Ein verstaubter Katholik wider die Gewissens-Deformation. Ein Gastbeitrag von Michael van Laack

Es war schon ziemlich spät im politischen Berlin, als gestern Abend die Nachricht über den Ticker lief, dass Frau Bundeskanzlerin Merkel vorschwebe, den Fraktionszwang aufzuheben bei der Abstimmung über die so genannte „Ehe für alle“.

Viele Politiker und Medienmacher treiben sich für gewöhnlich um diese Uhrzeit in den Biergärten und Vinotheken der Hauptstadt herum, schlagen die Schlacht um das Buffet beim Edelitaliener oder gucken mal, was Ecke Potsdamer Straße/Kurfürstendamm sonst noch so geht. Deshalb war die Reaktion zunächst auch kaum verspürbar und schaut man auf die Erstfassung des heute.de-Artikels, so scheinen dem Ersteller derselben Hände und Geist vor Erregung gezittert zu haben, so schlecht war der Schreibstil – oder eben, man hatte nur die zweite Garnitur an der Tastatur, weil man um diese Uhrzeit in der Deutschland-Redaktion nichts mehr erwarte.

Schon seit knapp zwei Jahrzehnten tobt er nun, der Kampf um die Deutungshoheit so zentraler und eng mit unserem christlichen Selbstverständnis verbundenen Begriffen wie „Familie“ oder „Ehe“.

Für einen gelernten Christen ist die Familie, die Keimzelle der Gesellschaft,

… dort werden Kinder „gemacht“. Gemacht nicht nur, in dem sie gezeugt werden, sondern dort werden sie auch geformt, erzogen, dort lernen sie, was teilen bedeutet; Vertrauen, Solidarität und das geteiltes Leid nur halbes Leid ist. –

Für den eher wenig bis gar nicht praktizierenden Christen und die meisten Religionslosen ist Familie irgendwie alles.

Die sich „bewusst gegen den Erzeuger entscheidende“ Alleinerziehende ebenso wie das überdurchschnittlich gut verdienende Ingenieurspärchen, dass „den Kinderwunsch bis auf weiteres zurückstellt“, aber eben auch zwei Männer, die einen Jungen adoptieren.
Womit wir schon beim Begriff der Ehe wären. Hier tun sich in Status oder Definition bekanntlich sogar Welten auf zwischen Katholiken und Lutheranern. Diese theologischen Differenzen sollen hier allerdings nicht Thema sein.

Für einen Katholiken zumindest ist die Ehe das von Gott gestiftete und den Menschen geschenkte unzerstörbare Band und Bündnis zwischen einem Mann und einer Frau.

Nichtchristen und andere wollen dies eben auch auf gleichgeschlechtliche Paare angewendet wissen und haben gar schon eine Ehe zu dritt im Kopf. Überspitzt formuliert: Das Endziel sind drei Lesben mit dem Vornamen Claudia, die sich mit ihrem Schäferhund trauen.

Nun reicht es aber nicht – wir wissen viele, besonders die so genannten oder tatsächlich konservativen Gläubigen sehen dadurch schon ihre Pflicht erfüllt – es reicht nicht, sagen wir, Sodom und Gomorrha zu rufen und den Verfall der Moral zu beklagen.

Notwendig wäre eine redundant in die Gesellschaft hineinsprechende und permanent medial präsente Gegenbewegung: eine Kirche die ihre Anhänger mobilisiert und so vielleicht auch manchen Nichtchristen sensibilisiert und zum Umdenken bewegt.

Was wir sehen, ist allerdings eine Kirche, die sich von Tag zu Tag mehr als Multiplikator des politischen Willens der jeweils in Berlin Regierenden versteht.

Erst die liberale Kirche – so will uns scheinen – verwirklicht, was Karl Marx schon vor über 150 Jahren als Vorwurf gegenüber der Religion im Allgemeinen (und doch meinte er die christliche Gesellschaft, die ihn umgab) in den Raum stellte: „Opium fürs Volk“ zu sein.

Gemeinsam mit der CDU, der einzigen Partei Deutschlands mit einem Fake-Buchstaben im Namenskürzel, sediert sie die Gewissen der Christen, die bekanntlich oft in der Bibel und in der Lehre der Kirche ganz andere Forderungen finden, ganz andere Ideale vor Augen gestellt bekommen, als sie der demokratischen Union vorschweben.

