Nationalismus und moderne politische Rechte: Warnende Vorboten eines neuen Nationalsozialismus?

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(c) JamesDeMers pixabay CC0

Ein Gastbeitrag von Naomi Seibt

Vorbemerkung: Die Veröffentlichung des nachfolgenden Gastbeitrags ist mir eine besondere Freude. Denn die Autorin, Naomi Seibt, deren Mutter auch schon bei PP publiziert hat, ist unter den vielen Gastautoren die mit Abstand jüngste. Mit gerade 16 Jahren – sie macht zur Zeit ihr Abitur – hat sie einen solch reifen und klugen Aufsatz geschrieben, bei dem man kaum glauben kann, dass sie noch so jung ist. Über die wichtige Thematik des Artikels hinaus, machen solch junge, hoffnungsfrohe Persönlichkeiten Mut in einer Zeit, in der viele jede Zukunftsthoffnung für Deutschland, ja ganz Europa, längst aufgegeben haben. (David Berger).

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Angesichts der zunehmenden Bereitschaft westlicher Länder, auf kultureller, wirtschaftlicher und politischer Ebene zu ihrer nationalen Identität zurückzukehren, ist in den vergangenen Monaten die Sorge aufgekommen, dass diese Form des Nationalismus gefährlich und rückläufig ist. Die massiven Fortschritte in der Globalisierung, welche vom westlichen regierenden Establishment durchgesetzt wurden, scheinen keine Akzeptanz mehr bei den Bürgern zu finden. Grenzt dieser Widerstand an Faschismus?

Die verbreitete Auffassung, dass Faschismus eine direkte Konsequenz aus Nationalismus ist, stammt aus der Überzeugung, dass Nationalismus die treibende Kraft des Nationalsozialismus im Dritten Reich war.

Dieser These muss auf den Grund gegangen werden. Lässt sich der Nationalsozialismus monokausal mit dem Aufstieg des Nationalismus nach dem ersten Weltkrieg erklären? Sollte dies der Fall sein, so liegt die Vermutung nahe, dass eine Erfolgswelle der modernen politischen Rechten in Kombination mit der Ablehnung des durch die Globalisierung herangetriebenen Internationalismus eine böse Vorahnung in uns auslösen sollte. Es stellt sich die Frage, wie berechtigt diese Sorge ist.

Der wesentliche Unterschied zwischen Faschismus und Nationalismus

Faschismus ist grundsätzlich radikal autoritär, was keine Voraussetzung für Nationalismus ist. (1)

Faschismus verleiht dem Staat die höchste Macht, in dem Glauben, dass dessen Interessen im Sinne der Bürger ausgetragen werden, welche den Staat im Gegenzug bevollmächtigen müssen. Der Staat und sein Volk sind voneinander abhängig, doch mit dem Staat in der überlegenen Position kann dieser seine Macht missbrauchen und er hat eine unvermeidliche starke Tendenz zu korrumpieren.

Die Ideologie des Faschismus erfordert bedingungslose Loyalität zum Staat – Ultranationalismus – und zwar unabhängig von den möglicherweise moralisch verwerflichen Taktiken und Handlungen des Staates.

Der Staat bezieht seine Macht aus der Unfähigkeit des Volkes, ihn zu hinterfragen. Diese absolute Loyalität kann, falls sie nicht selbstverständlich in den Bürgern präsent ist, staatlich erzwungen werden.

Zu seiner Position im politischen Spektrum heißt es im englischen Wikipedia-Artikel zum Thema „Faschismus“: „Faschismus wurde beeinflusst sowohl von links als auch rechts, konservativ und anti-konservativ, national und supranational, rational und anti-rational. Zahlreiche Historiker betrachten Faschismus entweder als eine revolutionäre, zentrische Konzeption, als eine Konzeption, die sich sowohl der rechten als auch linken Philosophie bedient, oder beides.“ (2)

Nationalismus ist ein viel umfassender Begriff mit variierenden Definitionen in einem Spektrum, das von Patriotismus bis hin zum Chauvinismus reicht. Der entscheidende Unterschied zwischen den beiden Formen ist, dass Patriotismus die Koexistenz anderer Nationen respektiert und schätzt und gleichzeitig einen besonderen Stolz auf die eigene Nation und deren Kultur pflegt, wohingegen Chauvinismus der Glaube ist, dass die eigene Nation und ihre Geschichte anderen weitaus überlegen sind.

Patriotismus ist eine Frage von nationaler Identität, Chauvinisten verweigern sich der Anerkennung anderer Nationen neben ihrer eigenen.

Faschismus benötigt Chauvinismus, um zu existieren und seine „Mission“ zu vollziehen, welche ultimativ eine Imperialistische anstatt einer Nationalistischen ist. Er billigt die Ausbeutung anderer, um den Erfolg der eigenen Nation zu erzielen und strebt eine geographische und kulturelle Expansion an; eine autoritäre Invasion, die über das eigene Volk hinausgeht. Nationalismus allein hat diesen Anspruch nicht.
Die moderne politische Rechte unterstützt Nationalismus, nicht Faschismus

Nationalismus wird hauptsächlich mit der politischen Rechten assoziiert. Aus der Betrachtung essentieller Unterschiede zwischen den Arten des Nationalismus ergeben sich nun die Fragen, welches Ausmaß von Nationalismus Mitglieder der modernen politischen Rechten befürworten, auf welche Weise sie diesen Nationalismus vorantreiben und ob dies überhaupt vergleichbar ist mit der nationalsozialistischen Agenda.

Die Unterscheidung zwischen politisch „links“ und politisch „rechts“ tauchte erstmals in der Französischen Revolution auf, als das Volk sich teilte, in konservative Unterstützer der Monarchie (rechts) und Unterstützer der Revolution, welche die Opposition des autoritären Regimes darstellten, um Gleichheit zwischen Volk und Staatswesen sowie Freiheit für die unterdrückten Bürger zu erkämpfen (links). (3) (4)

Da die Form und Rolle des Staates sich signifikant verändert hat im Laufe des letzten Jahrhunderts, hat sich auch die Einstellung der Menschen zu ihm gewandelt. Heute sprechen Vertreter der politischen Linken sich für eine staatlich kontrollierte Wirtschaft und Gesellschaft aus, in dem Glauben, dass diese Voraussetzungen soziale Gleichheit und soziale Sicherheit garantieren. Dahingegen setzen sich Vertreter der politischen Rechten typischerweise für die wirtschaftliche Liberalisierung ein, und eine Sozialstruktur, die sich natürlicherweise in einer kapitalistischen freien Marktwirtschaft entwickelt und automatisch die Fleißigen belohnt.

