Ein Gastbeitrag von Michael van Laack

Hardy Ostry kommentiert – unter dem Untertitel „Sebastian Kurz macht die Mitte stark“ – im Bulletin der Konrad-Adenauer-Stiftung den Wahlausgang in Österreich mit folgenden Worten:

„Die österreichische Nationalratswahl, die aufgrund des jungen ÖVP-Spitzenkandidaten und der möglichen Koalition mit der FPÖ international stark rezipiert wurde, bedeutet eine Zäsur in der Politik Österreichs. Sebastian Kurz hat es geschafft, entgegen aller Erwartungen einen umfassenden Wahlerfolg der rechtspopulistischen FPÖ zu verhindern. Es gelang ihm damit, die politische Mitte zu stärken. Sollte es nun wie erwartet zu einer Koalition mit der FPÖ kommen, muss Kurz aber beweisen, dass seine Regierung in jeder Hinsicht pro-europäisch agieren wird. Erste Gelegenheit dazu hat er bereits am kommenden Donnerstag, wenn er in Brüssel auf die Staats- und Regierungschefs der übrigen Mitgliedsstaaten trifft. Auf einige unangenehme Fragen wird er sich dort in jedem Fall vorbereiten müssen.“

Wenn die Begriffe nicht stimmen…

Auch wenn ich mit vielem d’accord gehe, was in dieser Analyse ausgeführt wird, so passt sich leider auch die Konrad-Adenauer-Stiftung dem Begriffsverwirrungs-Vokabular an, welches verstärkt in dieser Dekade gepflegt wird und von dem schon Konfuzius meinte, dass ein Volk in Gefahr gerate, wenn eine solche Verwirrung sich etabliere.

Da wäre allen voran der Begriff „Mitte“ zu nennen. Schließt man seine Augen und stellt sich ein Nichts vor, in dem drei Menschen nebeneinander dem Betrachter zugewandt stehen und sich an den Händen halten, so befindet sich einer von diesen zwangsläufig und eben auch per Definition in der Mitte.

Die politische Parteienlandschaft besteht allerdings weder in Österreich noch in Deutschland nur aus drei Parteien, diese sind auch nur selten ihren Wählern unmittelbar zugewandt und stehen auch nicht im Nichts. In dieser Dimensionslosigkeit sind eher ihre Parteiprogramme zu verorten, weil sie oft nichts beinhalten. Zumindest nichts, dass sich nicht mindestens dreifach interpretieren ließe und somit eben nicht den Hochglanz wert ist, aus dem es den Wähler – so er sich überhaupt der Mühe unterwirft oder die Fähigkeit besitzt) zu lesen und/oder zu verstehen. – anstrahlt. Doch zurück zur Mitte, aus der mich mein roter Faden gerade ein wenig wegführt.

Die politische Mitte in Österreich besteht aus dem rechten Flügel der SPÖ, der ungefähr aktull ungefähr 30% dieser Partei ausmacht, der gesamten ÖVP, der Majorität der FPÖ (die das, was man linken Flügel nennen könnte, kaum besitzt, wohl aber einen rechten Flügel, der vielleicht 20% der Partei stark sein dürfte.

Die politische Mitte in Deutschland besteht aktuell aus dem linken und liberalen Flügel der CDU, weitesten Teilen der SPD, den Realos der Grünen, dem liberalen und linksliberalen Flügel der FDP und – wenn das auch nur ungern so gesehen wird – dem realpolitischen Flügel der Linken um Sahra Wagenknecht.

Wir sehen: Während man in Österreich tatsächlich davon sprechen kann, dass eine große Zahl des Wahlvolks sich in der Mitte trifft und rechts wie links nur einige daneben stehen, die der Mitte darüber hinaus auch nicht die Hand reichen möchten, ist das, was die veröffentlichte Meinung in Deutschland als Mitte bezeichnet, – um im Bild von oben zu bleiben – wieder jene aus drei Personen bestehende Gruppe, von der zwei sich in fast gleichem Bogen weit nach links zur Seite neigen und die dritte (vom Betrachter aus rechts stehende) vom Kopf her gespalten, schwer verletzt und somit kaum mehr fähig ist, den in der Mitte Stehenden zu halten, um entweder zu erreichen, dass er den ganz links stehenden los lässt oder gar die Kraft hat, die beiden anderen wieder in eine kerzengerade Position zu ziehen.