Der Klerus und professionelle Laientheologen sedieren die eigene Klientel und, was noch verheerender ist: sie löschen die kleinen Flammen des Widerstands, sei es gegen Abtreibung, gegen die Vereinnahmung der Erziehung der Kinder durch den Staat oder eben die „Ehe für alle“ aus, indem sie einen schwammingen Gewissenbegriff einführen und diesen notfalls auch über die Gebote Gottes stellen.

Manche mögen das Toleranz, Willen zur Freiheit, „offenes Ohr für die Nöte und Sorgen“, „sich den Lebenswirklichkeiten stellen“nennen: wir nennen es Verrat an unserem Herrn Jesus Christus.

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Der Homoverband der CDU, die LSU, jubelt über die Neuorientierung von Angela Merkel … (c) David Berger

Öffentliche Zeichen galt und gilt es zu setzen, sagen wir. Und wenn es jene nicht tun, die uns als Hirten gegeben sind, dann müssen wir es selbst tun. Einfach nur den Ist-Zustand beklagen, zu beten und auf Gottes einlenken zu hoffen… das hat in der Geschichte unserer Welt und vor allem dieses Landes immer wieder nur tiefer ins Chaos geführt.
Je schwächer der Widerstand der Christen, desto größer die Gefahr der Installierung einer Diktatur. Die „christliche Diktatur“ gibt es nicht als Regierungsform. Diktaturen mögen Gott im Munde führen hin und wieder und doch sind die Hirne der Anführer immer frei von der Gottesidee.

Dort, wo sich der Mensch an die Stelle Gottes setzt, weil er ihn negiert, weil ihm Augenhöhe nicht reicht, nur dort will er Strukturen schaffen, die sich auch über das Naturrecht erheben.

Rom, das mächtige Rom ist seinerzeit nicht zerfallen, weil seine äußeren Feinde es bedrängten, sondern weil es im Inneren in allen Bereichen der Gesellschaft dekadent und schwach wurde. Weil es alle alles sein ließ. Vielsprachig, multikulturell, multireligios. All das hält eine Gesellschaft und ein Staatengebilde über einen gewissen Zeitraum aus. Dann aber kommt der Niedergang. Rasch, aber nicht lautlos und noch weniger schmerzfrei.

WIDER DIE RÖMER, die uns ins Verderben führen wollen. –

Die Ehe für alle ist Gift für den Fortbestand jeder Gesellschaft; jegliches „Minderheiten auf Augenhöhe stellen“ ist der Tod der Majoritäten.

Denn Augenhöhe reicht ihnen nicht! Sie wollen Gesellschaft aus der Minorität verändern, nein umformen und die Umformung verfestigen.
Und so suchen sie sich willige Helfer in den Kreisen der Majoritäten. Solche, die wiederum ihrerseits die Minoritäten als willige Helfer sehen.

Die Majorität glaubt, Toleranz sei immer und überall eine Win-Win-Situation. Das aber ist sie nur seltenst.

Zumeist ist der Gewinner die Minorität; immer dort, wo es dieser gelingt, das eigene Modell der Gesellschaft überzustülpen, wo die Mehrheit von ihrem Modell Abstriche machen muss, sie aber das ihre zu 100% einbringen kann.

Und deshalb noch einmal: WIDER DIE RÖMER, wider den Senat, wider Caesar, wider die Feinde des Volkes!

***

Und für alle, die jetzt wieder fragen werden, wie ich – als homosexueller Mann – so etwas als Gastbeitrag bringen kann:

a) Ich kenne ganz ganz wenige Schwule, denen die Ehe an und für sich wichtig ist. Die Homoehe-Aktivisten machen oft kein Geheimnis daraus, dass sie die Homoehe nur als Schritt zur Abschaffung der Ehe generell sehen.

b) Nur weil ich homosexuell bin, muss ich nicht irrational argumentieren und auch nicht alles unter dem Aspekt meiner Sexualität beurteilen. Erfahrungsgemäß kann ich sogar sagen: die regenbogenfarbenen Sonnenbrillen vernebeln den Blick auf die reale Welt extrem!

