(Wolfgang Prabel/JouWatch) Schon im vergangenen Jahr hatte ich im Mai ein Ranking der oppositionellen Blogs erstellt. Nun war es interessant zu erkunden, ob nach einem Jahr das Interesse der Leser für alternative Politik und Wirtschaft zu- oder abgenommen hat. Denn die Bundestagswahl steht vor der Tür. Und Big-Brother-Heiko bosselt an Zensurgesetzen. Die Lügenpresse sagt das nahende Ende der AfD voraus.

Das Interesse an oppositioneller Politik im Netz hat 2017 wirklich stark zugenommen. Das Sturmgeschütz der Demokratie ist 2017 schon lange nicht mehr DER SPIEGEL, sondern PI News.

PI hat wie im vergangenen Jahr wieder Platz 1 errungen, aber mit 3mal sovielen Lesern wie 2016. Der Kohoutek des Jahres ist Opposition24. Die Seite hat 42mal so viele Besucher, wie vor einem Jahr.

Epochtimes, Jouwatch und Altermannblog haben die Zahl der Zugriffe jeweils verachtfacht, Danisch und MMnews haben versechsfacht.

Die beiden Bildungsbürgerblogs Achgut und Tichy haben die Plätze gewechselt und verdreifacht bzw. zweieinhalbmal so viele Zugriffe. Alle haben die Leserzahl erhöhen können, eine Ausnahme gibt es: die offizielle AfD-Seite wird geringfügig schwächer frequentiert. Aber als Parteiseite führt sie immer noch mit großem Abstand vor den Internetabsonderungen der verknöcherten Altparteien.

Insgesamt handelt es sich um 1,2 Millionen Zugriffe pro Tag für die 49 Blogs auf der Liste.

Einige konnte ich nicht berücksichtigen, weil ich an die Zahlenwerke nicht herangekommen bin: Zum Beispiel Conservo, Jenny, Quotenqueen, Antibürokratieteam, Zettels Raum…

Auch die Zahl der Blogs hat sich noch einmal erhöht. Der tägliche Franz, die Inselpresse, Bachheimer, Tatjana und andere gab es vor einem Jahr noch nicht oder sie waren gerade ganz neu. Einige früher indifferente Blogs driften zunehmend in Richtung Realität, wenn man den Inhalt über die Jahre beobachtet.

Ja, in Deutschland ist die Bloggerszene sehr zersplittert und kleinteilig. Aber die Summe 1,2 Millionen Zugriffe machts.

Zum internationalen Vergleich: Der Italiener Beppe Grillo hat aktuell 90.000 Zugriffe am Tag, Breitbart 964.000. In Frankreich gibt es außer „Boulevard Voltaire“ (täglich 38.000 Besucher) und dem semmelweichen „Atlantico“ (103.000 Zugriffe) nur elitäre Gülle.

Die meisten kritischen Blogs sind Unterstützer der alternativen Politik, zumindest Kritiker von Merkel und Schulz. Insofern bin ich sicher, daß die AfD im Herbst ein gutes Wahlergebnis erreicht. Rückenwind aus dem Netz ist da.

Eine Beobachtung ist noch erwähnenswert: Das Interesse für die Wirtschaftsblogs belebt sich langsam wieder, nachdem es im Zug der Massenwanderung 2015 einen Tiefpunkt erreicht hatte. Mit der ab 2017 stärkeren Inanspruchnahme der Sozialsysteme durch „Ärzte und Ingenieure“ wird Geld wieder eine größere Rolle spielen.