Das politisch linke Konzept basiert auf der Idee, dass Kollektivismus erforderlich ist, um das höchste Gemeinwohl zu erzielen; das politisch rechte Konzept hat einen individualistischen Ansatz, der jedem die Freiheit gewährt, seine eigenen, individuellen Entscheidungen zu treffen, die sowohl zum Scheitern als auch zum Erfolg führen können. (5) (6) (7)

„Gleichheit“ und „Gleichberechtigung“

Beide Seiten verfolgen im Grunde genommen ein gemeinsames Endziel: eine faire, gleichberechtigte Gesellschaft. Konflikt herausfordernde Unterschiede finden sich in der verschiedenen Auslegung dieses Ziels und in der Weise, wie dieses Ziel laut der beiden politischen „Gegner“ bestmöglich erreicht werden kann.

Die politische Linke betont dabei typischerweise die Untrennbarkeit der Begriffe „Gleichheit“ und „Gleichberechtigung“. „Gleichheit“ setzt die Auslöschung und Kompensierung von Unterschieden voraus. Die Idee dabei ist, dass absolute Gleichheit gleiche Chancen ermöglicht.

Die alternative, eher „rechte“ Auffassung ist die, dass durch den Erhalt von Unterschieden individuelle Menschen ihre persönlichen Stärken hervorheben können. Wesentliche Unterschiede und die Anerkennung dieser stärken die Diversität, sie diskriminieren nicht dagegen.

Auch Globalisierungsbefürworter, welche sich in der Regel im linken Raum des politischen Spektrums befinden, greifen häufig auf den Begriff „Diversität“ zurück, jedoch wiederum mit einem anderen Verständnis:

Die „Vermischung“ von Menschen diverser Hautfarben, Religionen und Kulturen sorge für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen, da es darauf aufmerksam mache, wie gleich wir im Grunde alle sind.

Ein Problem mit dieser Vorstellung ist es, dass sie die geistige Diversität und Individualität von Menschen leugnet und dadurch menschliche Diversität auf genetische Gegebenheiten wie die Hautfarbe reduziert. Geistig unterschiedliche Menschen suchen sich in der Regel Gleichgesonnene mit einer ähnlichen Weltanschauung (Kultur). Die Vermischung aller Kulturen, ohne ausreichende Anpassung aneinander, provoziert den Konflikt.

Die Stärkung individueller Kulturen ist nicht möglich ohne patriotische Anhänger dieser, die sich zusammentun und ihre Kultur gemeinsam erhalten. Die Anhänger verschiedener Kulturen müssen sich dabei selbstverständlich nicht voneinander isolieren, bloß um die kulturelle Diversität zu schützen.

Entscheidend ist eine positive und stolze persönliche Einstellung zu der Kultur, mit der eine Person sich identifiziert; eine Einstellung, welche außerhalb des Chauvinismus existieren kann. Ein kulturell verzweigter Freundeskreis wird dadurch keineswegs ausgeschlossen.

Es geht nicht um Rasse, Glauben, Hautfarbe, Geschlecht oder Sexualität

Aktuell spiegelt sich der Nationalismus vornehmlich in einer gesellschaftlichen Abneigung zu ungeregelter Einwanderung wieder, insbesondere die Migration aus nach westlichen Standards kulturell unterentwickelten Ländern wie im Nahen Osten. Diese Antipathie ist jedoch nicht als eine rassistische Motivation zu deuten. Es geht nicht um den Ausschluss von Menschen aufgrund von Rassen-, Glaubens-, Hautfarbe-, Geschlechts- oder Sexualitätsunterschieden, sondern schlichtweg um die Abweisung von kultureller Intoleranz.

Der britische Guardian (8) publizierte 2014 in einem Artikel die Ergebnisse einer Studie der Organisation ILGA, welche zeigten, dass mehr als 2,7 Milliarden Menschen in Ländern leben, in denen Homosexualität gesetzlich verboten ist. Eine überwältigende Mehrheit davon sind Länder, in welchen der Islam die dominante Religion ist. Im Iran, Saudi-Arabien, Sudan, Mauretanien und Jemen wird Homosexualität unter der Scharia mit der Todesstrafe bestraft. (8)

Auch die noch immer in vorwiegend denselben Ländern herrschende gesetzlich gestützte Diskriminierung des weiblichen Geschlechts widerspricht den westlichen Moralvorstellungen. In Saudi Arabien sind Frauen zur Verschleierung verpflichtet (Grundordnung des Königreichs Saudi Arabien; Artikel 1, 3 und 5)9 und es ist ihnen bis heute nicht gestattet, mit dem Auto zu fahren, da sie sonst als Terroristinnen gelten.10 Steinigungen sind eine legale Form der Bestrafung im Iran, Mauretanien, Nigeria, Katar, Saudi-Arabien, Somalia, Sudan, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Jemen.11 In einem Artikel im Guardian von 2016 heißt es mit Hinblick auf die soziale Ungleichheit im Nahen Osten: „Die muslimische Gesellschaft ist insgesamt immer noch stark patriarchial.“ (8)

In der Tat, diese Werte sind unvereinbar mit denen des Westens und machen die Einwanderungsfrage darum so kompliziert. Einwanderung aus diesen Ländern bedeutet Import von eben der Kultur, deren Werte der Westen mit aller Macht entgegengewirkt. Die Gleichberechtigung des weiblichen und männlichen Geschlechts vor dem Gesetz, der Schutz von Minderheiten wie Homo- und Transsexuellen, Säkularismus und Nichtdiskriminierung von Menschen anderer Rassen und Glaubensrichtungen gehören zu den stolzesten Errungenschaften des Westens.

„Islamophobie“?

Die vorwiegend im Nahen Osten herrschende unzumutbare Intoleranz gegenüber Minderheiten und Nichtgläubigen wird im Namen des Islam ausgetragen, welcher dort in nicht-säkularer, konservativer Form praktiziert wird. Die Erwähnung dieser Tatsache wird von Befürwortern der „offenen Grenzen“ oft als provokativ empfunden. Die implizite „Beschuldigung“ des Islams diffamiere die Religion und verstoße gegen die Religionsfreiheit; stigmatisiert werden Kritiker als „islamophob“.

Ein Artikel in der Welt von 2014 wirft berechtigterweise die Frage auf:

„Ist es wirklich islamophob, diese Zustände zu kritisieren, ohne jedes Mal auf die friedliche Mehrheit der Muslime zu verweisen? Man muss Fluggesellschaften nicht dafür loben, dass sie ihre Jumbojets oben halten können. Genauso wenig muss man Muslimen applaudieren, wenn sie sich an das Grundgesetz halten. Es ist schlichtweg eine Selbstverständlichkeit. Es muss in einer modernen Gesellschaft ohne Einschränkung erlaubt sein, Ideen und Ideologien schlecht zu finden und zu kritisieren.“ (12)

Dahingegen scheint das Kritisieren, Hinterfragen und sogar Beleidigen des christlichen Glaubens noch immer unter der Redefreiheit vertretbar zu sein. Das Christentum kann es schließlich abhaben.

Niemand würde Kritik an der Voreingenommenheit einer christlichen Institution gegenüber Homosexualität als „christophob“ bezeichnen.