c) Ist in folgendem Bild erklärt. Gerade die nun aufflammende Diskussion um die Homo-Ehe dient den Politikern nur dazu, von wirklich wichtigen Themen abzulenken. Zum Beispiel von ihrem Versagen in der Migrationspolitik bzw. im Hinblick auf die Islamisierung Deutschlands, deren primäre Opfer u.a. homosexuelle Männer sind:

Motto Islam Appeasement

 

 

 

29 Kommentare

  1. Ich kann Herrn Berger nur recht geben. Den Aktivisten der „Ehe für alle“ geht es nicht um vorenthaltene Rechte (die gibt es so gut wie nicht), sondern um die Zerstörung von Ehe und Familie. Deswegen sind auch die grünen Deutschenhasser ganz vorn mit dabei. Und nebenbei kommt dieses Thema auch gerade recht, um vom Versagen der Parteien in zentralen Fragen (Zuwanderung, Kriminalität) abzulenken. Den Homosexuellen in Deutschland nützt die „Ehe für alle“ gar nichts, denn schon in ein paar Jahren werden sie Freiwild für islamistische Glaubenskrieger sein, die Frau Merkel ins Land gelassen hat.

    • Danke, Holger, Sie nehmen mir die Worte aus dem Mund. Diese Militanz und die Verächtlichkeit gerade der Grünen macht einen schon nachdenklich, wenn nicht sogar wütend. Es ist immer was faul, wenn mit diesem Nachdruck und jetzt in dieser Phase eben noch schnell ein Gesetz den Bundestag passieren soll. Ein Pyrrhussieg ist das allemal, zumal die Kanzlerin nun auch noch ihre Partei auf Linie gebracht hat. Dass Dr. Berger den totalen Durchblick hat, ist für mich betriebliche Übung. Dabei liegt ihr positives Beispiel für die Ehe für alle, auf das sie sich beruft, schon 4 Jahre zurück. Weshalb denn jetzt ausgerechnet der Sinneswandel?

  2. Richtig, was nutzt es derzeitiger Religions-Politik nach, wenn am Ende … ein Homo-Ehepaar … vom Hochhausdach gestürzt wird. ?

    Derzeit wird aber auch ALLES aus den Angeln gehoben – offensichtlich Widersprüche produziert die zu Konfrontationen führen werden – oder anders/deutlicher : sollen !

    Frühsexualisierung vs. kein gemeinsamer Sport/Schwimm-Unterricht …
    Kreuzkette nein – Kopftuch ja…
    Ernährungs-Konzept-Änderungen ab Kindergärten …

    Himmelfurzundfeuerstein !

    Es kann und soll sich lieben wer sich liebt (!) -, es gibt aber nun mal unumstößliche Gesetze der Natur.
    Es geht um Fortpflanzung …
    Die Kirche(n) wie auch die Politik wissen darum ( denn wer sollte sie erhalten wenn keine Human-Ressourcen mehr generiert würden ?
    Ein weiterer Denkanstoß, – denn einerseits sollen dringend notwendige Facharbeiter/Einwanderer … unsere Zukunft sichern ( Demographische Defizite lindern – wie auch Inzucht verhindern … … … )
    Gleichzeitig jedoch verarmen gerade die Länder in denen es an Nachwuchs ganz sicher nicht mangelt.

    Grob gesagt :
    Hier wurde die Pille und “ mein Bauch gehört mir“ bis hin zur Pille danach … wie auch eine Abtreibungsindustrie … gefördert/betrieben – während in den Ländern aus denen geflüchtet wird geradezu Kinder gezeugt wurden/werden obwohl klar war das viele, viele, viele Hunger leiden oder gar verhungern.

    In diesen Ländern waren es gerade die Kirche(n) die gegen jedwede Verhütung geboten …

    Und auch die Kriege ( meist ohne UN-Mandat und gegen jede UN-Regeln ) die geführt wurden hatten offenbar ihren Grund, so hätte es ohne den Balkan-Krieg keine Balkan-Route gegeben …
    Und das GR und I gerade heftigste Flüchtlings-Anstürme bewältigen müssen …
    GR in die Falle gelockt und auch I hängt am EU-Tropf – beide Länder haben nicht mehr den Hauch einer Chance sich zu wehren. Die nächste Route wird über Spanien laufen, es fängt schon an …
    Die Türkei … ein ganz eigenes Thema – ich an Erdogans Stelle wäre vorsichtiger … … – nicht das er nach Irak und Libyen der fehlende dritte Mann zum Skat im Paradies wird.