Will sagen: derselbe Begriff umschreibt divergierende Zustände. Damit mag man viele Gewissen beruhigen. Wissenschaftlich aber ist diese Vorgehensweise nicht und nutzbringend erst recht nicht.

Ebenso interessant ist es, einen Blick auf das Schlagwort „pro-europäisch“ zu werfen. Sowohl das politische Establishment in Deutschland als auch die veröffentlichte Meinung verstehen darunter einen immer engeren Zusammenschluss der EU-Staaten unter wachsender Preisgabe hoheitlicher Eigen-Rechte in den Bereichen Justiz, Finanzen, Wirtschaft, usw.

Zwar ist das Europa, welches Sebastian Kurz und seiner ÖVP vorschwebt, kein Europa der Vaterländer, also keine Rückkehr in EG-Zeiten, aber doch eines, dass den EU-Einzelstaaten ein hohes Maß an Souveränität lässt. Hier ist also die Schnittmenge mit der „Schwester-Partei“ nicht sonderlich groß, zumindest nicht realpolitisch. Papier ist bekanntlich geduldig.

Sehr bedauerlich, dass auch die Konrad-Adenauer-Stiftung in Ihrem Papier hier und auch in anderen vorherigen Papieren häufig den Begriff Rechts als Attribut oder umschreibenden Wortteil einführt, sich der Formulierung einer belastbare Definition des Begriffs allerdings bisher – wie übrigens die meisten anderen politischen Institutionen und Vereinigungen auch – entzogen hat. Und so bleibt es dem Leser auch weiterhin überlassen, darüber nachzusinnen, was er unter „rechtsgerichtet“, „rechtsextrem“, „rechtsaußen“ usw. verstehen soll.

Vielleicht sollte man im Haus der Stiftung einfach die „Deutsche Partei“ (DP), mit der Konrad Adenauer 1949, 1953 und 1957 koaliert bzw. Mitglieder aus ihr ins Kabinett aufgenommen hat, als Basis für die Definition „rechtsgerichtet“ nehmen.

Ich bin überzeugt, man wäre für die Zukunft weitaus vorsichtiger bei der Bewertung von Teilen der ÖVP, der FPÖ oder hier in Deutschland der AfD als „rechtsaußen“ oder „rechtspopulistisch“.

So lange es an Definitionen mangelt, werden wir immer weiter und auch immer folgenreicher aneinander vorbeireden. Solange Begriffe nur betrachtet werden, aber nicht definiert, wird es keine Chance geben, die Spaltung der Gesellschaft zu verringern. Es sei denn, man isolierte den einen Teil der Gesellschaft so sehr, dass ihn der andere nicht mehr wahrzunehmen genötigt wäre.

Ist es das, was wir wollen sollen oder haben nicht wir ALLE – RECHTE, LINKE, KONSERVATIVE, PROGRESSIVE, ORTHODOX RELIGIÖSE UND ATHEISTEN die – jetzt hätte ich fast geschrieben „verdammte“ – Pflicht, gemeinsam für unser Land und für Europa den Dienst an ALLEN GLIEDERN der Gesellschaft und in dieser am GANZEN MESCHEN zu tun?

Dies aber können wir nur, wenn wir mehr tun, als in der gleichen Sprache die gleichen Begriffe zu verwenden! Dies können wir nur, wenn wir uns zuvor zusammensetzen und miteinander klären, was für und „Dies“ und „Jenes“ bedeutet. – Auch Integration kann nur so funktionieren. Es reicht nicht, die Sprache des Gast- oder neuen Heimatlandes zu sprechen, es reicht nicht, ihre „Werte“ zu kennen, man muss Begriffsdefinition betreiben, bevor sich eine Leitkultur etablieren lässt.

Es muss das gleiche Fleisch sein, dass wir an die Knochen jener Skelette anwachsen lassen, die wir Deutschland oder Europa nennen. Wildwuchs bringt nur Warzen oder Hautkrebs!