Und das ist richtig so! Religionen dürfen Kritik und Hinterfragung nicht scheuen und sich damit dem Recht der Meinungs- und Redefreiheit in den Weg stellen – das Grundgesetz hat unbedingte Priorität vor jeder Religion.

Doch die Kernfrage ist letztendlich nicht, wie friedlich die Prinzipien des Islams nach dem Koran sind. Keine TV-Debatte über die Friedlichkeit des Islams kann die furchtbaren Zustände in den Problemländern negieren.

Keine Demonstration und auch kein Twitter-Post gegen „Islamophobie“ bewahrt schutzlose Minderheiten vor Verbrechen, die im Namen des Islam getätigt werden.

Es sollte unbestreitbar sein, dass die Einwanderung aus Ländern, in denen Todesstrafe, Vergewaltigungen und systematische Diskriminierung die Norm sind, bestimmten Kontrollen und Restriktionen unterliegen muss, um eben die wirklichen Opfer aus diesen Ländern nicht gemeinsam mit ihren Unterdrückern in den liberalen Westen zu holen.

Integration und Assimilation

Auch die erfolgreiche Integration von Menschen, die mit einer vollkommen anderen Kultur aufgewachsen sind, ist nicht selbstverständlich. In einem Beitrag in der FAZ betont Dr. Stefan Luft die Unverzichtbarkeit eines gewissen Maßes an Assimilation:

„Zu Unrecht wird sie in der politischen Integrationsdebatte nahezu automatisch mit negativem Vorzeichen versehen oder mit Zwang oder „Zwangsgermanisierung“ gleichgesetzt. Dabei bleibt außer Acht, dass eine Angleichung von Einwanderern unumgänglich ist für eine erfolgreiche Integration.“ (13)

Die unfreiwillige Anpassung an die Werte und den Lebensstil eines kulturell vollkommen anders eingestellten Kontinents kann, wenn überhaupt, nur durch ein intensives und individualisiertes Integrationsprogramm gelingen. Zwar ist bei der Integration der beidseitige Einsatz erforderlich, doch die Anerkennung des Integrationswillens seitens der Inländer setzt die Integrationsbereitschaft des Migranten voraus. Ohne Integrationswillen und eigenständigen Einsatz droht Integration zu scheitern. Wie Dr. Luft schreibt:

„Die Zugehörigkeit zu ethnischen Gruppen soll allerdings auf mittlere Sicht ihre Bedeutung verlieren, da ein dauerhaftes Bestehen ethnischer Gruppen erfahrungsgemäß mit sozialen Schichtungen in der Aufnahmegesellschaft einhergeht.“ (13)

Eine solche Aufgabe ist im großen Rahmen nicht zu bewältigen. Kontrollierte Migration hat das Potential, eine Nation kulturell und wirtschaftlich zu bereichern und ihr gleichzeitig dabei zu helfen, die eigene Kultur zu bewahren und darüber hinaus anzureichern. Massenmigration hingegen ist ab einem bestimmten Punkt nicht mehr zu bewältigen.

1973 erklärte selbst der politisch linke SPD-Kanzler Willy Brandt in seiner Regierungserklärung zu diesem Thema: „In unserer Mitte arbeiten fast 2,5 Millionen Menschen anderer Nationen. Es ist aber notwendig geworden, dass wir sehr sorgsam überlegen, wo die Aufnahmefähigkeit unserer Gesellschaft erschöpft ist und wo soziale Vernunft und Verantwortung Halt gebieten!“ (14) (15)

„Links“ und „rechts“ sind keine aussagekräftigen Bezeichnungen für politische Eigenschaften

Es funktioniert nicht, intuitiv einen Vergleich zwischen einer Staatsmacht propagierenden Ideologie wie dem Nationalsozialismus und der modernen Rechten zu ziehen, welche sich sozialen und wirtschaftlichen Restriktionen vom Staat entgegenstellt, bloß weil letztere eine Form des Nationalismus unterstützt.

Dieses Problem demonstriert, wie unzulänglich die Trennung politischer Standpunkte in „links“ und „rechts“ ist. Weder der einen noch der anderen Seite lässt sich eine bestimmte Konnotation zuweisen.

Länder, die in den vergangenen Jahren zunehmend nationalistisch geworden sind, erkennen, dass sie weniger Einmischung von anderen Nationen wünschen, um ihre kulturelle und politische Identität zu wahren. Es mag das natürliche, evolutionär vorteilhafte Bedürfnis der Menschen ansprechen, sich in überschaubaren Stammanordnungen mit einem erreichbaren Führungsorgan zu organisieren, anstatt einer stark überlegenen, allumfassenden Macht, die außer Reichweite des Individuums liegt. Es gibt keine perfekte Staatsform, die im globalistischen Stil einen großen Raum mit einem breiten kulturellen Spektrum regieren sollte, denn Menschen existieren natürlicherweise in einer großen Diversität und haben verschiedene Werte, die nicht alle einheitlich vertreten werden können. Ein solches System würde die geistige Diversität aller Menschen untergraben und einen vollkommenen mentalen Konsens erzwingen.

Kontrollierte Einwanderung unter einem Migrationsgesetz lässt sich problemlos mit Nationalismus vereinbaren. Ein gesundes Maß an Selbstbewusstsein und Selbst-Stolz schließen die Empfänglichkeit für Freundschaft schließlich nicht aus. Nationalismus bedeutet in erster Linie, seine individuelle kulturelle Identität zu schätzen. Damit fördert er nicht nur die Diversität verschiedener Nationen, sondern unterbindet vor allem die Zentralisierung von Macht.

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Quellen

(1) http://www.wissen.de/lexikon/faschismus

(2) https://en.wikipedia.org/wiki/Fascism#Position_in_the_political_spectrum

(3) https://de.wikipedia.org/ HYPERLINK „https://de.wikipedia.org/wiki/Politisches_Spektrum#Herkunft“wiki HYPERLINK „https://de.wikipedia.org/wiki/Politisches_Spektrum#Herkunft“/ HYPERLINK „https://de.wikipedia.org/wiki/Politisches_Spektrum#Herkunft“Politisches_Spektrum#Herkunft

(4) https://www.welt.de/debatte/kommentare/article6076197/Jenseits-von-rechts-und-links.html

(5) http://www.dailykos.com/story/2006/7/25/230389/-

(6) http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/pocket-politik/16547/rechts-links-schema

(7) https://de.wikipedia.org/wiki/Politisches_Spektrum

(8) https://www.theguardian.com/world/2016/jun/21/gay-lgbt-muslim-countries-middle-east

(9)https://www.shura.gov.sa/wps/wcm/connect/ShuraEn/internet/Laws+and+Regulations/The+Basic+Law+Of+Government/Chapter+One/

(10) https://www.welt.de/debatte/kommentare/article153023085/Sie-will-ihr-Auto-fahren-wohin-sie-will.html

(11) http://news.trust.org//item/20130927160132-qt52c/

(12) https://www.welt.de/debatte/kommentare/article133712722/Islamophobie-Wir-nennen-es-Aufklaerung.html