    All das lediglich Auszüge aus unserer Umgebung – es steht aber weltweit (!) vieles auf „Messers Schneide“.

    Soweit haben es Politik und Religion(en) getrieben – Ausgang für die – wie schon immer belogene, betrogene und missbrauchte Menschheit ungewiss.

  3. Das brisante Wahlthema : Ehe für alle!

    Den meisten Bürgern unseres Landes wird dieses Wahlthema am
    Allerwertesten vorbei gehen, denn jeder sollte nach seiner Fasson
    leben dürfen wie er will. Eine Eingetragene Partnerschaft ist doch
    schon längst Alltag, die den jeweiligen Partner viele Rechte einräumt.
    Ob dabei der kirchliche Segen den Homo Paaren gar so wichtig ist,
    möchte ich bezweifeln. Einen großen Vorteil haben allerdings die
    Gerichte und Anwälte, denn Scheidungen sind bekanntlich nicht
    gerade sehr preiswert.
    Was unsere Wendehals Kanzlerin zu dieser Meinungsänderung
    bewog, den Braten kann jeder förmlich riechen. Martin Schulz
    hat vorgelegt und Angie wie gewohnt nachgelegt! Hat sie nicht
    gesagt, mit der Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren kann
    sie sich nicht anfreunden? Wenn die Macht ruft, ändert man halt
    schnell mal die Meinung ,wen interessiert da noch das Gefasel
    von gestern.
    Wie gesagt : Leben und leben lassen , ansonsten ist das bei all
    unseren großen und ernsten Themen wie Flüchtlings-Migranten,
    Problemen, Terror-Gefahr und Islamisierung ,
    Pipi-Fax und Ablenkungs- Manöver!

  4. Ich oute mich hier einmal als jemand, der praktizierte Homosexualität als schwere Sünde ablehnt. Und daher auch den Ausführungen van Laacks zustimmt. Umso mehr freut es mich diese hier zu lesen. Zusammen mit den konzisen Schlußbemerkungen David Bergers. Ich habe teils bei ihm persönlich in seinen Vorlesungen, teils mit Hilfe seiner Lehrbücher, die er einst verfasste, Thomas von Aquin gelernt. Die Begegnung mit dem Bergerschen Thomas von Aquin war es, die mein ganzes nachfolgendes Denken geprägt hat. Für mich und meine Mitbrüder war Berger das unbestechliche Thomas-Genie, der große Denker der lebendigen Tradition. Umso enttäuschter waren wir alle, als die Outing-Geschichte auftauchte, das billige Buch vom heiligen Schein. Aber wir waren nicht ohne Hoffnung. Einen Durch-und-Durch konservativen Katholiken, einen Thomisten kann man nicht einfach so in der Umkleide des Zeitgeistes abgeben. Und unsere Hoffnung hat uns recht gegeben. Er ist wieder da, vielleicht noch wichtiger für die Gesellschaft als der Autor von Büchern in der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft. Wider gegen den zeitgeist, reifer, mutiger. Und bald wird auch die Brustsonne des Thomas wieder einen helleren Schein auf ihn werfen …

    • Sehr schön, danke für den Kommentar. 🙂 Ich muß ihm inhaltlich ja nicht zustimmen, aber schön zu lesen, wie Herr Berger in seinem „früheren Leben“ gewirkt hat.

  5. „Für einen Katholiken zumindest ist die Ehe das von Gott gestiftete und den Menschen geschenkte unzerstörbare Band und Bündnis zwischen einem Mann und einer Frau.“

    Für einen zumindest konservativen Lutheraner, wie mich – auch!