***

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15 Kommentare

  1. Bei den Begriffen „Links“, „Rechts“ und „Mitte“ herrscht allgemeine Verwirrung. Auch die Erklärungen des Artikels hinterlassen eher Unklarheit. Die weithin ignorierte Theorie der Gehirn–Hemisphären könnte die Zustände besser erklären. Vereinfacht gesagt: „Linke“ arbeiten mehr mit dem linken und „Rechte“ mehr mit dem rechten Cortex, wobei zu beachten ist, dass keine Hälfte ausschließlich wirkt, sondern nur eine dominiert, Prioritäten und Schwerpunkte setzt – von gemäßigt bis extrem. (Wikipedia). Alltäglicher Fakt jedenfalls ist, dass jedes Lager fundamentale Gegensätze beim Antipoden in den Überzeugungen und Weltanschauungen ausmacht und sie sich deshalb ablehnen oder bekämpfen – nicht nur in der Politik. Jedes Land hat mehr rechts orientierte Süd–Staatler und mehr links orientierte Nord–Staatler (Bayern vs. Preußen).

    Alles, was Menschen bewerkstelligen, was die Ideologie oder Leitkultur einer Epoche ausmacht, wird von der dominierenden Hemisphäre der Mehrheit gesteuert. Die Synapsen der linken Seite erzeugen a-priori einen materialistischen, atheistischen Rationalismus (`Aufklärung` oder Marxismus), während die der rechten Seite mehr eine ganzheitliche, emotionale, religiöse Sicht bewirken. Auch die Raum / Zeit–Vorstellungen sind gegensätzlich: „Linke“ neigen zu Offenheit, Grenzenlosigkeit und linearer Zeitauffassung; „Rechte“ dagegen mehr zu Geschlossenheit, Grenzen und zyklischer Zeit. Die „Mitte“, auf die sich Politiker gern berufen (um nach allen Seiten offen zu bleiben), suggeriert Neutralität, bleibt aber meist den synthetischen Ausgleich schuldig, weil der Verstand dazu nicht fähig ist. Letztendlich wird eine Seite gemäß den Interessen vorgezogen.

    Ein weiterer Denkfehler wird gemacht, wenn man nicht zwischen „Methode“ und „Ideologie“ unterscheidet. „Antifa“ benutzt radikale und propagandistische Methoden der Faschisten, ihre Ideologie jedoch ist anti–faschistisch. Nazis hatten überwiegend eine rechte, bourgeoise Weltanschauung, der Bolschewismus dagegen eine linke, proletarische. Beide „Bewegungen“ beabsichtigten die Vernichtung des politischen und kulturellen Gegners. Gemeinsam war beiden die Diktatur. Dies nur als eine unvollständige Darstellung gemäß der Hemisphären–Theorie.

  2. Ohne Wenn und Aber ausdrücklich für Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, das ist „rechts“, vielleicht sogar *hüstl* „rechtsextrem“. Im krassen Gegen zu links.

  3. Was interessiert mich „die Mitte“ ect.
    Mich interessiert nur eine Politik auf der Basis von Pragmatismus, „Hausverstand“ u.ä.
    Getreu dem Motto „Staaten haben keine Freunde, sie haben Interessen“.
    Eines dieser Interessen ist der Erhalt der eigenen Indentität der in einem Staat lebenden Staatsbürger auf der gemeinsamen Basis von Grundgesetz und den anderen ausführenden Gesetzen.

    Das restliche Geschwurbel ist mir egal.
    Wer als Politiker Politik entgegen der Interessen der Staatsbürger und ohne diesbezügliche Volksabstimmung, ja nicht einmal einer Abstimmung im Parlament, bestehende Gesetze schlichtweg negiert bzw. einfach mal eben so aus einer Laune heraus außer Kraft setzt, der sollte sich mal besser um „Rechts, Mitte, Links“ gar keine Gedanken machen.

    Und wenn eine Mehrheit z.B. der Deutschen (87 %) ebendiesen Politikern ein „weiter so“ per Wahlabstimmung zuruft, dann haben ebendiese o.g. Politiker also im Nachhinein eben NICHT gegen den Willen der Mehrheit des Volkes entschieden, sondern völlig richtig entschieden.

    Nun kann man sich als winziger Teil ebendieses Volkes entscheiden dies achselzuckend hinzunehmen oder sich dazu zu entscheiden mit derartig vielen Vollidioten eben nicht mehr in einem Land zusammen leben zu wollen.

