Ein Gastbeitrag von Jörg Gebauer

„Ich hoffe, dass der Funke von Frankreich auf Deutschland überspringt. Eine Chance, die garantiert nicht nochmal kommt. Wenn diese Chance jetzt an die Wand gefahren wird, dann sehe ich schwarz für Europa.“ (Joschka Fischer)

Nur zwei Sätze reichen aus, um den Irr-Sinn zu beschreiben:

„Zaccaria Mutah aus Ghana schuftet auf EU-subventionierten Tomatenfeldern in Apulien für einen Hungerlohn. Zu Hause kann er von der Landwirtschaft nicht mehr leben, weil Billig-Tomaten aus der EU den heimischen Markt zerstört haben.“ So die Vorankündigung einer ARD-Reportage.

Hingegen Grund-Rauschen:

„Fluchtursachen bekämpfen, Fluchtursachen bekämpfen, Fluchtursachen bekämpfen…“

Verbirgt sich nun dahinter eine Kritik von links oder eine Kritik von rechts gegenüber der EU? Darf das Brüsseler Heiligtum – unser aller Kraft-Quell – überhaupt hinterfragt werden?

Aha… Kritik am EU-Bürokratie-Imperialismus ist also immer „rechts“. Warum? Weil aalglatte Emporkömmlinge wie der feine Herr Macron es geschafft haben, der EU einen bunt-liberalen Anstrich von außen zu verpassen.

Also „muß“ Kritik „rechts“ sein. Diesen Budenzauber schlucken nur noch junge, verkopfte Naivlinge, die nach teuren Erasmus-Programmen gieren, welche letztendlich nur ihnen selbst nützen werden.

Und vertrottelte Alt-Linke, die ihrem Lebensabend noch einmal einen Kick geben wollen mit inhaltsleeren „Pulse of Europe“-Demos. Nachdem sie als Friedensbewegte vor 35 Jahren versagt hatten. Versagt in Analyse wie im Resultat. Reinster Voluntarismus…

***

Weitere Texte von Jörg Gebauer finden Sie hier: FISCH UND FLEISCH

 

16
Hinterlassen Sie einen Kommentar

avatar
400
8 Comment threads
8 Thread replies
0 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
8 Comment authors
Betonsperren auf dem Weihnachtsmarkt – tödliche Geschosse? – website-marketing24dotcomDwarsdryver@online.deceterum_censeoPeter KraussDie EU als Imperium der aalglatten Emporkömmlinge – Leserbriefe Recent comment authors
  Abonnieren (alle Kommentare oder nur meine Kommentare)  
neueste älteste beste Bewertung
Ich möchte benachrichtigt werden zu:
trackback

[…] Vorherige Previous post: Die EU als Imperium der aalglatten Emporkömmlinge Nächste Next post: Israelische Hauptstadtgerechtigkeit – Trump sei Dank! […]

Dwarsdryver@online.de
Gast
Dwarsdryver@online.de

„…schuftet in Apulien auf Feldern für einen Hungerlohn…“ …und ermöglicht der EU auch weiterhin durch Billigexporte die afrikanische Landwirtschaft zu zerstören. Was ist daran falsch? -Apulische Bauern nutzen nur ihre Chance ihre Betriebe betriebswirtschaftlich zu optimieren. -Niemand hat Kunta Kinte gerufen. Er hat sich selbst in diese Lage gebracht. Er muss ja nicht auf dem Feld arbeiten. By the way: so ne Reise von Schwarzafrika nach Italien ist bestimmt nicht ganz billig. Kunta Kinte war also nicht „arm“ in seiner Heimat, gemessen an den dort herrschenden Verhältnissen. -die afrikanischen Eliten könnten für ihre Länder ja Einfuhrzölle auf Landwirtschaftsprodukte erheben, um… Mehr lesen »

trackback

[…] David Berger […]

Bollo
Gast
Bollo

Das kann man so nicht stehen lassen….vertrottelte Altlinke……… Warum, weil ich damals vor 35 Jahren nicht der Meinung von Adenauer war,der sagte “ die westeuropäische Integration stehe ihm näher,als die Einheit der deutschen Nation“? Damals war von der UDSSR die Wiedervereinigung angeboten worden. Warum, weil ich für die Ostverträge war? Warum, weil ich den Juso-Spruch “ Oma, die Jusos wollen dir dein Häuschen im Tessin wegnehmen“ gut fand. Ich habe auch die Agenda 2010 von Schröder in vielen Punkten für richtig gehalten. Aber die SPD von heute ist nicht mehr die SPD von Schuhmacher,Brand,Schmidt.Mit dem vom Volksmund sogenannten „Spitzel-Maas“ und… Mehr lesen »

free yourself
Gast
free yourself

Seitdem die Pseudolinken mit den Neoliberalen kuscheln und sich die Neoliberalen mit linker Attitüde tarnen, scheinen mir die alten Lagerzuordnungen überflüssig zu sein. Wenn sich Konservative wie Linksgrüne grenzenlose Immigration auf ihre Fahnen geschrieben haben, muss jeder, der das mit vernünftigen Argumenten kritisiert, als Systemfeind stigmatisiert und als Nazi diffamiert werden, denn er könnte ja den ganzen Irrsinn einer suizidalen Flüchtlingspolitik als diesen entlarven und damit die Stimmung innerhalb der Bevölkerung kippen, womit der Willkommenseinheitspartei jegliche Legitimation entzogen wäre. Wer also nicht moralisierend, sondern realistisch argumentiert, ist böse und das Böseste, das der Deutsche kennt, ist nun mal der braune… Mehr lesen »

Heinz Maier
Gast

Wer eigentlich Macron ist, ist wohl noch nicht hinreichend bekannt. Bei Fischer ist der Fall schon eher klar. Gestern hört ich von der Leyen säuseln: 70 % der Abgeordneten des Bundestages seien pro ‚europäisch‘. Immer die Gleichsetzung von Europa und EU, zur Verwirrung des Publikums. Und dann die Gegenüberstellung Europa oder Nazi. Es dürfte in Europa kaum jemand geben, der nicht für ein einiges Europa sprechen würde. Aber welches? Ein europäischer Zentralstaat mit Entmachtung der Länder und deren Bevölkerung?

winston
Gast
winston

Man sollte mal ein Buch über die ganzen aalglatten Politabziehbilder machen. Einen Titel hätte ich schon: „Soziopathen im Nadelstreif“.

maja1112
Gast
maja1112

Ich freue mich auf ein ganz besonderes Szenario. Deutschland verläßt die EU und Macrönchen rotiert wie ein Brummkreisel. Dann ist es aus mit Geld und Prestige, ich frage mich sowieso aus welchem Loch dieser Macron, so kurz vor der letzten Wahl, gekrochen ist.