    • Respekt, Brockenteufel, wie man sich irren kann. Hatte dich in einer anderen Schublade. Denke selber zumindest, dass eine Gleichstellung bei der Adoption schwierig sein könnte. Von den Vätern des Grundgesetzes her war jedenfalls die gleichgeschlechtliche Ehe nicht vorgesehen. Meines Erachtens ist es für die Entwicklung nicht unwichtig, dass Kinder Gegenpole, also einen Vater und eine Mutter haben. In jedem Fall meine ich, dass dieses Thema nicht für den Wahlkampf taugt und nicht als Kriterium für eine gelingende Koalition nach der BTW herhalten sollte. Merkels Sinneswandel ist für mich fadenscheinig.

  6. Was sollen denn solche apodiktischen und obendrein verletzenden Aussagen in einem gesellschaftlichen Diskurs?
    „Nichtchristen und andere wollen dies eben auch auf gleichgeschlechtliche Paare angewendet wissen und haben gar schon eine Ehe zu dritt im Kopf. Überspitzt formuliert: Das Endziel sind drei Lesben mit dem Vornamen Claudia, die sich mit ihrem Schäferhund trauen.“

    Ich verstehe auch weit mehr unter dem Begriff Ehe und/oder Familie als eben Mann und Frau.
    Ich bin Christ und gläubig.
    Allerdings widerspreche ich dieser Aussage entschieden und mit Nachdruck. Diese Aussage ist nicht nur „irgendwie überspitzt“, sondern unsachlich, verletzend und untheologisch. Sie ist ebenso herablassend, wie es den Befürwortern der Ehe für alle immer vorgeworfen wird, wenn sie einfach so antworten, wie ich jetzt 😉
    Das war doch nicht der Sinn Ihres Schreibens – oder? Zumindest behaupten Sie so etwas ähnliches im Text.
    Ach ja…. und ich bin froh, in einem Staat zu leben, in dem nicht die Theologie der Christen (der Katholiken) das Sagen hat.

    • Und wenn ich nicht Katholik wäre, wäre ich mit Sicherheit ein „großer Kämpfer“ gegen das Papsttum, oder was? Mag sein, dass sich hier dem ein oder anderen Ihre Logik erschließt, mir nicht! Aber vielleicht liegt das ja auch daran, dass ich nicht schwul bin, nicht einmal bi, wenn man mal die pubertäre Phase Ende der 70er ausnimmt. 😉

  7. Daniel Berger, ich hatte mal viel von dir gehalten. Dieses religiöse Gequatsche geht einen ja mal so richtig auf den Geist und ich kenne keinen, der eine Ehe mit Tiere fordert oder zu Dritt. Das mögen Ausnahmen sein, welche bei solch einer Entscheidung mit Sicherheit nie berücksichtigt wird. Die Argumentation, man könne dann vielleicht ja auch Tiere heiraten, ist schon pervers in sich.
    Das Christentum, vor allem die katholische Kirche erwähnt, ist nicht das Maß der Dinge, nicht der Mittelpunkt der Welt. Es gibt etliche andere Religonen und jeder kann ja leben, wie er es für richtig hält, aber seinen religiösen Schwachsinn anderen aufzuzwingen, ihnen damit etwas erlauben oder verbieten wollen, ist anmaßend und frech!
    Wer Katholik ist, soll eben auf eine gleichgeschlechtliche Ehe verzichten. Kein Homosexueller wird ihn deswegen verurteilen. Aber lasst die anderen leben, wie SIE wollen, und nicht wie IHR es wollt! Eine gleichgeschlechtliche Ehe schadet NIEMANDEN! Aber IHR schadet Menschen, welche einen Bund fürs Leben eingehen wollen. IHR schadet Menschen, nicht die, welche gleichgeschlechtlich heiraten wollen.
    Sogar im Stock-katholischen Irland haben sich die Menschen FÜR eine gleichgeschlechtliche Ehe ausgesprochen, so wie in vielen anderen Ländern auch. Hat es den Menschen dort geschadet, hat es die heterosexuelle Ehe abgewertet? NEIN!
    Ich hoffe, dass die gleichgeschlechtliche Ehe bald durch ist, dass man so einen Schwachsinn, der einen unendlich wütend macht, nicht mehr lesen muss. Dann ist es durch und Ende im Gelände.