(13) http://www.faz.net/aktuell/politik/f-a-z-gastbeitrag-assimilation-integration-identitaet-1513177.html

(14) „Die großen Regierungserklärungen der deutschen Bundeskanzler von Adenauer bis Schröder“, S. 194, Klaus Stüwe, Springer Verlag

(15) http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/sarrazin/auslaender-in-deutschland-einwanderungsland-wider-willen-1580276.html

62 Kommentare

  1. Doc Germanicus [{Mission Control!}]
    Hat dies auf Mission Control 42! rebloggt und kommentierte: Kontrollierte Einwanderung unter einem Migrationsgesetz lässt sich problemlos mit Nationalismus vereinbaren. Ein gesundes Maß an Selbstbewusstsein und Selbst-Stolz schließen die Empfänglichkeit für Freundschaft schließlich nicht aus. Nationalismus bedeutet in erster Linie, seine individuelle kulturelle Identität zu schätzen. Damit fördert er nicht nur die Diversität verschiedener Nationen, sondern unterbindet vor allem die Zentralisierung von Macht.
  2. Tiks Lbg
    Hammer .... es ist schlieslich eure Zukunft.Nur weil die Alten ihre Denkblokaden haben dürft Ihr,die Nächsten Generationen nicht aufhören zu hinterfragen.Aber bitte diferenziert doch bitte zwischen Nationalismuss & Patriotismuss.Ein Patriot wünscht sich das ein Jedes Land seine Patrioten hat ....eifach aus dem Grund das niemand auf die Ganze Welt aufpassen kann(Globalismuss),wenn ein jedes Volk vor seiner Haustür aufräumt/aufpasst auf seine Wälder,flüsse,Wiesen & Kultur wird Vernunft einkehren.Um das umzusetzen braucht ein jedes Volk seinen Raum.Im Völkerrecht heisst es "das Recht des Einen hört da auf wo das Recht eines Anderen beginnt". Darum auch in der Staatslehe nach Jellinek, ist ein Staat ein 3 Elemente Konstrukt "Nach der Drei-Elemente-Lehre von Georg Jellinek ist der Staat ein soziales Gebilde, dessen konstituierende Merkmale ein von Grenzen umgebenes Territorium (Staatsgebiet), eine darauf als Kernbevölkerung ansässige Gruppe von Menschen (Staatsvolk) sowie eine auf diesem Gebiet herrschende Staatsgewalt(Verfassung) kennzeichnen.Lg.TIKS
  3. felixaustria03
    das hoffnungsvolle Mädchen mit Hochbegabung ist vermutlich die Enkelin des verstorbenen Historikers Prof. Ferdinand Seibt, Neue Geschichte an der LMU u. Direktor des Collegium Bohemia. Ein Sohn v. ihm war Journalist bei der "FAZ", vielleicht ist es seine Tochter oder gar schon eine Urenkelin des Ferdinand Seibt! Der Apfel fällt bekanntlich nicht weit vom Stamm, oder? Seibt war übrigens Sudetendeutscher!
  4. Timoko
    Schade, dass bei solchen, durchaus nicht unvernünftigen Beiträgen leider doch wieder zu oft Beifall von der falschen Seite kommt.
    • Tom
      Wenn du konstruktiv kritisieren möchtest, solltest du schon definieren, was du mit der "falschen Seite" meinst. Neonazis? Da wäre ich bei dir. PEGIDA, Identitäre, AfD? Da wäre ich eindeutig nicht bei dir. Es ist diese Schwammigkeit, in der unsere Diskussion feststeckt.
  5. Benutzer
    Das Problem ist, dass man eine Religion schwer kritisieren kann. Religion ist weit zu komplex um sich auf einige Verse oder Grundsätze dieser festzusetzen. Man kann Menschen immer kritisieren, Religion zeigt doch ein zu weites Feld aus, da selbst trotz Grundsätze, es in der Religion selbst, immer andere Meinungen gibt! Zudem muss der Unterschied zwischen Kritik und Beleidigung noch aufgegriffen werden, welcher von Pseudokritikern nicht verstanden wird. Zudem kann man die Probleme in sogenannten"islamischen" Länder nicht nur mit Religion begründen. Geschichte ist zu komplex und man muss sich auch noch die Frage stellen warum es im islamischen Andalusien anders war? War es doch nicht der Imperialismus und Kolonialismus der diese Länder in die Steinzeit geschickt hat und den Hass auf den Westen vermehrt haben womit sich panislamische und panarabische Gruppen radikalisieren konnten? Und war es der anfängliche Nationalismus der sich zum Chauvanismus radikalisierte? Darüber hinaus muss man immer die Entwicklung der Kultur berücksichtigen, der Zeitgeist darf nicht außer acht gelassen werden. Desweiteren greift der Artikel nicht auf , wie man seine kulturelle Identität bewahren soll, wenn selbst diese von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist. Ist es nicht wichtiger,dass Menschlichkeit auf beiden Seiten vorhanden ist? Wie Nietzsche schon sagte; "Beim Nationalismus handelt es sich um die schlechte Ausdünstung von Leuten, die nichts anderes als ihre Herden-Eigenschaften haben, um darauf stolz zu sein." Sind Werte oder der Nationalsozialismus wichtiger? Hierbei ist der Artikel zu kurz wichtig !
    • Tom
      Man kann Religion verdammt gut kritisieren, besonders mit Werkzeugen der Philosophie. Islam ist systemimmanent expansiv. Das ist ein Urteil a posteriori. Diese Expansion erfolgte mit Mitteln der Gewalt. Auch das ist eine unabstreitbare Erkenntnis aus der Geschichte. Man könnte argumentieren, dass es beim Christentum ähnlich war. Auch das lässt sich leider aus der Geschichte ableiten. Jetzt kommen die Schriften ins Spiel. Im Koran und den Hadithen exitieren mehrere eindeutige Aufrufe zur Gewalt. Auch in der Bibel fließt Blut, ganze Städte werden dahingeschlachtet, wird man sagen. Im alten Testament sind das jedoch Berichte über Siege des Volkes Israel, die die Macht Gottes auf dem Teritorium des gelobten Landes (Israel) demonstrieren sollen. Aufrufe zur Eroberung der Welt findet man nicht. Im neuen Testament wird das Leben des Juden Jesus von Nazareth überliefert. Es gibt keine Legitimation von offensiver Gewaltanwendung. Das Gegenteil ist der Fall. Die Stellen, in denen das Schwert genannt wird, sind defensiv zu interpretieren oder bildlich (das Schwert, das selbst Familienbande durchtrennt, wenn sie der Gefolgschaft Jesu im Weg stehen). Jesus selbst lebte Gewaltfreiheit, sah Frauen nicht als Eigentum des Mannes und strebte nicht nach materiellem Reichtum. Bei Mohammed ist in allen drei Punkten das Gegenteil der Fall. Man kann sehr wohl fundiert und sachlich Religionen kritisieren und auch unterscheiden - man muß es sogar tun. Vermutlich tut man es aber nicht, weil die Ergebnisse der Diskussion zu unangenehm wären.