    Die Österreicher werden im eigenen Land die Wende hinbekommen, – aus eigener Kraft.
    Die Deutschen werden irgendwann in naher Zukunft mal wieder als Paria in Europa gelten, – eben weil sie durch ihre Haltung alle anderen europäischen Länder in höchste Gefahr (Terrorismus ect.) gebracht haben. Immerhin machen inzwischen fast alle Staaten, welche Grenzen mit uns haben, ebendiese dicht.
    Ich will mich daran nicht mitschuldig machen und ich kann hier kaum noch atmen. Die Schlinge zieht sich immer weiter zu, so mein Gefühl. Einerseits diese „Goldstückchen“mit ihrer ganzen Gewalt und deren Ansprüchen. Andererseits die o.g. deutschen Vollpfosten um mich herum.
    Und Drittens diese Hetze und der Kontrollwahn bzw. diese Zensur an jeder Ecke samt Gesinnungsschnüffelei.

    Das macht mich alles krank, es nervt mich, es ärgert mich, es widert mich massiv an. Ich mache das nicht mehr länger mit. Auch ich habe – ebenso wie mein Mann, meine Eltern, unsere Kinder – ein Anrecht auf ein glückliches, gewaltfreies und meinungsfreies Leben ohne Angst vor Irgendetwas jeden verdammten Tag hier.
    Zwar existiere ich hier noch körperlich, aber inzwischen geht mir mein Land in diesem Zustand am … vorbei. Noch können wir weg. Irgendwann werden wohl Ausreisesperren kommen, denn wer soll denn sonst diesen ganzen sauteuren Irrsinn bezahlen ?

    • Primär ist nicht das Etikett (links, rechts, mitte, grün, lila, gelb, blau usw.), sondern der Inhalt!!

      Ob eine Person, eine Politik redlich-anständig, wahrhaftig-faktentreu, seriös-korrekt, legal-verfassungstreu, demokratisch-freiheitlich, vernünftig-kompetent, lebenstüchtig-realitätsnah usw. ist!!

  4. Teile und herrsche!
    Die Pragmatiker an den Schaltstellen der Macht werden sich freudig beömmeln; während sie ganz machiavellistisch skrupellos Mal rechts oder mal links blinkend oder einen auf Mitte vortäuschen, kann sich das gespaltene Volk mit Begrifflichkeiten untereinander zerfleischen, wie wunderbar für die herrschende Klasse. Unten kloppen sie sich und oben wird die richtige Politik im Sinne der upper class voran getrieben. Knorke.
    Sicherlich ist es richtig und wichtig für Debatten oder Diskurse zu einer gewissen Übereinstimmung der Definitionen zu kommen, aber das berührt meines Erachtens die tatsächliche Problematik keineswegs.
    Wird die Herrschaft des Menschen über den Menschen nicht ausreichend und echt demokratisch kontrolliert, reguliert und offen sichtbar (Thema Transparenz) durchgeführt, bekommt diese Herrschaft des Menschen über den Menschen zunehmend totalitäre, menschenfeindliche Züge. Ob sich dieses totalitär-autoritäre System links, rechts oder mittig selbst bezeichnend verortet, kann mir als einem Sklaven dieses inhumanen Systems letztendlich wurscht sein. Es wäre vielleicht mehr an der Zeit für neu zu definierende politische Selbstverortungen, auch um aus festgefahrenen Denkbahnen, die ganz offenbar zu keinen nennenswerten Problemlösungswegen geführt haben, sondern meist zu spalterischen Verhärtungen der politischen Fronten, die meiner Meinung nach an der grundsätzlichen Frage vorbeigehen: Wie können wir die Herrschaft des Menschen über den Menschen so gestalten, dass diese den allermeisten nützt und nicht hauptsächlich einer verhältnismäßig kleinen Gruppe?

    MfG

  5. Links und Rechts als Grundeinstellungen und in der Geschichte
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    Links und Rechts sind real, kommen weitest vor bis heute.

    Nur ist dann zu prüfen, was da echt ist oder nur noch Fassade wie bei den Scheinchristen. Rotgrünrot (SPD-GRÜN-PDS) haben fast alles verraten, was an echt-links gut ist und war, und die PDS-(nicht)LINKE hat alles verraten, was an der DDR gut, mental gesund war!

    Links und Rechts sind 2 -gleichermaßen, was die heutige Antifaszene und ihr rotgrünrotes Unterstützermilieu negieren, legitime und legale- unterschiedliche, schon seit langen Zeiten vorkommende Auffassungen zum Leben und zur Politik, wo es früher gegeneinander durchaus harte Kämpfe bis zum Tode gab, welche Richtung dominant würde, sein könnte, sich durchsetzte im Lande.

