Die EU als Imperium der aalglatten Emporkömmlinge

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(c) Pixabay

Ein Gastbeitrag von Jörg Gebauer

„Ich hoffe, dass der Funke von Frankreich auf Deutschland überspringt. Eine Chance, die garantiert nicht nochmal kommt. Wenn diese Chance jetzt an die Wand gefahren wird, dann sehe ich schwarz für Europa.“ (Joschka Fischer)

Nur zwei Sätze reichen aus, um den Irr-Sinn zu beschreiben:

„Zaccaria Mutah aus Ghana schuftet auf EU-subventionierten Tomatenfeldern in Apulien für einen Hungerlohn. Zu Hause kann er von der Landwirtschaft nicht mehr leben, weil Billig-Tomaten aus der EU den heimischen Markt zerstört haben.“ So die Vorankündigung einer ARD-Reportage.

Hingegen Grund-Rauschen:

„Fluchtursachen bekämpfen, Fluchtursachen bekämpfen, Fluchtursachen bekämpfen…“

Verbirgt sich nun dahinter eine Kritik von links oder eine Kritik von rechts gegenüber der EU? Darf das Brüsseler Heiligtum – unser aller Kraft-Quell – überhaupt hinterfragt werden?

Aha… Kritik am EU-Bürokratie-Imperialismus ist also immer „rechts“. Warum? Weil aalglatte Emporkömmlinge wie der feine Herr Macron es geschafft haben, der EU einen bunt-liberalen Anstrich von außen zu verpassen.

Also „muß“ Kritik „rechts“ sein. Diesen Budenzauber schlucken nur noch junge, verkopfte Naivlinge, die nach teuren Erasmus-Programmen gieren, welche letztendlich nur ihnen selbst nützen werden.

Und vertrottelte Alt-Linke, die ihrem Lebensabend noch einmal einen Kick geben wollen mit inhaltsleeren „Pulse of Europe“-Demos. Nachdem sie als Friedensbewegte vor 35 Jahren versagt hatten. Versagt in Analyse wie im Resultat. Reinster Voluntarismus…

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Weitere Texte von Jörg Gebauer finden Sie hier: FISCH UND FLEISCH

 

