Ein Gastbeitrag von Andrea Berwing

Echt jetzt? Die Grenzen werden dicht gemacht für den G 20 Gipfel?  Geht doch gar nicht! Wozu? Um das Einlassen für Verbrecher zu unterbinden? Versteh ich nicht, es ist zwar nicht jeder lieb, der hierherkommt, doch das ist doch gar kein Problem!

Hierher kommen Flüchtlinge, ausschließlich hilfsbedürftige Menschen, die vor Krieg und Verfolgung jedweder Art fliehen. Grenzen? Genügen nicht, wie um Weihnachtsmärkte und Konzertveranstaltungen Polizei mit Maschinengewehren? Die kommen noch dazu? Doppelte Sicherung, dupliziert?

Und sowieso bei der fortgeschrittenen Globalisierung? Wo leben wir denn, hallo? Können Sie es verantworten, den unbegrenzten Einmarsch hilfsbedürftiger Menschen zu unterbrechen für ein Gipfeltreffen von Menschen, denen es einfach zu gut geht?

Plötzlich setzt der vorhandene gesunde Menschenverstand aus, oberste Priorität seit 2015 ist doch Einwanderung ohne Einwanderungsgesetz. Das versteh ich nicht. Das soll doch auch so bleiben, verehrte Damen und Herren. Sie müssen doch nichts befürchten, zeigen Sie doch der Welt ihre Gutheit mitsamt offenen Händen, da will ihnen doch niemand etwas Böses.

Sie sind von Gott dazu berufen, in der Schlangen- und Spinnenhöhle zu bestehen, ohne gebissen zu werden. Das schaffen nur die wahren Gurus. Die Auserwählten! Sie! Sie gehören dazu, zu uns, zu WIR. Dachte ich.

Haben Sie etwa Angst, liebe Damen und Herren vom G 20 Gipfel? Irgendwelche Phobien, hat Ihnen irgendjemand etwas eingeflüstert? Verschwörungstheorien zum Beispiel?

Über friedliebende Religionen oder ist es der böse Russe? Der böse Donald Duck kommt? Oder befinden sie sich mitten drin, unter ihnen sozusagen, gleich einem Alien, der sich von innen durchboxt und schleimig, alle Aliens beginnen ja schleimig, sich ihren Weg durch die Knochen und Rückgräter zu bahnen.

Die Datenerhebungen, seien Sie doch nicht so, sind zu vernachlässigen, wenn sich so viele Terroristen und sowieso auch Frauen mit vielen Kindern mehrfach anmelden, dann sind ja gar nicht so viele da.. Das ist übrigens der neueste Sport, erzählen mir so arabische Quellen. Die kennen sie doch auch gut. Beruhigen sie sich! Keine Sorge. Und da sich die Flüchtlingsströme auch per Spiegeltechnik für die Ängstlichen und Wachsamen und Feinde der Demokratie nur augenscheinlich vergrößert haben, leben wir sowieso in einer Art Illussion auf dem 18. Stern der Galaxie. Käptn Kirk nur eine Nebenerscheinung und Spok, der erste Offizier hat sowieso zu große Ohren.

Ich schlage vor, eine Grenze zu sichern, innerhalb sagen wir eines zu vernachlässigenden Kilometers und raffinierte Spiegeltechnik einzusetzen, damit alle Terroristen denken, sie kommen nicht mehr durch zu den Guten und Reichen und Einflussreichen.

Dann sind doch alle ihre Probleme gelöst. Und es kostet auch nicht soviel, damit der Süße Brei aus allen Töpfen weiter fließen kann nach ganz ganz Unten, zu denen, die sie plötzlich nicht mehr einlassen wollen.

Und wenn der G 20 Gipfel vorbei ist, dann drehen sie die Spiegel einfach um. Dann können wieder alle rein. Die, die sie nicht wollen, zuerst!

***

IMG-20170506-WA0008

 

(c) Text: Andrea Berwing

Buchempfehlung: 

Roman der Autorin: Andrea Berwing:  „Die Wahrheit ist anders“ – C.M.Brendle Verlag