    • Ole Pederson
      @Benutzer 10. Juli 2017 at 12:22 - Das Problem ist, dass man eine Religion schwer kritisieren kann. Doch, das ist ganz einfach und auch notwendig. Zum Beispiel zu der immer wieder gehörten Behauptung "...die Textstelle ist aus dem Zusammenhang gerissen, mein heiliges Buch ist ganz anders". Kein wie auch immer gearteter Zusammenhang macht eine Stelle wie "Und tötet sie, (die Ungläubigen) wo immer ihr sie trefft, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben. Denn Verführen ist schlimmer als Töten." (Sure 2,191) akzeptabel. - Zudem kann man die Probleme in sogenannten“islamischen“ Länder nicht nur mit Religion begründen. Geschichte ist zu komplex und man muss sich auch noch die Frage stellen warum es im islamischen Andalusien anders war? Das ist ein weitverbreiteter Mythos, das angeblich so "tolerante" Andalusien unter islamischer Herrschaft hat es nie gegeben. Es war die gleiche Islamhölle wie so viele andere Gesellschaften, die vom Islam bestimmt waren, eine permanente Abfolge von Pogromen, Terror, Kriegen, Frauenunterdrückung und unfaßbar grausamen Hinrichtungen. Wo mal kein Krieg oder Terror war, da nur, weil keine der verfeindeten Gruppen stark genug war, die anderen zu unterjochen. Alle heute gefeierten "islamischen Gelehrten" wurden damals übrigens verfolgt, manche zum Schweigen gebracht, die meisten waren ohnehin keine Muslime gewesen wie z.B. Maimonides, der aus dem "toleranten" Andalusien fliehen mußte. Zum Thema gibt es viele Veröffentlichungen, zuletzt das herausragende "The Myth of the Andalusian Paradise" (Wilmington, Delaware: ISI Books, 2016) von Darío Fernández-Morera, hier ein kurzer, früherer Artikel von ihm: https://www.thereligionofpeace.com/pages/games/Andalusia-Myth.pdf
  6. Ingo Heitele
    Die junge Dame hat sich offensichtlich ihren Geist weder von der Schule und deren angewendeten, falschen Geschichtsschreibung noch von den irreleitenden, gekauften Medien und Politik versauen lassen. BRAVO... ERSTLASSIG!
  7. Thor
    Naomi, ich unterstütze und bewundere dich vollkommen, du bist eine großartige junge Frau und deine Mutti sol auch eine so sein, weiter so! Ich bin auch ein sehr stolzer Deutscher! Ihr seid nicht alleine... :-)
  8. endederluege
    Wenn auch noch durch die allumfängliche Konditionierung die Instinkte unterdrückt werden, ist doch erkenntlich daß der deutsche Geist in der Jugend erwacht. Auch diese junge Frau wird zur Wahrheit finden wenn sie die auferlegten Denkverbote ignoriert und sich mit der tatsächlichen Geschichte - nicht der Siegergeschichtsschreibung - befasst. Sie ist schon auf einem guten Weg.
  9. Uwe Wolfgang Reissner
    Sehr gute Ausführung. Allein folgender Aussage kann ich nur bedingt zustimmen: "Auch Globalisierungsbefürworter, welche sich in der Regel im linken Raum des politischen Spektrums befinden .... " Globalisierung ist die Weiterentwicklung des Marktes. Der Unterschied liegt ehr darin, dass die Linken auf Augenhöhe verhandeln wollen, währen die Rechten sich dadurch mehr Marktanteile erhoffen, bzw. über "freigibige" Kredite erzwingen . Dazu kommt das die rechte Seite, auf Grund ihres Kapitals, langfristige Verträge über Rohstoffabbau wollen (erzwingen), die in der Regel selten der einheimischen Bevölkerung nützen. MfG U.R.
  10. H.P.
    Hut ab ! Die junge Dame kommt offensichtlich aus einem Milieu, in dem freies Reden und freies Denken keine Fremdwörter sind. Es gibt offensichtlich auch noch junge Menschen, an denen die schulischen Indoktrinationsversuche vollständig gescheitert sind. Zeitgenössische Gymnasien und Universitäten erinnern ja mittlerweile mehr an eine Wildtiernummer im Zirkus, als an Orte der freien Forschung und Lehre. Junge und wilde Geister werden im übertragenden Sinne mit Peitsche und Stromschocker zum Obrigkeitsgehorsam erzogen. Es braucht mehr "junge Wilde" und nicht Jugendliche und junge Erwachsene, die in die Hosenanzüge und Maßanzüge oder Bio-Sandalen und Norwegerpullover ihrer Eltern hineinwachsen. Die "jungen Wilden" sind heutzutage Konservative oder Rechte, die gegen den linksgrün versifften Muff unter den Talaren ihrer "miss- gebildeten" Eltern revoltieren. Im Hinblick auf den Nationalsozialismus möchte ich noch einmal auf Sebastian Haffners "Anmerkungen zu Hitler" , einige Vorträge des Publizisten U.Schacht, sowie den Historiker Ernst Nolte hinweisen. Der sogenannte Nationalsozialismus war keine Nationalistische Ideologie, sondern eine im höchsten Maße Internationalistische Ideologie. Führende Nationalsozialisten, darunter auch Hitler, machten sich sogar über den vorhandenen Germanenkult anderer Nationalsozialisten lustig. Weitere Ausführungen würden hier den Rahmen sprengen. Es sei nur noch erwähnt, dass es auch starke Anfeindungen und Proste aus dem Lager der Konservativen / Rechten gegen die Nationalsozialisten gab. Die Kurzformel Nationalist = Rechter = Nazi geht nicht auf, denn sie ist falsch und lässt die notwendige Unterscheidung vermissen, die im Linken politischen Spektrum immer gerne verwendet wird.
  11. truckeropa66
    Als schulaufsatz, egal welcher zweig, beibunserer derzeit gültigen Lehrneinung....6 setzen! As Aufsatz über Analyse der derzeitigenMeinungspolitik usw. Hervoragend, solche Leute machen unsere deutsche Kultur aus, in Bezug auf die zarten 16 jahre der Autorin, keimt Hoffnung das unsere kultur doch noch nicht verloren ist !!!MÄDEL MACH WEITER SO!!!
  12. Nick Lander
    Sehr guter Artikel ! Bessonders gefällt mir die Erklärung der Terminologie. Lesenswert für jeden Deutschen, gehört so in den Unterricht (statt dem aktuellen Nonsens). Egal welche politische Einstellung man hat, dieser Artikel ist einfach nur eins, aufklärend.
  13. Lara Engelhardt
    Sehr schöner artikel mit ausgezeichnet herausgearbeiteten Argumenten. Sehr wichtig auch der letzte Satz ...sondern unterbindet vor allem die Zentralisierung von Macht. Genau deshalb ist der Widerstand gegen alles Nationale so groß! Und die Linken merken das nicht mal...