16 Kommentare

  1. Dwarsdryver@online.de
    "...schuftet in Apulien auf Feldern für einen Hungerlohn..." ...und ermöglicht der EU auch weiterhin durch Billigexporte die afrikanische Landwirtschaft zu zerstören. Was ist daran falsch? -Apulische Bauern nutzen nur ihre Chance ihre Betriebe betriebswirtschaftlich zu optimieren. -Niemand hat Kunta Kinte gerufen. Er hat sich selbst in diese Lage gebracht. Er muss ja nicht auf dem Feld arbeiten. By the way: so ne Reise von Schwarzafrika nach Italien ist bestimmt nicht ganz billig. Kunta Kinte war also nicht "arm" in seiner Heimat, gemessen an den dort herrschenden Verhältnissen. -die afrikanischen Eliten könnten für ihre Länder ja Einfuhrzölle auf Landwirtschaftsprodukte erheben, um solch geschilderte Missstände zu begegnen. Tun sie nicht? Sind ja alles überzeugte Globalisten :-) Hat wohl bestimmte Vorteile entsprechend zu agieren.
  2. Bollo
    Das kann man so nicht stehen lassen....vertrottelte Altlinke......... Warum, weil ich damals vor 35 Jahren nicht der Meinung von Adenauer war,der sagte " die westeuropäische Integration stehe ihm näher,als die Einheit der deutschen Nation"? Damals war von der UDSSR die Wiedervereinigung angeboten worden. Warum, weil ich für die Ostverträge war? Warum, weil ich den Juso-Spruch " Oma, die Jusos wollen dir dein Häuschen im Tessin wegnehmen" gut fand. Ich habe auch die Agenda 2010 von Schröder in vielen Punkten für richtig gehalten. Aber die SPD von heute ist nicht mehr die SPD von Schuhmacher,Brand,Schmidt.Mit dem vom Volksmund sogenannten "Spitzel-Maas" und den jetzigen Genossen , vor allem mit den Ansichten von Muslima Özuguz, habe ich nichts mehr gemeinsam. Nehmen wir die CDU. Helmut Kohl hat noch von " Deutschland, unserem Vaterland" gesprochen. BK Merkel spricht nur noch von "Menschen, die hier länger leben." Ich gebe auch zu.....Ich lebe in Europa.....ich fand auch die EWG für gut und richtig....die EU und den Euro nicht.....aber ich bin und bleibe Deutscher, geprägt durch Humanismus mit Reformation und Aufklärung, unsere Kultur. Nun mal zu den Grünen........Danke für die Mono-Kulturen von Mais und Raps. Leider mußten die wilden Stiefmütterchen,der Mohn die Kamille und die Kornblumen weichen. Die Insekten und Vogelarten wurden weniger. Aber man kann der "Großen Grünen" Frau Göring Eckardt nur Beifall klatschen. Sie denkt ja an jeden Käfer,Schmetterling und Vogel, der der Grünen Politik zum Opfer gefallen ist. So rettet man die Welt.
    • ceterum_censeo
      Ja, eben! 'Europa' ist nicht die 'EU'; und man hätte es mal lieber bei einer 'Europäischen Wirtschafts Gemeinschaft' belassen sollen statt diesen idiotischen menschenverachtenden Bürokratie Wahn uns aufzudrücken! Im übrigen sei angemerkt, dass es zum gut Teil auch der tumbe 'Kohlkopf' beteiligt war der uns dieses Chaos beschert hat! Und das Merkill-Scheusal hat er uns obendrein aufgehalst!
    • Dwarsdryver@online.de
      Neben den grünen Khmer steht die sog spd für Parteien, die viel versprechen und das Gegenteil halten. beispiele: In den 70ern wurde geworben mit "mehr Demokratie wagen". Effektiv betrieb die spd den Abbau von Bürgerrechten (wg "Terrorgefahr", kommt bekannt vor?). Die (Hirn-)Schröder-Regierung warb für "mehr soziale Gerechtigkeit". Heraus kam das System HartzIV. Und Sie nennen sich einen "Alt-Linken"? Wirklich Ihr ernst? ROFL P.S. über die Salon-Linke und anstifter von Massenmeierei auf Steuerzahlers Kosten "die Linke" muss ich hier doch wohl kein Wort verlieren?!
    • Dwarsdryver@online.de
      PPS Auch die cDu ist nicht mehr die Partei von Adenauer/Erhard. Mit Birne fing es an... Heutzutage sind diese "Parteien" nur noch Wahlvereine, Pöstchenschieberbuden und Klüngel. Mafia. Wer wählt sowas?
  3. free yourself
