(David Berger) Seitdem Angela Merkel weiß, dass sie nach der erfolgreich verlaufenen Saarlandwahl nicht nur von ihrer eigenen Partei endgültig für alternativlos gehalten wird, sondern auch die CSU im Sinne des Machterhalts hinter ihr steht; seitdem ihr mit dem Warnschuss „Schulz-Hype“ klar gemacht wurde, dass die Medien und Strippenzieher George Soros notfalls auf Martin Schulz als neuen und noch viel willfährigeren Kanzler zurückgreifen werden, steigert sie von Woche zu Woche die Geschwindigkeit der ideologischen Verwandlung unsere Landes.

Typisch dafür ist ein Ausspruch der Kanzlerin, der vor zwei Tagen beim „Tag der Inneren Sicherheit“ fiel und der von den Nannymedien kaum beachtet wurde. Auf der Tagung, die im Anschluss an die Vorstellung der jüngsten Kriminalstatistik des BKA über die erschütternden neuen Zahlen zur Zuwandererkriminalität diskutierte, kam natürlich auch das Thema der grenzenlosen Offenheit Merkels auf.

Und dabei auch der Schutz der nationalen und der EU-Grenzen. Der Focus zitiert dazu einen viel sagenden Satz Merkels:

„Nicht mehr nur Österreich und Polen dürften als unsere Nachbarn betrachtet werden – sondern im Schengen-Sinne auch Länder wie Syrien oder Jordanien.“

Keiner scheint nachgefragt zu haben, was dieser zunächst konfus klingende Satz nun zu bedeuten habe. Allein der bekannte Publizist Michael Mannheimer bemerkt dazu zutreffend:

„Ja… wo sie recht hat, hat sie recht. Im „Schengen-Sinne“ sind auch Syrien und Jordanien unsere Nachbarn. Oder Ägypten und die Türkei. Aber im Schengen-Sinn auch die USA, Kanada, Brasilien, Uruguay, Argentinien, Mexiko, Kuba, die Dominikanischen Republik, Salvador, Honduras…etc etc. Europas direkte Nachbarn. Denn links von Europa (für Geographen: „westlich“) sind diese Länder geografisch unsere nächsten Nachbarn.
Planetarisch gesehen sind Venus und Mars unsere nächsten Nachbarn. Ich wette: Gäbe es dort Flüchtlinge – Merkel würde sie zu uns einladen.“

Untergründig schwingen in diesem Satz Merkels aber noch ganz andere Paradigmen mit. Wer erinnert sich nicht an den Satz des zeitweise an Drogenkonsum und Wahnvorstellungen leitenden Liedermachers Konstantin Wecker, mit dem dieser im August 2015 hausieren ging:

„Und noch was, ihr ‚besorgten Bürger‘: wir haben in unserer Nachbarschaft lieber 1000 Flüchtlinge als einen Nazi.“

Wenn wir Merkels Ausspruch in diesem Kontext sehen, wird sehr schnell einiges deutlicher:

♦ Zum einen ist Österreichs Außenminister ebenso wie die erfolgreiche polnische, ungarische und tschechische Migrationspolitik eine dauernde Anklage an Merkels Versagen, das ihrem Land von Tag zu Tag immer teurer zu stehen kommt.

Sie sind eine ähnliche lebende Anklage Merkels wie es die AfD mit ihrer von Merkel zunächst angedachten, dann aber aus Angst vor den Medien kurzfristig gecancelten Forderung nach Wiederherstellung der Grenzen Deutschlands ist.

Bei den einen wie den anderen ist man da ganz schnell bei der Hand, diese sofort als „Nazis“ zu bezeichnen – ohne dass Merkel jemals das Wort gegen solche den braunen Sozialismus und seine Verbrechen bagatelliserenden Sprüche erhoben hätte.

♦ Zum anderen könnte man mit dieser Begründung dann die Türkei nach 54 Jahren Wartezeit doch ganz schnell zu einem Teil der EU machen, wenn Syrien unser Nachbar wird …

Ungewöhnlich wäre das nicht. Es gehört mit zu den häufigsten politischen Strategien, dass (noch nicht) Konsensfähiges, das längst über die Köpfe des Volkes hinweg entschieden ist, über nicht bestätigte, gezielt gestreute „Indiskretionen“ oder in unscheinbare Nebensätze verhüllt, der Öffentlichkeit untergejubelt wird.