Im Dezember des letzten Jahres erschien ein Roman, den ich zunächst aus Anstand lesen wollte, da dessen Autorin, Andrea Berwing, schnell zu einer regelmäßigen Gastautorin von PP wurde. Als ich dann die Kurzvorstellung des Buches durch die Autorin auf ihrem Blog las, vergaß ich allen Anstand und wollte den Roman einfach lesen. Mehr wird nicht verraten, aber besagten Text der Autorin möchte ich Ihnen auch nicht vorenthalten (David Berger)

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Dreimal ist mir im Traum ein enger Freund aus Jugendtagen erschienen und fordert mich auf, ihm durch Schreiben ein Gesicht zu geben. Er selbst lebt zu dieser Zeit nicht mehr. 2010 habe ich den Roman begonnen, Krise, Schublade, dann auf Sardinien 2015 das Schreiben wieder aufgenommen.

Worum geht es?

Die Zentrale Figur ist Michael, ein Junge, der im tiefsten Osten auf einem Bauernhof groß geworden ist. Seine Eltern leben eine Ehe mit Krisen, sein Vater ist Parteigenosse.

Michael gründet mit seinem Bruder Karl eine Punkband, gibt illegale Konzerte, wird immer wieder auffällig, sitzt monatelang im Gefängnis. Auch nach dem Fall der Mauer findet er keinen Anschluss.

Seine Mutter stirbt und er scheint ihren Tod und seinen Drogenkonsum nicht zu verkraften. Als der Vater all sein Wirken und Schaffen vernichtet und seine Zurechnungsfähigkeit in Frage stellt, erschlägt Michael ihn, zerhackt ihn und wirft ihn den Schweinen im Hof zum Fraß vor.

Michael kommt ins Gefängnis und verendet elendig in der Forensischen Abteilung,in dem er einem früheren Kollegen seines Vaters und Verehrers seiner Mutter trifft.

Beleuchtet werden das Leben im Osten und die Sanktionen, mit denen kreative und auf ihre Art protestierende Jugendliche in der ehemaligen DDR zurechtkommen mussten.

Michael durchläuft eine Odyssee innerhalb zweier deutscher Staaten, die sich vereinigen. Michael ist eine reale Person, die anderen Figuren sind jedoch frei erfunden.

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Hier kann das Buch bestellt werden: DIE WAHRHEIT IST ANDERS