    Seitdem die Pseudolinken mit den Neoliberalen kuscheln und sich die Neoliberalen mit linker Attitüde tarnen, scheinen mir die alten Lagerzuordnungen überflüssig zu sein. Wenn sich Konservative wie Linksgrüne grenzenlose Immigration auf ihre Fahnen geschrieben haben, muss jeder, der das mit vernünftigen Argumenten kritisiert, als Systemfeind stigmatisiert und als Nazi diffamiert werden, denn er könnte ja den ganzen Irrsinn einer suizidalen Flüchtlingspolitik als diesen entlarven und damit die Stimmung innerhalb der Bevölkerung kippen, womit der Willkommenseinheitspartei jegliche Legitimation entzogen wäre. Wer also nicht moralisierend, sondern realistisch argumentiert, ist böse und das Böseste, das der Deutsche kennt, ist nun mal der braune Adolf und wer will schon ein solcher Adolf sein, natürlich niemand. So kann sich das Establishment mit all seinen Projekten, sei es Islamkuscheln, gender mainstreaming, Multikulti, Massenimmigration und was dergleichen mehr an vollkommen abgedrehten, volksfernen Ideologien der Bevölkerung von oben aufgebürdet werden soll, eine Weile noch an der Macht halten, bis es endlich immer mehr kritischen Menschen wurscht ist, als was ihn die antidemokratische Führungselite bezeichnet. Mit ihrer Politik treiben die Willkommensparteien immer mehr Menschen zu den Parteien, die deren Politik kritisieren wie sie selbst und da es momentan nur die AfD gibt, die eine andere Flüchtlingspolitik will, wird diese an Zuspruch gewinnen, je mehr die berechtigte Kritik kriminalisiert wird. Somit schaffen sich die Willkommensparteien selbst ab, bleiben sie bei ihrem "weiter so". Das Lügengebäude bekommt allmählich Risse.
    • free yourself
      Ergänzend dazu: ... "Wenn heute Merkel zum Vorwurf gemacht wird, sie übernehme sozialdemokratische Politikansätze, so sollte dabei nicht außer acht gelassen werden, dass Schröder zunächst wesentliche Konzepte einer konservativ-liberalen Wirtschafts- und Sozialpolitik in das politische Handlungsrepertoire der SPD integrierte, wo sie bis heute fest verankert sind. So wie er versuchte, mit christdemokratischen Politikansätzen CDU-Wähler für die SPD zu gewinnen, versucht Merkel umgekehrt, mit sozialdemokratischen Politikansätzen SPD-Wähler für die CDU zu gewinnen. Der „Sozialdemokratisierung“ der CDU ging somit eine „Christdemokratisierung“ der SPD voraus. Dadurch sind die inhaltlichen Schnittmengen beider Parteien inzwischen so groß geworden, dass man mit einiger Berechtigung sagen kann, dass wir es statt mit zwei Volksparteien eigentlich nur noch mit einer „Großen Volkspartei“ zu tun haben. Sie entspricht idealtypisch dem, was der Politologe Otto Kirchheimer schon vor Jahrzehnten als „Catch-all-Party“ bezeichnet hat, deren vorrangiges Ziel die Maximierung von Wählerstimmen ist." ... https://www.tichyseinblick.de/meinungen/entstehung-einer-neuen-politik-und-parteien-landschaft/
      • Peter Krauss
        Sehr gut geschrieben. Egal welcher Partei man im Kartell seine Stimme gibt, geliefert wird stets die gleiche Richtung derPolitik. AFD bedeutet auch Hoffnung, ich wünsche mir, dass diese nicht enttäuscht wird.
      • Dwarsdryver@online.de
        "Catch-all-Party" Alternativ "Rattenfänger" Worbei die Bezeichnung Ratte auf das Mass an Wertschätzung der Fänger gegenüber dem "eingefangenen" bezieht.
  4. Heinz Maier
    Wer eigentlich Macron ist, ist wohl noch nicht hinreichend bekannt. Bei Fischer ist der Fall schon eher klar. Gestern hört ich von der Leyen säuseln: 70 % der Abgeordneten des Bundestages seien pro 'europäisch'. Immer die Gleichsetzung von Europa und EU, zur Verwirrung des Publikums. Und dann die Gegenüberstellung Europa oder Nazi. Es dürfte in Europa kaum jemand geben, der nicht für ein einiges Europa sprechen würde. Aber welches? Ein europäischer Zentralstaat mit Entmachtung der Länder und deren Bevölkerung?
  5. winston
    Man sollte mal ein Buch über die ganzen aalglatten Politabziehbilder machen. Einen Titel hätte ich schon: "Soziopathen im Nadelstreif".
  6. maja1112
    Ich freue mich auf ein ganz besonderes Szenario. Deutschland verläßt die EU und Macrönchen rotiert wie ein Brummkreisel. Dann ist es aus mit Geld und Prestige, ich frage mich sowieso aus welchem Loch dieser Macron, so kurz vor der letzten Wahl, gekrochen ist.