  14. Jürgen Fritz
    Aus meiner Sicht eines der größten Probleme in Diskussionen: viele benutzen fortlaufend Ausdrücke, deren Bedeutung sie nicht wirklich verstanden haben. Das heißt, die Begriffsbildung im Geist war nicht erfolgreich, so daß ständig aneinander vorbeigeredet und der Agitation viel Raum gegeben wird. So sind z.B. die Begriffe 'Nationalismus' und 'Nationalsozialismus' meist nicht wirklich verstanden. Naomi Seibt hat jetzt schon mehr begriffliche Klarheit und Durchblick als 99 Prozent unserer derzeitigen Politiker. Sie hat hier einen wichtigen Beitrag geleistet zur Klärung unserer Begrifflichkeiten, die wir ständig verwenden und die wir unbedingt verstanden haben sollten. Das Mädel gefällt mir. :-)
  15. Old-Man
    Ein großes Kompliment an die junge Dame!! Das ist eine sehr gute und wirklich beachtenswerte Arbeit. Diese Arbeit stellt sehr anschaulich dar,das unsere Politiker (vor allem Regierung Politiker) von dieser junge Frau sogar noch etwas lernen können! Ich hoffe, es gibt noch sehr viele junge Leute von solcher Qualität,dann brauchen wir uns um unsere Zukunft weniger Sorgen machen!
  16. josefine
    Eine herausragende Leistung einer erst 16 jährigen jungen Frau. Alle Achtung und höchste Anerkennung. Es gib t sie also doch noch: junge Menschen, die sich Gedanken machen um ihre Umgebung und ihre Zukunft. Das lässt hoffen!
  17. Erwin
    Die Nationalisten wollten damals HItler ausweisen,die SPD verhinderte es. https://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article149328924/Die-SPD-verhinderte-beizeiten-Hitlers-Ausweisung.html
  18. Groß von Torckau
    Berger schafft es doch immer wieder mit seiner Spürnase solche Leute ausfindig zu machen, die das Zeug zu mehr haben. Und dann rauszubringen. Das ist auch einer der Gruende, warum ich den Blog gerne finanziell und durch Empfehlung weiterverbreite
  19. Otto Berger
    "Nationalismus und moderne politische Rechte: Warnende Vorboten eines neuen Nationalsozialismus?" --------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Der Nationalsozialismus mit seinen Verbrechen hat den Deutschen ihre Identität genommen. Deshalb ist ALLES, was nur annähernd mit NATIONAL bzw. NATIONALEN INTERESSEN umschrieben ist, auch politisch nicht mehrheitsfähig, Dieser Identitätsverlust bestärkt mehrheitlich den Wunsch, sich mit allem, was irgendwie deutsche Kultur aufzeigt, unsichtbar zu machen, in der Masse verschwinden zu lassen und sei es in der Masse von Einwandernden aus muslimischen Ländern. Kurzum : Die Mehrheit der Deutschen will die Abschaffung Deutschlands, scheinbar selbst dann, wenn aufgrund demographischer Entwicklungen und der Islamisierung Deutschlands die Demokratie, der demokratische Rechtsstaat dabei untergehen sollte. Schon möglich, dass unter dem Druck der Verhältnisse irgendwann ein Umdenken stattfinden kann, was dann allerdings zu spät sein sollte, um die Entwicklung aufhalten zu können. Die junge Autorin tut mir herzlich Leid und es kann ihr nur empfohlen werden, sich sprachlich und beruflich auf Auswanderung vorzubereiten; denn Deutschland hat keine Zukunft !! Diese Aussage ist bitter für die junge Generation ---- aber leider die Realität.
    • Brockenteufel
      "Der Nationalsozialismus mit seinen Verbrechen hat den Deutschen ihre Identität genommen." Haben die zahlenmäßig und qualitativ weitaus größeren Verbrechen Stalins und der Sowjets den Russen ihre Identität genommen???
      • Otto Berger
        @ Brockenteufel......" Haben die zahlenmäßig und qualitativ weitaus größeren Verbrechen Stalins und der Sowjets den Russen ihre Identität genommen???" ----------------------------------------------------------------------------------------------- Offensichtlich nicht -- und hätte Deutschland unter dem Nationalsozialismus den WKII gewonnen, würde es auch keinen Identitätsverlust der Deutschen gegeben haben; denn die Verbrechen des Holocaust hätte man dann den Deutschen, im Interesse der höher stehenden Kriegszielsetzung, als "notwendig" dargestellt. Merke : Die Art und Weise der Gehirnwäsche bestimmt immer der Sieger !
      • Lena
        Merke : Die Art und Weise der Gehirnwäsche bestimmt immer der Sieger ! Bei Ihnen hat der Sieger besonders perfekt gearbeitet. Setzen 6! Der sogenannte Holocaust ist schon lange widerlegt und es findet sich alles (noch!) im Netz... falls Sie sich die Mühe machen möchten. Dieser Satz sagt alles aus:
      • Lena
        Dieser Satz sagt alles aus: .. sondern unterbindet vor allem die Zentralisierung von Macht. Danke Fräulein Seibt, Sie machen mir Hoffnung!
  20. Harald Schlatter
    Der Aufsatz ist meines Erachtens dort interessant, wo er den Unterschied zwischen Nationalismus und Faschismus versucht herauszuarbeiten. Schwierig genug, gibt es doch kaum greifbare Definitionen von letzterem. Ansonsten aber schleichen sich Unschärfen als auch falsche Darstellungen ein. Der Reihe nach: "Die massiven Fortschritte in der Globalisierung, welche vom westlichen regierenden Establishment durchgesetzt wurden,...". Establishment - das neue Feindbild - ist in diesem Zusammenhang falsch, zumindest aber zu kurz gegriffen. Wir alle drehen am Rad der Globalisierung, und sei es, in dem wir Kommentare auf Computern in dieses Forum tippen, die ohne Globalisierung zumindest nicht zu dem Preis zu haben wären, den wir letztlich heute bereit sind zu zahlen. Das "Establishment" - was auch immer damit gemeint ist, sei es global operierende Firmen oder Staaten, die die Rahmenbedingungen für internationalen Handel festlegen - folgen hier dem Kaufvotum der Verbraucher. "Auch Globalisierungsbefürworter, welche sich in der Regel im linken Raum des politischen Spektrums befinden,..". Das nun ist vollends daneben. Globalisierung wurde am ehesten von konservativen und neoliberalen Kräften politisch gefördert, während die schärfsten Globalisierungsgegner sich gerade eben im linken Spektrum finden (Attac, Die Linke). Die Rechten haben sich der Globalisierungskritik