    • Mal langsam, Kim. So frontal auf Dr. Berger los zu preschen, ist nicht gerade der feine Stil. Ihre Wut ist entlarvend. Was hat er falsch gemacht und warum wollen Sie seine Aussagen in Frage stellen? Gehören Sie auch zu den Grünen Weltverbesserern und Genderisten? Hauptsache, man kann dem psychopathologischen Zeitgeist frönen und die Natur aus den Angeln heben. Bei den Grünen steht tatsächlich die Entwertung (evtl. sogar die Abschaffung) der heterosexuellen Ehe auf der AGENDA. Bedenken Sie, dass dem Mensch, so größenwahnsinnig er sich manchmal gebiert, Grenzen gesetzt sind. Für mich ist nichts unschlüssig oder gar zynisch, was der Blog Betreiber schreibt, da lasse ich Religion mal ganz draußen, weil diese im zum Atheismus tendierenden Deutschland ohnehin immer mehr zur Randerscheinung wird. Die ev. Kirche gibt sich generöser, lässt Trauungen der Homo-Paare zu. Der totalitäre Islam sitzt uns permanent im Nacken und dann wird die Homo Ehe, die völlig überbewertet wird, traurige Geschichte sein. Auch ein Islam Versteher wie Volker Beck wird noch dahinter kommen.

    • Daniel Berger habe ich nie sonderlich gemocht, Frau Ohlsen – In „Gossenkind“, „Nordkurve“, „Aus der Tiefe des Raumes“ oder „Waldeslust“ (andere Filme mit ihm habe ich nicht gesehen) hat er mich nicht sonderlich überzeugt, sondern wurde m. A. von seinen Kollegen stets an die Wand gespielt. Wie auch immer!

      Was nun das „Homosexuelle leben lassen, wie sie wollen“ betrifft: D’accord! Lieben Sie, wen Sie wollen! Nie würde ich einem homosexuellen Paar absprechen wollen, dass da tiefempfundene Liebe zwischen den beiden ist; ich glaube auch, dass manche sich so sehr lieben, dass sie bereit sind, zusammenzubleiben bis das der Tod sie scheide. Genauso, wie es bei den Heteros ist. Nicht anders

      Aber bei allem Respekt: Warum bitte soll für eine Minderheit, die – was ich übrigens sehr bedauerlich finde, denn viele Homosexuelle haben ganz andere Qualitäten, die sie einbringen könnten in den gesellschaftlichen Diskurs – warum soll für eine Minderheit, die mehrheitlich ihren Status in der Gesellschaft über ihre sexuelle Orientierung definiert („Ich bin schwul und das ist auch gut so!“ ist der reinste Ausfluss einer solchen Haltung), die Institution der Ehe dekonstruiert werden.
      Und keineswegs, wie man ja gern verschleiernd und auf Nebenkriegsschauplätze ausweichend unterstellt, nur die christliche Ehe! Es geht um die Ehe als Konstrukt in allen Gesellschaften und zu jeder Zeit, wo Ehen bestanden – von Sparta in der Antike, über Rom, die Germanen, südamerikanische, afrikanische und asiatische Ur-Einwohner, das chinesische Kaiserreich, muslimische Reiche, das mittelalterliche Europa bis auf die Neuzeit: Ehe war immer und überall ein staatliches oder gemeinschaftliches Rechtsschutz-Bündnis ausschließlich zwischen Mann und Frau. Mal mit Bezug auf eine Religion, auf Götter oder einen Gott, mal ohne. Es war niemals etwas anderes als dies.
      Hier wird Naturrecht berührt, Frau Ohlsen. Was nun einige Regierungen unter dem Druck von Lobbyarbeit und unter Bezug auf einen vollkommen falschen Toleranzbegriff tun, ist ein naturrechtliches Paradoxon. Staatlichen Schutz sollen Gebilde und Zellen genießen, die persönlich nicht zum Fortbestand der Gesellschaften auf die Zukunft hin beitragen. Eine Gruppe, die sich als „nicht zeugen wollend“ und „zur Vermehrung nicht im Stande befindlich“ definiert, möchte auf Augenhöhe mit der Majorität stehen, die fortzeugt.
      Würde es nicht ausreichen, nur steuerrechtlich gleichzustehen? Nein, würde es nicht und zwar aus einem einzigen Grund: Weil die LGBTusw.-Lobby nicht einfach nur so leben will, wie sie lebt und erwartet, dass dies toleriert wird. Ganz etwas anderes soll erreicht werden. Man will erreichen, dass die gesamte Gesellschaft sich strukturell (juristisch, sozial, kulturell) der Ideologie (dem Weltbild) der kleinen Community anschließt. Ich nenne das „Diktatur der Minorität“.
      Nicht ich bin es, nicht Menschen, die so handeln und denken wie ich sind es, die anderen vorschreiben wollen, wie sie ihr Leben zu leben und was sie wie zu beurteilen haben. Das tut Ihre Community. Nicht erst seit heute, aber in diesen Tagen drängender und schriller, als jemals zuvor! Und natürlich geht es der LGBTusw.-Lobby auch um strategische Akte gegen das Christentum. Denn das Christentum hat man sich als Feind auserkoren. Am Ende aber wird es die Koran-Religion sein, die Euch einsperrt, foltert und tötet. Der Islam ist nicht Multi-Kulti, er ist nicht bunt. Er duldet kein System neben sich und er bekennt Farbe, doch nur eine!
      Seien Sie dankbar, Frau Ohlsen, dass Sie in einem Staat leben, der auf christlichen Werten errichtet wurde. Denn nur in einem solchen Staat können Sie frei leben und weben und dürfen sogar verächtlich auf jene schauen, die Ihnen das ermöglichen. In einem atheistischen Staat dürften Sie das nicht! Think about it, bevor Sie sich weiterhin empören, dass wir Christen es wagen, zu mahnen!