Und hier geht es zum umfangreichen Ranking, in dem auch Neueinsteiger PP einen beachtlichen Platz erreichen konnte: JOURNALISTENWATCH

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[…] Philosophia Perennis: […]

Dichter Tatenlos
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Dichter Tatenlos

Bei PI-News ist Höcke-Kritik keineswegs zensiert, wie weiter unten im Kommentarbereich behauptet wird. Im Gegenteil, zurzeit scheinen sich dort einige eifrige Aktivisten geradezu an Herrn Höcke abarbeiten zu wollen. Pro- und Contra-Kommentare werden veröffentlicht. Ein freier Meinungsaustausch ist also gewährleistet. Den Pretzell-Aktivisten sei gesagt: Hört mit dieser absurden Spaltung der AfD endlich auf. Der Bundesparteitag hat entschieden. Das ist ja verletzte Eitelkeit inzwischen. Die AfD in Thüringen mit Herrn Höcke hatte zur Bundestagswahl 2013 = 6,2 %, zur Landtagswahl 2014 = 10,6 % und liegt jetzt mit ihm bei 19 Prozent! Beim Herrn Höcke kommen Tausende Patrioten zur AfD-Veranstaltung in… Mehr lesen »

Charlotte
Gast
Charlotte

Dass die AFD Seite weniger geöffnet wird, ist leicht zu erklären. Die Ladezeit ist immens, zu Anfang muss man über zahlreiche Plattitüden und Spendenaufrufe blättern, was nicht so einfach geht, da die Bilder in viel zu hoher Auflösung hingestellt wurden und bis die geladen sind, flackert und springt die Anzeige auf meinem Mobile. Die wenigen und oft sehr einfachen Beiträge rechtfertigen den Aufwand nicht, den es braucht, bis man zu ihnen gelangt ist. Die Seite ist einfach nur grottenschlecht.

conservo
Gast

Einen Punkt in der Diskussion vermisse ich: Gibt es denn niemanden, der den unglaublichen Erfolg dieses Blogs (PP/philosophia perennis) hervorhebt. Mensch, PP ist nicht einmal 1 Jahr alt und gehört schon zu den führenden Blog-Medien! Herzlichen Glückwunsch!

M.M
Gast
M.M

Wenn man schon Sturmgeschütz schreibt sollte man keine Kanone in ner Holzlafette zeigen :p. Gibt da neben den Deutschen(Schweizer Armee führte die bis 1970. 30 jahre dienstdauer) auch Wunderschöne Russische Modelle wie die SU-152 :p

Kerstin
Gast

Ich freue mich natürlich, obwohl ich vorsichtig wäre in puncto :“Die Leute wachen langsam auf“.
Es sind meist dieselben Menschen, die sich äussern.
Also von der Masse her immer noch viel zu wenig.
Trotzdem scheinen die ÖR sehr nervös: Jetzt wird ein Riesenfass aufgemacht um den angeblichen „Terroristen – Offizier“ in der Bundeswehr.
Frau v.d. Leyen cancelled mal eben eine USA-Reise, weil dieses „Problem“ so unglaublich gross ist!
Wenn die mal auch so viel Brimborium machen würden, wenn mal wieder nur „einer von uns“ niedergemetzelt wird!

Carl Eugen
Gast
Carl Eugen

PI-News ist keine neues Sturmgeschütz, jedenfalls nicht der Demokratie. PI-News ist schnell, alternativ und relativ verläßlich, siebt aber gezielt alles aus, was ihm nicht in den (Höcke-)Kram paßt. Jeden Freitag wird z.B. auf Nicolaus Fests Wochenvideo verlinkt; sobald dieser jedoch sich kritisch über Höcke äußert, wird der Link unterschlagen. PI operiert also ähnlich wie der Mainstream, nur von der anderen Seite. Das sollte man wissen, wenn man es nutzt.

Gus Seegel
Gast
Gus Seegel

Am vergangenen Wochenende verbrachte ich einige Tage in einer mittelalterlichen Kleinstadt in Hessen. Dabei blieb es nicht aus, dass auch die derzeitigen Zustände in Deutschland zur Sprache kamen. Es waren Bürger der Stadt, mit denen ich mich austauschte. Es war nicht einer dabei, der sich nicht wenigstens kritisch über die sog. Flüchtlinge geäussert hätte. Man bemängelte vor allem deren forderndes und teilweise als frech empfundenes Auftreten. Am Museumsturm der alten Stadtmauer verwehrte die aufsichtsführende Person einer südländisch aussehenden Dame mit vier halbwüchsigen, recht lebhaften Kindern den Zutritt. Die Begründung: Es gibt dort filigrane Exponate, die auf keinen Fall berührt werden… Mehr lesen »