als Mittel zum Zweck der Forderung nach mehr Nationalismus erst neu angenommen und bilden hier eine interessante Mittelschnittmenge mit den Linken, gleichwohl mit ganz anderen Zielen. Auch in Bezug auf Diversität schleichen sich Unschärfen ein, vielleicht der Tatsache geschuldet, dass eine so junge Autorin natürlich noch kein, dass Erfahrung in einem global operierenden Unternehmen gewonnen haben kann: "Die „Vermischung“ von Menschen diverser Hautfarben, Religionen und Kulturen sorge für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen, da es darauf aufmerksam mache, wie gleich wir im Grunde alle sind. Ein Problem mit dieser Vorstellung ist es, dass sie die geistige Diversität und Individualität von Menschen leugnet und dadurch menschliche Diversität auf genetische Gegebenheiten wie die Hautfarbe reduziert." Das ist schlicht falsch. Diversität im Bereich globaler Wirtschaft reduziert sich gerade eben nicht auf genetische Determinanten sondern sucht die soziale, kulturelle, religiöse, sexuelle und traditionelle Diversität. Man will sich die Unterschiede der Menschen zu Nutze machen, um Problemlösung möglichst allumfassend anzugehen. Dies freilich eingebettet in Firmenrichtlinien, die gegenseitigen Respekt einfordern und Verstöße stringent ahnden, inkl. Abmahnungen oder Entlassungen. Das funktioniert in der Regel gut und könnte auch Vorbild für Gesellschaften sein. Diversifizierte Gesellschaften sind in der Regel erfolgreicher. Die großen Wirtschaftszentren weltweit beweisen es. Voraussetzung ist, dass sich alle an die gleichen Spielregeln halten, Chauvinismus (als Hauptunterschied zwischen Nationalismus und Faschismus) strikt ablehnen und dies nicht nur befolgen sondern auch akzeptieren und letztlich befürworten. Letztlich noch übersieht die Autorin das Hauptmotiv, das heute unter Nationalismus verstanden wird und das ein ganz anderes ist, als das, was wir unter dem Eindruck des 3. Reiches verstehen. Rechte wie Linke - auch hier eine neue Schnittmenge zwischen beiden politischen Rändern - sehen das Heil eher in nationalen Lösungen, in der zumindest teilweisen Rückabwicklung von Globalisierung. Bösartig formuliert: in Abschottung vom Rest der Welt. Das mag angesichts der globalen Probleme zwar kuschelig attraktiv wirken, taugen tut es aber nicht. Nicht nur, dass kein Staat die großen globalen Probleme alleine stemmen kann. Vielmehr ist es schlicht naiv zu glauben, man könne das Rad zurückdrehen. Wer wird schon bereit sein, morgen das Doppelte oder Dreifache für seinen Computer zahlen zu wollen.
    • Rlee
      "Das nun ist vollends daneben. Globalisierung wurde am ehesten von konservativen und neoliberalen Kräften politisch gefördert, während die schärfsten Globalisierungsgegner sich gerade eben im linken Spektrum finden (Attac, Die Linke)" Nicht ganz, die Linke hängt dem Marxismus an, also der Ideologie der Weltrevolution, sie ist somit internationalistisch u. hat somit hier eine Schnittmenge mit dem internationalistischen Kapitalismus, dessen Kern, das zentralistische Finanzsystem, sogar sozialistisch ist. Beide Ideologien streben eine Eine-Welt-Ordnung an nur mit unterschiedlicher Machtaufteilung . "Diversifizierte Gesellschaften sind in der Regel erfolgreicher. Die großen Wirtschaftszentren weltweit beweisen es. " Japan beweist genau das Gegenteil. Homogene Gesellschaften sind friedlicher u. erfolgreicher als heterogene multikulti Gesellschaften.
    • Ole Pederson
      Globalisierung ist die weltweite Durchsetzung des neoliberalen US-Gesellschafts- und Wirtschaftsmodells d.h. "Corporatism" (deshalb wird er ja auch von Linken und Gruppen wie attac kritisiert). Weltweiten Handel und Kulturaustausch gab es schließlich schon seit Jahrhunderten, dafür bräuchte es keinen neuen Terminus. Am bemerkenswerten Essay der Abiturientin ist vieles richtig, insbesondere die Überholtheit der Begriffe Links / Rechts. Die Autorin übersieht aber, daß "Links" heute semantisch gar nichts mehr mit dem Terminus zu tun hat, wie er früher verwendet wurde. Außerdem fehlt die Einsicht, daß kapitalistische Marktwirtschaft nicht die einzige Alternative zu Kommunismus ist. Die Kritik an Kapitalismus und besonders Neoliberalismus sollte man nicht den falschen überlassen bzw. ganz aus der Debatte nehmen. Marktwirtschaft ist eine Beschönigung für das Recht des Stärkeren und führt, unreguliert, zu Monopolen und damit gerade der Abschaffung von Freiheit. Übrigens bedeutet "democracy" wenn von der US Regierung oder entsprechenden Think Tanks verwendet, "Marktwirtschaft" und damit gerade das Gegenteil von Demokratie (weil die Entscheidungen dann in Konzernzentralen und nicht in Parlamenten getroffen werden).
  21. Igo Kirchlechner
    Sorry, bei mir rieselt's schon sehr, bin 73 und kämpfe gegen Alzheimer. An einem Satz mit mehr als 10 Worten lese ich 20 Minuten, weil ich immer wieder den Anfang nachlesen und mir Notizen machen muß. Und lange Essays wie dieser sind schon eine rechte Qual - es fehlen mir auch Bilder und Parolen. "Lieber nationalistisch als schariaristisch" z.B. Oder so ein Bild wie hier, da versteht man dann doch den Faschismus besser - auch wenn die, von denen das kommt, es nicht kapieren: http://www.shopart.com/fascism3.jpg - Und vor 65 Jahren lernte ich im Latein-Unterricht, dass "Fasces" Rutenbündel waren, und die Römer liefen damit immer rum. Sie wussten, dass Gemeinsamkeit stark macht. Was ist denn nun falsch daran? Ja, ja, es ist wohl die Totalverblödung, der wir alle unterworfen sind. Tröstlich aber, bin also bei den Leuten.
    • Otto Berger
      @ Igo Kirchlechner ..............."Sorry, bei mir rieselt’s schon sehr, bin 73 und kämpfe gegen Alzheimer." Lieber Igo, den Kampf kann man gewinnen ! Ein Rezept : Man esse täglich zum Frühstück ca. 150 Gramm mageren Quark, vermische ihn mit ca. 6 Teelöffel voll Leinöl, füge etwas gemahlenen Leinsamen, Haferflocken und Rosinen hinzu sowie etwas Honig und geriebene : Banane, Apfel, Birne, Karotte, Möhre bzw. anderes Obst und Gemüse. Bei Bedarf kann diese Mischung mit gepresstem Orangensaft aufgelockert werden. Mal versuchen ! Viele Grüße ! Otto