  8. Eigentlich find ich es eine Katastrophe,dass ein schwuler Journalist dieses Thema klar erkennt und es auf den Punkt bringt,nämlich mit dem Foto und der Unterschrift,dazu.Alles nur Ablenkung und ein Witz! Dabei geht es auch nicht um s Christentum Herr Berger oder ihren oder meinen Glauben,sondern nur um den Wahnsinn ,der sich Islam nennt und der uns alle bedroht!Denen ist unser C komplett egal,sie werden alle unterjochen,umbringen,beherrschen mit ihrer Scharia,auch die dämlichsten Politiker werden es bald am eigenen Leib zu spüren bekommen.

  9. Ich verstehe die Diskussion an sich überhaupt nicht. Wie Herr Berger schon richtig erkannt hat ist die Ehe ein Bund zwischen Mann und Frau. Es kann doch auch Bündnisse zwischen gleichen Geschlechtern geben, nur kann das dann nicht Ehe heißen. Sie könnten sich was eigenes schaffen was nur „Homos“ dürfen zum Beispiel eine „Hehe“. Heteros dürften diesen Bund natürlich dann auch nicht praktizieren. Wäre gespannt ob die Gutmenschen das dann auch diskriminierend gegenüber Heteros fänden 😉

    • Ich als Hetero fand dieses komische Zwischending der Verpartnerung in der Anfangsphase allerdings auch eine Diskriminierung. Warum soll ich meine Freundin, wenn sie schwer verunfallt auf der Intensivstation liegt, nicht besuchen dürfen? Aber soll ich sie eigens für diesen Fall schon gleich heiraten müssen?

      Es ist letztlich ein Randthema. Nur ein kleiner Teil der Gesellschaft ist schwul, und von denen wiederum will sich wiederum ein noch kleinerer Teil verpartnern / verheiraten / wasauchimmer. Ich habe allerdings nie verstanden, was das den anderen schaden soll, bzw. wie hier die Ehe selber in Frage gestellt wird. „Das sagt mir mein Glaube“ … Respekt, aber der ist in unserer Gesellschaft Privatsache geworden. Die Zeiten, in denen das Bundesverfassungsgericht die Aufrechterhaltung des § 175 begründet u.a. mit den sittlichen Anschauungen der beiden großen Kirchen, sind, mag man wie auch immer finden, vorbei. Wenn das naturrechtlich so evident ist, dann wird man das ja wohl auch nicht-religiös erklären können, und bitte nicht ausweichen auf eine politische hidden agenda, die der eine oder andere mit der „Ehe für alle!“ tatsächlich verfolgen mag (die paar wenigen Schwulen, die damit nun tatsächlich die Ehe an sich abschaffen wollen … ich kenne keine, auch nicht aus den Medien, die können mir gestohlen bleiben).