    Heute sind diese Gegensätzlichkeiten durch die Prozesse der Moderne enorm abgeschwächt, es gibt fast gar keine reinrassigen Linken und Rechten mehr, sondern weit verbreitet bei den Menschen sind Mischungen dieser Richtungen.

    Zudem muß, was früher weder Nazis noch Kommunisten akzeptieren wollten, unter dem verpflichtenden Gemeinschaftlichen im Volk eine gewisse Viefalt akzeptiert werden, es gibt eben eher linke und eher rechte Deutsche.

    Aber Nationalverrat und Wertevernichtung (was sowohl die -nur noch gemäß den Etiketten- linke als auch bürgerlich-rechte Kreise betreiben) wie heute sind lagerübergreifend asozial-kriminelle Dinge, die früher so weder Rechte noch Linke betrieben.

    Die Alt-SPD war immer noch passabel patriotisch, und die Alt-KPD (forderte noch 1952 „eine nationale Wiedervereinigung“ gegen die Westpolitik Adenauers!) wollte zwar eine Sowjet- bzw. DDR-Satrapie, aber nicht die Vernichtung des deutschen Volkes und der alten guten Werte.

    Unterhalb der roten wie braunen Diktaturzwänge war dort das Leben geordnet und vielfach noch dekaden-fern!! den alten Sitten, Werten, Traditionen der Deutschen und Europäer gemäß!! In der DDR bis 1990, mehr in den 70ern und 80ern, fühlte man sich als Westdeutscher oft noch in die guten alten deutschen Zeiten wie in der BRD von 1950-70 und früheres Deutschland versetzt.

    Und Hitler (der war schon eine Mischung von rechts und links) lobte zwar bedenklich und faktenverzerrend den Islam, hätte aber niemals 10 (oder sind es gemäß Augenschein schon 20??!) Millionen Muslime ins Land gelassen!!

    Und national-radikale Gruppen und Aktivitäten können rechts wie links sein, es ist Quatsch, politologisch falsch, das Nationale als rechts und das National-Radikale als rechtsextrem zu bezeichnen.

    Rechtsextrem ist primär ultra-autoritär, das waren dann alle Diktaturen, die braunen wie die roten!! Manche Nationale sind so doof, daß sie die lügenhafte Sprachregelung der Nationalfeinde übernehmen und sich selbst nun auch als Rechte verstehen.

    2. September 2016 at 13:13

    +

    PS.

    Heute morgen (18.10.2017) gelesen eine (wohl schon ältere) Stellungnahme der aa-stiftung, wonach Kubitschek einer US-Zeitschrift gesagt habe, wenn einer käme, der das mißglückte Experiment Demokratie beseitige, so sei ihm das recht!!

    Wenn das stimmt

    (und eine antidemokratische Mentalität habe ich ja schon mehrfach vermutet bei Teilen der Neuen Rechten, es gab ja da auch Trennungen im urspünglichen JF-Gründerkreis, und dem nationalen Rand der AfD),

    dann muß dem nachgegangen werden und müssen die freheitlich-demokratischen Patrioten einen Trennungsstrich ziehen, wenn -wie schon einmal durch rechtsreaktionäre Konservative und braune Horden- erneut das Nationale okkupiert werden soll, um die an sich einzigartig gute westliche Demokratie abzuschaffen!

    (Natürlich kann es in Extremzeiten eine Notstands-Diktatur geben wie im alten Rom, aber dann politisch doch noch mit Machtkultur und zeitlich bergrenzt mit eindeutigem Enddatum, nicht daß ein anrüchiger Politpsychopath es mißbraucht, um seinen dubiosen Egotrip -siehe NS und Venezuela, Kuba- auf ewig ausleben zu wollen, selbst wenn Volk und Land daran schweren Schaden nehmen!!)

    • @info 68

      ….zu Ihren unten genannten Sätzen ein Beispiel.
      Man erinnert sich an den Jugoslawienkrieg in den späteren 90er? Unter Fischer und Schröder wurden Weichenstellungen zu den jetzigen Zuständen massiv gelegt. Die damalige PDS hatte mit ihren Warnungen vor den zukünftigen Entwicklungen gewarnt und war in der Opposition auf der für mich richtigen Seite. Sei es die Vorausschau vor der Islamisierung des Balkans mit ihren zersplitterten Vasallenstaaten und der ökonomischen Zerfledderung. Es ist so eingetreten. Und noch viel schlimmer. Sehen wir heute die Linke mit Warnungen vor der Islamisierung? Nein. Das zu ihren Statement Verrat an ihren eigenen Grundsätzen. Und dies ist nur ein Beispiel.

