gottes die zentrale Rolle spielt. Rudolf Bultmann (ja gut, ein Protestant) hat das in der Studie „Das Urchristentum“ treffend hervorgehoben.

    Hinzu kommt, daß das Weihnachtsfest – anders als Ostern – ursprünglich im Christentum nicht begangen wurde. Es ist eine Adaption verschiedener heidnischen Feste der Spätantike, des Mithraskults und der Feier des Sol invictus, des unbesiegbaren Sonnengotts, zur Wintersonnenwende. Diese heidnischen Feiern und Riten wurden christianisiert, das war allgemeinverträglicher als sie zu verbieten und auch vielfach die spätere Vorgehensweise bei der Germanenmisson (Julfest). Gottseidank hatte man das Lukasevangelium, in dem allein (innerhalb des Kanons) die Geburtsgeschichte Jesu überliefert ist.

    Das Abendland ist überall Amalgam aus Christentum und Heidentum, und ohne insbesondere die alten Griechen gäbe es das Christentum, das wir kennen, heute wohl nicht, es wäre ganz anders und wahrscheinlich schon lange zugrundegegangen.

  3. Ich wünsche Ihnen Herr Berger und Ihren Angehörigen und allen Menschen hier auf pp ein Frohes Weihnachtsfest und möge Gott sie alle segnen.

  4. „Wenn es dir möglich ist, ein Licht auch nur für eine einzige im Dunkel irrende Seele zu entzünden – einem Betrübten die Lichtseiten des anderen Lebens zu zeigen – einem anderen Menschen eine höhere und edlere Lebensanschauung zu vermitteln, damit er ein gütigerer und glücklicherer Mensch werde – wenn du mit einem Funken Liebe die Welt erfreust – dann hat dein Leben einen Sinn bekommen und wird Gottes Segen herabziehen.“ Ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest

  5. Lieber David, ich wünsche Ihnen, Ihrer Familie und engsten Freunden, ein frohes Weihnachtsfest, und ein paar besinnliche Momente, die Ihnen weiterhin Aufmunterung und Kraft für 2018 geben .

  6. Ich wünsche Ihnen und allen Mitlesern auch ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest.

    Was wären wir eigentlich ohne Weihnachten?

    Menschen,
    die im Dunkel der Nacht
    den Weg nicht finden.
    Menschen,
    die die Kälte dieser Welt
    ohne Liebe ertragen müssen.
    Menschen,
    die am Ende ihres Lebens
    keine Hoffnung haben.

    Jesus Christus
    ist Licht, Liebe, Hoffnung.

    WeihnachtLichte Grüße von
    Helga Brandt

  7. Bei einer Glaubensgemeinschaft, die weltweit Unfrieden und Hass verbreitet und blutrünstige Praktiken und Gewaltorgien zelebriert, handelt es sich um einen SATANSKULT. Dazu passen auch die Kinderopfer, die als pädophile Objekte in Kinderehen auf dem Satans-Altar dargebracht werden.

    Demgegenüber ist Kern der christlichen Lehre ein liebender Gott, der mit seinen Geschöpfen als Freund auf Augenhöhe kommuniziert. Dadurch, daß Gott Mensch wurde, hat zugleich jeder Mensch den göttlichen Funken eingehaucht bekommen (auch diejenigen, die das nicht wissen und einen anderen Weg gehen).

    Frohe Weihnachten dem PP-Team und allen Mitforisten.

  8. Alles Gute zum Heiligen Abend und ein frohes Weihnachtsfest, wünsche ich Ihnen, Herr Berger, sowie allen Lesern und Kommentatoren Ihres Blogs.

    free yourself

  9. „Für uns Menschen und zu unserem Heil
    ist er vom Himmel gekommen,
    hat Fleisch angenommen
    durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria
    und ist Mensch geworden.„

    Bei „und ist Mensch geworden“ knie ich wieder. Mir bedeutet das sehr viel!

    Oder wie es im Quempas heisst:“Gottes Sohn ist Mensch geborn, ist Mensch geborn; hat versöhnt des Vaters Zorn, des Vaters Zorn!

    Ich wünsche freudenreiche und lichtreiche Weihnachten!

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