Ein Gastkommentar von Jürgen Fritz

Als wären die Genossen der inzwischen nur noch 20 Prozent-Partei nicht genug gebeutelt, kommt es nun noch härter.

Wie heute bekannt wurde, tritt Sigmar Gabriel sowohl von einer potentiellen SPD-Kanzlerkandidatur zurück als auch vom Parteivorsitz. Außerdem will er sein Amt als Bundeswirtschaftsminister abgeben.

Gabriel hat wohl die vollkommene Aussichtslosigkeit einer SPD-Kanzlerkandidatur erkannt und überlässt es nun Martin Schulz, das schlechteste SPD-Ergebnis aller Zeiten einzufahren.

Gabriel will aber, so hört man, das Amt des Außenministers von Steinmeier übernehmen, der von Merkel (CDU-Vorsitzende), Seehofer (CSU-Vorsitzender) und ihm selbst als SPD-Vorsitzender zum neuen Bundespräsidenten auserkoren worden war. Das Amt des Außenministers würde Gabriel im Falle einer weiteren GroKo dann wohl gerne behalten.

Nun muss also der Buchhändler ohne Abi ran – er wurde auf Grund seiner Leistungen nicht mal zur Abiturprüfung zugelassen. Solch hochwertigen schulischen und beruflichen Qualifikationen bei ihrem Spitzenpersonal kennt man sonst eher von den Grünen. Schulz war ehemals Bürgermeister von Würselen und ist seit 1994 EU-Politiker.

Die Sozialdemokraten wollen nun also voll auf ihren EU-Mann setzen, lässt dieser doch was die (illegale) Massenimmigration nach Deutschland anbelangt, Angela  Merkel ganz locker um Längen hinter sich. Noch im Juni 2016 versuchte er, den Menschen einzureden:

„Was die Flüchtlinge zu uns bringen, ist wertvoller als Gold.“

Wir gehen davon aus, dass dem baldigen SPD-Kanzlerkandidaten folgende Zahlen und Fakten nicht bekannt sein dürften. Auch von all diesen goldigen Verbrechen und Anschlägen  dürfte er wohl nichts wissen respektive über die für Politiker durchaus nützliche Fähigkeit verfügen, gezielt vergessen zu können.

Schulz gilt auch als einer der weltweit größten Menschenrechtsspezialisten. Als EU-Parlamentspräsident war er der erste europäische Spitzenpolitiker, der nach dem gescheiterten Putsch in die Türkei reiste und „den türkischen Bürgern die Ehre erwies“, die den Putschversuch gegen Erdogan niederwarfen. Dass die Putschisten Erdogans Umbau der Türkei in eine Präsidialrepublik respektive in ein neues Kalifat verhindern wollten, dass sie die Islamisierung des Landes stoppen und das Erbe des Staatsgründers Atatürk retten wollten, all das schien Martin Schulz nicht zu interessieren.

Ob dem Menschenrechtsspezialisten entgangen war oder einfach nicht ins politische Kalkül passte, dass die Putschisten von dem durch Schulz geehrten Volk teilweise auf offener Straße schwer misshandelt, (halb) totgeschlagen und enthauptet wurden, sei dahingestellt.

Böse Zungen spotten bereits, Ziel der SPD sei nunmehr, wenn nach oben gar nichts geht, dann wenigstens erstmals die 18 Prozent-Marke nach unten zu durchbrechen. Das habe noch kein Sozi geschafft.

Die SPD liegt in sämtlichen Umfragen (Emnid, Forsa, Forschungsgruppe Wahlen, GMS, Infratest dimap, INSA, Ipsos und Civey) bei 20 bis 21 Prozent. Tendenz: immer weiter fallend. Das deutsche Volk, das politisch gemeinhin als extrem träge und wenig mutig gilt, scheint nun immer mehr zurückzuschlagen und sich die Politik gegen die eigenen Staatsbürger nicht länger gefallen lassen zu wollen.

Martin Schulz, dem man nachsagt, dass er es mit Zahlen und Rechnen nicht so hat und der von Rot-Rot-Grün und der eigenen Kanzlerschaft zu träumen scheint, hat wahrscheinlich noch niemand gesagt, dass SPD + Linke + Grüne zusammen bei allen Instituten auf maximal 38 bis 41 Prozent kommen und das von 50 Prozent weit entfernt ist. Vermutlich werden die Genossen den armen Mann erst nach der Wahl über solche Details aufklären.

Unter Willy Brandt und Helmut Schmidt erzielte die SPD alleine einst Wahlergebnisse von bis zu 43 bzw. bis zu 46 Prozent.

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