    • Brockenteufel
      So, so, Sie haben also schon mit 8 Jahren Latein gelernt. Also ich war ein bisschen älter.
  22. Cloé
    Interessanter Artikel. Allerdings macht man auch hier einen grundlegenden Fehler. Auch wenn seit über 70 Jahren zuerst von außen, danach massiv von innen systematisch versucht wurde "den" Deutschen ihr Nationalgefühl auszureden, schlecht zu reden ect.pp. so mußte ich zeitlebens doch bis heute erfreut zur Kenntnis nehmen, daß dies eben nicht funtionierte. Ob Trachtengruppen, Schützenfeste, Gebräuche ... die deutschen Bürger interessiert es schlicht nicht was damals aus Bonn und heute aus Berlin samt Staatsfunk und Gazetten eingefordert wird, - nämlich die eigene Identität zu bekämpfen, sich ihrer sogar zu schämen. Das wird niemals funktionieren und ich bin glücklich darüber. Der Maßstab sind nicht die wenigen tausend Schreihälse in der Politik, sondern die deutschen Bürger in Stadt und Land. Diese lassen sich ihre Identität ebenso wenig schlecht reden oder wegnehmen wie die Briten, Franzosen, Spanier ect. Es ist nichts Schlechtes an nationalen Identitäten, denn damit eben identifiziert man sich mit einem Gebiet, mit seinen eigenen Wurzeln. Jeder Mensch braucht eigene Wurzeln und wie er / sie diese auslebt - ob in Trachten, alten Liedern, Sprache, Essen ... - ist egal. Wirklich gefährlich sind entwurzelte Menschen. Das sind Menschen die nichts zu verlieren haben weil sie nirgendwohin gehören, keine eigenen Werte haben. Solche Entwurzelte sind dann für jede Schweinerei und jeden antigesellschaftlichen Akt zu haben. Sie kennen keine Solidarität mit Anderen. Entsolidarisierte Menschen sind als Bürger leichter zu dominieren und zu unterdrücken als Gemeinschaften mit gemeinsamen Wurzeln, mit gelebter Solidarität untereinander. Und hier frage ich - wem nutzt es also wenn Menschen / Bürger entsolidarisiert miteinander leben ? Wie leicht wird da manipuliert und gegeneinander aufgehtzt. Wollen wir das ? Ich nicht. Aber wer will das, wer braucht das und wem nutzt das langfristig ?
    • Otto Berger
      @ Cloe´ .........." Der Maßstab sind nicht die wenigen tausend Schreihälse in der Politik, sondern die deutschen Bürger in Stadt und Land. Diese lassen sich ihre Identität ebenso wenig schlecht reden oder wegnehmen wie die Briten, Franzosen, Spanier ect." ----------------------------------------------------------------------------------- Da sind Zweifel angebracht : Sonntagsfrage v. 15.04.2017 - EMNID CDU/CSU 35% SPD 31% Grüne 7% FDP 6% Linke 9% AfD 9% Gem. Umfrage würden 88% der Wähler Parteien wählen, deren Politiker auf Wörter, in denen irgendwie "NATIONAL" vorkommt, allergisch reagieren oder die Verfolgung "NATIONALER INTERESSEN" ablehnen. Nein, es ist Prtogramm, dass ALLES, was mit "DEUTSCH/NATIONAL" in Zusammenhang gebracht werden kann, erstickt werden soll, zum Zwecke der Abschaffung Deutschlands ------- und die Deutschen leisten zu ihrer Abschaffung - Gehirn gewaschen - tatkräftige Beihilfe !! Bisher schaffen es die Eliten via Medien noch, "NATIONAL" mit "NATIONALSOZIALISMUS" zu synchronisieren ------- aber wie lange noch ??? Frage : Zu wessen Programm trat der Nationalsozialismus in der Zielsetzung in Konkurrenz ?
  23. Batchuluun
    Gratuliere!! Eine ausserordentlich gute, pointierte Analyse. Das ist das, was das Land braucht.
  24. elenabu
    Ein Sehr guter Artikel! Seit etwa zwei Jahren stelle ich mir die Frage, warum Die Deutschen auf Ihr Land nicht stolz sind? Der 2. Weltkrieg ist seit 72(!!!)J vorbei, die Deutschen haben es verarbeitet. Es ist höchste Zeit, sich die Frage zu stellen: Will das deutsche Volk als Staatsvolk bleiben, oder will es nicht mehr existieren?
    • Friedhelm Wegener
      Es interessiert die Regierung nicht, was das deutsche Volk will! Die Regierung willim Enklang mit Brüssel eine Mischbevölkerung um die Nationalstaaten leichter auflösen zu können!
    • Cloé
      Es gibt nicht "die" Deutschen. Es gibt einige Tausend in entsprechenden Positionen, welche uns unsere Identität ausreden wollen und uns dafür WAS genau anbieten ? Wir haben über 16 000 Jahre Siedlungsgeschichte und innerhalb der letzten 2 000 Jahre eine Befreiung von Rom inklusive einer langwierigen, oftmals blutigen Entwicklung hin zu einem Nationalstaat erbracht. Wir haben Handwerk und Wissenschaft entwickelt, uns frühzeitig unter Karl dem Großen allgemeinverbindliche Gesetze gegeben, die Leibeigenschaft abgeschafft, wunderschöne Kirchen, Kathedralen u.a. Kunstwerke geschaffen, haben unsere Religionen vom Staat abgekoppelt, sind durch finstere und anstrengende Zeiten geganen, haben viele Seuchen überlebt, unsere Wälder ud Wiesen geschützt und gehegt, unsere Gewässer gepflegt und gesäubert ... und uns einen Staat geschaffen der uns allen zur Not eine Sicherheit in jeder Hinsicht geben soll. All das ist es was uns heute ausmacht. Generationen an Erfahrungen. Wir können stolz sein auf die Errungenschaften unserer Vorfahren und auf unsere eigene Arbeit. Wir sind ein verdammt zähes und auch fleißiges Volk. Immer haben wir uns schlußendlich erfolgreich gegen Invasoren und falsche Propheten gewehrt. So zerstritten oftmals die einzelenen Stämme auch waren, - kam ein gemeinsamer Feind raufte man sich zusammen und verteidigte das gemeinsame Siedlungsgebiet. Das machte uns schlußendlich zu einer Nation. Wir sind gemeinsam sehr stark, das waren wir stets.
  25. Roland Pressler
    Die Anregung, sich mit dieser Thematik, und dann auch noch so ganz abwegig aller Staats-Konformität, zu beschäftigen, kann die kluge junge Dame aber nie und nimmer in der Schule bekommen haben, noch dazu in diesem vermurksten Bundesland! Oder täusche ich mich?
  26. Ingrid Jung
    Toller Bericht, aber nicht allein von ihr geschrieben,sie nennt die Quellen. Aber ihr Mut und ihre Mühe das alles zusammenzutragen verdient meinen Applaus. Nur wer sich auch als junger Mensch schon Gedanken macht, wird ein mündiger Bürger werden ." Chapeau "