      „Nur ist dann zu prüfen, was da echt ist oder nur noch Fassade wie bei den Scheinchristen. Rotgrünrot (SPD-GRÜN-PDS) haben fast alles verraten, was an echt-links gut ist und war, und die PDS-(nicht)LINKE hat alles verraten, was an der DDR gut, mental gesund war!“

  6. Wunder o Wunder! – Sahra Bolschwiken-, pardon: Wagenknecht =
    ‚Die politische Mitte in Deutschland‘!?

    Hätte nie gedacht, dass es noch so weit kommen würde!

  7. Die Mitte ist der linke Flügel der CDU und große Teile der SPD? Wenn selbst der Autor nicht weiß wo die Mitte ist, würde ich auf den Artikel verzichten.

    • Der Autor weiß sehr wohl, was Mitte theoretisch abzubilden hat und wie sie im Normalfall praktisch zu beschreiben ist. – Er referiert hier lediglich, welche politischen Strömungen sich im Deutschen Bundestag bei Meinungsbildung und Beschlussfassung in der vergangenen Legislatur als „die Mitte“ inszeniert und etabliert hat und was die Medien als „die Mitte“ (die immer auch Mainstream ist) kommunizieren. Mediale Redundanz wirkt in die Gesellschaft hinein und lässt ein entsprechendes Bild entstehen. Ob das, was so als Mitte kommuniziert und wahrgenommen wird auch die Mitte der Gesellschaft abbildet, steht auf einem anderen Blatt. – Der Rat, auf die Lektüre des Artikels zu verzichten, scheint also Ursache in Ihrem mangelnden Differenzierungsvermögen zu haben und nicht in einem Mangel an meinem Vermögen, Wahrnehmung und Subrealität zu beschreiben. – Was bedeutet eigentlich Voltairchen? Sind sie nur ein klein wenig aufgeklärt, gesellschafts- und kirchenkritisch?

  8. Gratulation an Östereich, Obwohl Hitler ein Ösi war, kann sich das Land entfalten und sich trauen rechts zu wählen, ohne so verhetzt zu werden wie in Deutschland. Sie stehen in der Mitte und das ist gut, denn so kann man nach rechts oder links agieren ohne sein Gesicht zu verlieren.
    Wir müssen es mit dieser CDU-Zerstörerin und SED-Einführerin weiter aushalten, die sich daran gemacht hat unsere schöne Republik samt ihrer Bevölkerung zu zerstören!!!

  9. Schöne Sprüche, aber es gibt wohl wichtigeres zu tun als sich in Definitionen zu ergießen. Und dass „alle an einem „Strang“ ziehen sollten ist reine Utopie. Passt aber genau in das Polit- Schema der Links- Grün- Schwarzen Gutmenschen.

    • Bedauerlich, dass meine Intention an Ihnen vorbeigerauscht ist wie ein ICE – Fast könnte man den Verdacht haben, Sie seien auf jenem Jamaica-Kunstdünger aufgewachsen, auf dem zu blühen Sie mir vorwerfen. Wie auch immer… Ich dachte mir: „Mach noch mal einen schönen Spruch, damit das Sockenpüppchen sich wieder freut.“ 😉
      Und Nein: es gibt nichts Wichtigeres, als das zwei oder drei, die miteinander sprechen (diskutieren, disputieren, was auch immer) sich sicher sein können, dass sie das selbe meinen, wenn sie dasselbe sagen – „Mensch“ z.B. – alle sagen das Wort, aber geht es z.B. um das Thema Abtreibung, so haben nicht alle die gleiche Vorstellung von diesem Begriff – Hüte Dich, liebes Sockenpüppchen Matthias, die Wichtigkeit von Definitionen zu unterschätzen. Liebe heißt Du? Da wäre auch ein Anknüpfungspunkt: Wollen wir zwei nur Liebe machen miteinander oder stehen wir aus Liebe füreinander bedingungslos ein. Meint jener, der „Ich liebe Dich!“ spricht“ damit das gleiche, wie jener, der „Ich liebe Dich!“ hört. Definitionen sind nicht wichtig? Depp!

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