      Und, übrigens. Herr Berger liegt insofern falsch: Mit nichts bringt man Muslime mehr auf die Palme, nichts macht sie fassungsloser, als wenn man die „Homo-Ehe“ verteidigt. Weil sie schlicht das nicht verstehen, verständnislos sind. Genau hier wird allerdings irgendwann die Front aufbrechen bei der Linken, ob ihnen im Zweifel Muslime oder Schwule wichtiger sind.

  10. Der letzte Abschnitt des Beitrages ist für mich der entscheidende, lieber Autor.
    Das Thema kommt jetzt doch NUR auf, weil die Kanzlerin allen vorgaukeln möchte, sie nähme die Wünsche ihrer schwulen Bürger ernst, so kurz vor den Wahlen.
    Wenn ihr das wichtig wäre, hätte sie doch schon längst etwas tun können.
    Nein, sie möchte den anderen den Wind aus den Segeln nehmen: „Schaut doch, wie liberal ich bin…!“
    Nö, es geht nur darum, wieder an die Macht zu kommen. Danach ist ihr die Ehe für Schwule sowieso wieder „zuwider“.
    Also schwule und lesbische Mitbürger: Fallt doch nicht auf den Schmarren rein!

  11. Lieber David,
    Du hast es mal wieder getroffen. Nicht die Forderung nach Begrenzung und Kontrolle der Zuwanderung wird von den Parteien als Bedingung für zukünftige Regierungskoalitionen propagiert, sondern Ehe für alle.
    Das ist das richtige Wahlkampfthema. Dazu noch die „Erleuchtung“ von Frau Merkel. Die Erleuchtete entbindet die Abgeordneten vom Fraktionszwang. Ein Wunder ist geschehen.

  12. Ehe für alle, auch für Wirbellose!
    Primaten, Säugetiere, Wirbeltiere – ich glaubte vom Stammbaum der Menschheit ein wenig zu wissen. Jetzt weiß ich mehr: Die erfolgreichste Kanzlerin aller Zeiten gehört zu den Wirbellosen!
    Sie steht immer dort, wo sich der Erfolg abzeichnet. Sofort.

    Und die katholische Kirche? Im AfD-Bashing ganz groß. Wo es aber gälte, Positionen gegenüber den Regierungsparteien nachhaltig zu vertreten (Abtreibung, Homo-Ehe …), da kümmert sie nur so vor sich hin. Sie ist korrumpiert durch staatliche Finanzflüsse, bringen wir es auf den Punkt! In wenigen Jahren werden sie von „denen da oben“ aber nicht mehr gebraucht. Ihr nahendes Schicksal: Klein, arm, verachtet. Dann kann es sich wieder lohnen, katholisch zu sein.

    • Erstaunlich Jürg, wie die Kirche sich als Büttel der Linken und des Islams verdingt. Gerade sie hätte allen Grund, ihr Revier zu verteidigen, denn der Exodus der Gläubigen nimmt ihr auf Dauer jede Substanz. Aber den Kirchenfürsten sind die Gewinne aus der Asylindustrie wichtiger. Am Ende hat man volle Taschen, aber die Kirchen sind leer und müssen aufgegeben bzw. in Moscheen umgewandelt werden. Aus der Traum dieser Funktionschristen, die dann überflüssig werden und bedroht sind, wegen Blasphemie den Kopf zu verlieren. Vielleicht lassen sie sich dann zu Imamen umschulen, charakter- und ehrlos genug sind die Fähnchen Schwenker bereits. Ebenso unverständlich finde ich das Anbiedern der homosexuellen Fraktion an die muslimische Community, obwohl man in diesen Kreisen wissen muss, dass sie einer der größten Feind Zielgruppen des tyrannischen Islams und praktisch zur Jagd freigegeben sind. Absurd ist auch das devote Verhalten der jüdischen Mitbürger. Sie machen sich trotz besseren Wissens mit dem patriarchalischen Islam gemein, in der vagen Hoffnung, dass sie von der Verfolgung verschont bleiben. Dabei wird der handlungseingeschränkte Rechtsstaat weder die einen noch die anderen schützen. Sie halten als bloße und unbedeutende Masse her, die man verheizen kann. Da kann man wahrlich keinen besseren Ausblick geben.

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